BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 281 (Angaben zur Abgrenzung des Vorhofs der Stiftshütte durch Säulen mit Behängen)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
E. GESETZ 2: Der Plan des Heiligtums (2. Mose 25-31)

9. Angaben zur Abgrenzung des Vorhofs der Stiftshütte durch Säulen mit Behängen (2. Mose 27,9-19)


2. Mose 27,16-19

16 aber im Tor des Hofes soll ein Tuch sein, zwanzig Ellen breit, gewirkt von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weißer Leinwand, dazu vier Säulen auf ihren vier Füßen. 17 Alle Säulen um den Hof her sollen silberne Querstäbe und silberne Haken und eherne Füße haben. 18 Und die Länge des Hofes soll hundert Ellen sein, die Breite fünfzig Ellen, die Höhe fünf Ellen, von gezwirnter weißer Leinwand, und seine Füße sollen ehern sein. 19 Auch alle Geräte der Wohnung zu allerlei Amt und alle ihre Nägel und alle Nägel des Hofes sollen ehern sein

An der Ostseite des Vorhofs befand sich der 30 Ellen breite Eingang, den ein Vorhang schloß mit den gleichen Farben wie der Eingangsvorhang des Heiligtums. Wir haben es schon mehrfach betont: Der Herr Jesus ist der einzige Vermittler aller Segnungen - die einzige Tür zum Heil und zu jeder weiteren Segens und Siegesstufe im Königreich Gottes! Deshalb finden wir auch so oft die Wörtlein: „Durch Ihn!“ [Vgl. Eph. 2,13.18-22.]

Epheser 2,13.18-22 -- 13 Nun aber seid ihr, die ihr in Christo Jesu seid und weiland ferne gewesen, nahe geworden durch das Blut Christi. ... 18 denn durch ihn haben wir den Zugang alle beide in einem Geiste zum Vater. 19 So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Bürger mit den Heiligen und Gottes Hausgenossen, 20 erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist, 21 auf welchem der ganze Bau ineinandergefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem HERRN, 22 auf welchem auch ihr mit erbaut werdet zu einer Behausung Gottes im Geist.

Wir kennen schon die Bedeutung der wundervollen Farben, die uns alle etwas Wichtiges von unserem Herrn Jesus sagen wollen: das Blau deutet hin auf Seine himmlische Art und Gesinnung - der rote Purpur auf Seine königliche Würde, der Karmesin auf Seine Leidenswilligkeit bis zum Tode, das leuchtende Weiß auf Seine fleckenlose Reinheit. Ganz absichtlich fallen auch hier die Cherubsgestalten fort, denn diese deuten ja auf Christi richterliche Macht. Wenn Er jetzt den unglücklichen, friedelosen Menschen als Heiland gepriesen wird, so sollen sie Ihn als Retter und nicht als Richter kennenlernen: „Denn des Menschen Sohn ist gekommen zu suchen und zu retten, was verloren ist!“ [Lies Luk. 2,8-11; Joh. 3,16.17.]

Lukas 2,8-11 -- 8 Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. 9 Und siehe, des HERRN Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des HERRN leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. 10 Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; 11 denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der HERR, in der Stadt Davids. / Johannes 3,16.17 -- 16 Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. 17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht gesandt in die Welt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn selig werde

Es gab nur diesen einen Eingang in den Vorhof des Heiligtums. Wer nicht hier eintrat - wer an einer anderen Stelle einzusteigen versuchte, der war „ein Dieb und ein Räuber“! - In der Christenheit gibt es heute viele Räuber und Diebe auf geistlichem Gebiet. Sie wollen sich nicht persönlich beugen vor dem Herrn Jesus - sie wollen Sein Wort nicht als alleinigen Maßstab fürs innere Leben anerkennen und meinen, dennoch in den Himmel eingehen zu können! Welch furchtbarer Betrug! (Lies 1. Tim. 2,5.6.)

