BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1934
Dezember 1934

Sonntag, den 16. Dezember 1934


2. Mose 27,16-19

An der Ostseite des Vorhofs befand sich der 30 Ellen breite Eingang, den ein Vorhang schloß mit den gleichen Farben wie der Eingangsvorhang des Heiligtums. Wir haben es schon mehrfach betont: Der Herr Jesus ist der einzige Vermittler aller Segnungen - die einzige Tür zum Heil und zu jeder weiteren Segens und Siegesstufe im Königreich Gottes! Deshalb finden wir auch so oft die Wörtlein: „Durch Ihn!“ [Vgl. Eph. 2,13.18-22.] - Wir kennen schon die Bedeutung der wundervollen Farben, die uns alle etwas Wichtiges von unserem Herrn Jesus sagen wollen: das Blau deutet hin auf Seine himmlische Art und Gesinnung - der rote Purpur auf Seine königliche Würde, der Karmesin auf Seine Leidenswilligkeit bis zum Tode, das leuchtende Weiß auf Seine fleckenlose Reinheit. Ganz absichtlich fallen auch hier die Cherubsgestalten fort, denn diese deuten ja auf Christi richterliche Macht. Wenn Er jetzt den unglücklichen, friedelosen Menschen als Heiland gepriesen wird, so sollen sie Ihn als Retter und nicht als Richter kennenlernen: „Denn des Menschen Sohn ist gekommen zu suchen und zu retten, was verloren ist!“ [Lies Luk. 2,8-11; Joh. 3,16.17.] - Es gab nur diesen einen Eingang in den Vorhof des Heiligtums. Wer nicht hier eintrat - wer an einer anderen Stelle einzusteigen versuchte, der war „ein Dieb und ein Räuber“! - In der Christenheit gibt es heute viele Räuber und Diebe auf geistlichem Gebiet. Sie wollen sich nicht persönlich beugen vor dem Herrn Jesus - sie wollen Sein Wort nicht als alleinigen Maßstab fürs innere Leben anerkennen und meinen, dennoch in den Himmel eingehen zu können! Welch furchtbarer Betrug! (Lies 1. Tim. 2,5.6.) O wenn du doch wüßtest, was dir abgeht, wenn du außerhalb der Tür des Heils - außerhalb der Gnade Jesu Christi bleibst! In Seiner Gemeinschaft könntest du Freude die Fülle, Erquickungen und Herrlichkeiten genießen, von denen der natürliche Mensch keine Ahnung hat- die er nicht versteht noch schmecken kann. (Lies 1. Kor. 2,9-16.) - Die Kinder Korah, diese Begnadigten, vom Abgrund weg in das Haus und den Dienst Gottes Geretteten, sie sangen: „Ein Tag, Herr, in Deinen Vorhöfen ist besser als sonst tausend! Ich will lieber an der Schwelle stehen im Hause meines Gottes, als wohnen in den Zelten derer, die sich von Deinem Gesetz gelöst haben.“ „Glückselig der Mensch, den Du, Herr, erwählst, und dem Du gestattest, Dir zu nahen - zu wohnen in Deinen Vorhöfen! Wir werden gesättigt mit dem Guten Deines Hauses, mit dem Heiligen Deines Tempels!“ - Seine noch in der Welt zurückgebliebenen Jünger und Jüngerinnen hat Jesus zu Zeugen Seiner Gnade und Herrlichkeit gesetzt. Wir sollen und dürfen Sein Leben, Seinen Geist, Seine Liebe und Reinheit ausstrahlen. Er sagt: „Gleichwie der Vater Mich in die Welt gesandt hat, so sende Ich auch euch!“ und im Alten Bunde schon spricht der Herr: „Dieses Volk, das Ich Mir gebildet habe, sie sollen Meinen Ruhm verkündigen!“ [Vgl. 1. Petr. 2,9.10.] - Der weiße Byssusvorhang, die schönen Akazienholzsäulen mit ehernem Fußgestell und silberner Krönung, sie sagen uns nicht nur, wie Jesus Christus war und ist, sie sagen uns auch, wie wir sein sollen und sein können als Zeugen und Nachfolger Jesu Christi in dieser Welt: Wer da behauptet, er bleibe in Ihm, der muß auch so leben, wie Er gelebt hat!“ [Vgl. 1. Joh. 4,17; Offenb. 19,8.]

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