BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1934
Oktober 1934

Mittwoch, den 17. Oktober 1934


2. Mose 25,1-9

Die freiwilligen Gaben für die Stiftshütte werden hier ein Hebopfer genannt, weil man sie von seinem Eigentum für den Herrn abhob. Dies war aber kein Gebot oder Zwang, sondern „von einem jeden, der willigen Herzens ist, sollt ihr Mein Hebopfer nehmen!“ - Im Reiche Gottes herrscht Freiwilligkeit! Nur Dienste und Gaben, die aus einem dankbaren, freudigen Herzen heraus dargebracht werden, können Gott erfreuen und ehren. Der Psalmist ruft aus: „Herr, Dein Volk wird voller Willigkeit sein am Tage Deiner Macht!“ „Einen fröhlichen Geber liebt Gott. Und Er ist mächtig genug, euch mit irdischem Segen so zu überschütten, daß ihr nicht nur stets euer völliges auskommen findet, sondern auch noch reichliche Mittel habt zu allerlei Liebeswerken!“ - Damit kommen wir an ein bedeutsames Kapitel im Leben des Volkes Gottes: das freudige Geben für die Sache Gottes. - Leider herrschen hierüber bei den meisten Gläubigen ganz verkehrte Begriffe. Man sieht die Sache gewöhnlich nach dem natürlichen Menschen an und denkt: „Was ich habe oder erwerbe, das gehört mir und ist für mich und, wenn es hoch kommt, für die Meinigen da! Über meinen Besitz und über mein Einkommen habe natürlich ich zu verfügen!“ - Bedenken wir aber auch, wenn wir Erlöste des Herrn sind, daß wir nicht uns selbst gehören- daß Der allein Verfügungsrecht über uns hat, der uns erkauft hat mit Seinem eigenen Blut und Leben'''? [Lies Röm. 14,7-9; Offenb. 1,5b.6.]

Sieh, hier bin ich, mein König, ich weihe mich Dir,
Nimm - gebrauche mich, Herr, wie Die willst;
O welch herrliche Kräfte verleihst Du schon hier
Dem, den mit Deinem Geiste Du füllst!

Jede, auch die kleinste Überlegung und Handlung in unserem praktischen Alltagsleben kann regiert werden von dem glücklichen Bewußtsein unseres Herzens. Ich gehöre nicht mehr mir selbst an, sondern meinem großen Herrn! Was ich bin und was ich habe, steht Ihm zur Verfügung und ist Ihm geweiht! - In diesem Sinn schrieb Paulus den Gläubigen in Rom: „Ich ermahne euch nun, meine lieben Brüder und Schwestern, weihet euch Gott aus Dankbarkeit für Seine großen Erbarmungen! Weiht Ihm euren Leib als ein lebendiges, heiliges, Ihm wohlgefälliges Opfer (eigentlich Schlachtopfer)! Das sei euer verständiger Dienst für Gott! - Gestaltet eure Lebensführung nicht nach der Welt Weise und seid ihr nicht gleich; bildet euch nicht nach den Grundsätzen dieser Weltzeit, laßt euch vielmehr umwandeln, da ihr ja einen neuen Sinn bekommen habt! Dann werdet ihr auch imstande sein zu prüfen und zu erkennen, was der Wille Gottes ist, d. h. was gut und wohlgefällig und vollkommen in Seinen Augen ist! [Lies Phil. 1,9-11; 1. Thess. 5,23; Hebr. 13,20.21.] - Das Volk Israel kannte es zu jener Zeit gar nicht anders, als daß von den reichen Gütern und Gaben, die es besaß und empfing, das Erste und Beste Gott gehörte, und Seinem Heiligtum - Seinen Priestern und Dienern zufiel. Neben den reichlichen Opfern und freiwilligen Gaben gehörte von vornherein der Zehnte von allem Gott und Seinem Heiligtum. Außerdem wurde alle drei Jahre noch ein zweiter Zehnten abgehoben für die Armen und für die Fremdlinge. Solange das Volk Gottes es so hielt, stand es unter den wunderbaren, reichen Segnungen Gottes. - Es handelt sich für uns nun um die Frage, ob wir es dem Herrn zutrauen, daß es uns unendlich besser gehen wird, wenn wir durch reichliches Geben Raum machen für Seine irdischen Segnungen - als wenn wir kärglich damit sind! (Lies Spr. 3,9.10; 11,20.24.25; Mal. 3,10-12.)

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