1. Timotheus 2,5.6 -- 5 Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, 6 der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung, daß solches zu seiner Zeit gepredigt würde;

O wenn du doch wüßtest, was dir abgeht, wenn du außerhalb der Tür des Heils - außerhalb der Gnade Jesu Christi bleibst! In Seiner Gemeinschaft könntest du Freude die Fülle, Erquickungen und Herrlichkeiten genießen, von denen der natürliche Mensch keine Ahnung hat- die er nicht versteht noch schmecken kann. (Lies 1. Kor. 2,9-16.)

1. Korinther 2,9-16 -- 9 Sondern wie geschrieben steht: "Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben." 10 Uns aber hat es Gott offenbart durch seinen Geist; denn der Geist erforscht alle Dinge, auch die Tiefen der Gottheit. 11 Denn welcher Mensch weiß, was im Menschen ist, als der Geist des Menschen, der in ihm ist? Also auch weiß niemand, was in Gott ist, als der Geist Gottes. 12 Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, daß wir wissen können, was uns von Gott gegeben ist; 13 welches wir auch reden, nicht mit Worten, welche menschliche Weisheit lehren kann, sondern mit Worten, die der heilige Geist lehrt, und richten geistliche Sachen geistlich. 14 Der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen; denn es muß geistlich gerichtet sein. 15 Der geistliche aber richtet alles, und wird von niemand gerichtet. 16 Denn "wer hat des HERRN Sinn erkannt, oder wer will ihn unterweisen?" Wir aber haben Christi Sinn.

Die Kinder Korah, diese Begnadigten, vom Abgrund weg in das Haus und den Dienst Gottes Geretteten, sie sangen: „Ein Tag, Herr, in Deinen Vorhöfen ist besser als sonst tausend! Ich will lieber an der Schwelle stehen im Hause meines Gottes, als wohnen in den Zelten derer, die sich von Deinem Gesetz gelöst haben.“ „Glückselig der Mensch, den Du, Herr, erwählst, und dem Du gestattest, Dir zu nahen - zu wohnen in Deinen Vorhöfen! Wir werden gesättigt mit dem Guten Deines Hauses, mit dem Heiligen Deines Tempels!“ - Seine noch in der Welt zurückgebliebenen Jünger und Jüngerinnen hat Jesus zu Zeugen Seiner Gnade und Herrlichkeit gesetzt. Wir sollen und dürfen Sein Leben, Seinen Geist, Seine Liebe und Reinheit ausstrahlen. Er sagt: „Gleichwie der Vater Mich in die Welt gesandt hat, so sende Ich auch euch!“ und im Alten Bunde schon spricht der Herr: „Dieses Volk, das Ich Mir gebildet habe, sie sollen Meinen Ruhm verkündigen!“ [Vgl. 1. Petr. 2,9.10.]

1. Petrus 2,9.10 -- 9 Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, das königliche Priestertum, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, daß ihr verkündigen sollt die Tugenden des, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht; 10 die ihr weiland nicht ein Volk waret, nun aber Gottes Volk seid, und weiland nicht in Gnaden waret, nun aber in Gnaden seid.

Der weiße Byssusvorhang, die schönen Akazienholzsäulen mit ehernem Fußgestell und silberner Krönung, sie sagen uns nicht nur, wie Jesus Christus war und ist, sie sagen uns auch, wie wir sein sollen und sein können als Zeugen und Nachfolger Jesu Christi in dieser Welt: Wer da behauptet, er bleibe in Ihm, der muß auch so leben, wie Er gelebt hat!“ [Vgl. 1. Joh. 4,17; Offenb. 19,8.]

1. Johannes 4,17 -- Darin ist die Liebe völlig bei uns, daß wir eine Freudigkeit haben am Tage des Gerichts; denn gleichwie er ist, so sind auch wir in dieser Welt. / Offenbarung 19,8 -- Und es ward ihr gegeben, sich anzutun mit reiner und schöner Leinwand. (Die köstliche Leinwand aber ist die Gerechtigkeit der Heiligen.)

(Sonntag, 16. Dezember 1934)

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Zuletzt geändert am 23.04.2016 12:09 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)