BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1934
Oktober 1934

Donnerstag, den 11. Oktober 1934


2. Mose 23,32.33

Zum Schluß verbietet Gott Israel jegliche Bundschließung mit den Völkern Kanaans. Es war ja Gottes Bundesvolk, und als solches sollte es Ihm geweiht sein, abgesondert von anderen Völkern! Eine Vermischung mit Fremden wäre für Israel eine Verleugnung seines heiligen Bundes mit Gott gewesen; denn während Israel dem lebendigen Gott anhing, dienten all die umwohnenden Völker, ja alle Völker der Welt, ihren toten Göttern und Götzen von Holz und Stein und Metall! Es wäre für Israel die größte Undankbarkeit gewesen, heidnischen Göttern und Götzen zu dienen. Näherte sich Israel den Heiden, dann näherte es sich damit auch deren Göttern. Darum war ein völliges Getrenntbleiben von ihnen Gottes unbedingte Forderung! - Welch einen Sturz in sittlicher Hinsicht bedeutete es, wenn Israel sich tatsächlich mit den Heiden irgendwie einließ: „Es würde dir zum Fallstrick sein!“ [Vgl. 5. Mos. 7,16; 12,30; Jos. 23,11-13; Ps. 106,34-39,] - Was Gott in 2. Mos. 23,33 vorhergesagt hat, ist leider buchstäblich eingetroffen. (Lies Richter 3,5-7.) - Alle die, welche sich aus Welt und Sünde zu Gott bekehrt und den Herrn Jesus Christus als ihren Erlöser angenommen haben, haben sich damit abgekehrt von der Welt! Der Herr Jesus sagt von ihnen: „Sie gehören nicht zur Welt, so wenig wie Ich zur Welt gehöre!“ Er fleht für sie: „Vater, Ich habe Deinen Namen den Menschen geoffenbart, die Du Mir aus der Welt gegeben hast .... Heiliger Vater, bewahre sie in Deinem Namen!“ - Es ist für die Kinder Gottes von größter Bedeutung, Klarheit hierüber zu haben, daß Gott sie dem Herzen und dem Wandel nach schon jetzt gänzlich herausgelöst hat aus der gegenwärtigen bösen Welt, damit sie Ihm dienen und in Seinem Königreiche jetzt schon leben! - Gott duldet bei uns, Seinen Erlösten, keinerlei Freundschaft und Gemeinschaft mit der Welt: „Denn wer irgendwie der Welt Freund sein will, macht sich dadurch zum Feind Gottes!“ - Schon im Alten Bund und auch im Neuen Testament bezeichnet Gott die Hinneigung zu Welt und Sünde bei Seinem Volk als geistlichen Ehebruch Ihm gegenüber. (Lies Hos. 2,16.19.20 [Luth. 18,21.22]; Jak. 4,4.) Daran können wir erkennen, wie teuer wir unserem Gott sind, und wie nahe, heilig und innig das Band der Gemeinschaft ist, das Er mit uns geknüpft hat auf immerdar! - Eine Seele, die in der Liebe Gottes glückselig ist - sie strahlt unbewußt auch etwas von Seinem Glanz aus! Als Mose vierzig Tage auf dem Berge bei Gott war, da strahlte, als er herabkam, sein Angesicht die Herrlichkeit wider, die er geschaut hatte. (Lies 2. Mos. 34,27-35.) So werden alle, welche mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn Jesu, des himmlischen Bräutigams, anschauen und mit Ihm in inniger Herzensverbindung leben, auch umgestaltet in Sein Bild! Der Heilige Geist prägt ihnen eine Tugend und Herrlichkeit Christi um die andere auf! - Kann es etwas Beglückenderes für uns geben, die wir so tief unsere Unwürdigkeit, unsere Nichtigkeit empfinden, als wenn unser himmlischer Herr Sich zu uns neigt und uns Sein Wohlgefallen erzeigt? [Lies Ps. 44,3 (Luth. 4); Spr. 11,20.]

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