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JAHRGANG 1934
Oktober 1934

Freitag, den 5. Oktober 1934


2. Mose 23,20-23

Wenn du fleißig auf seine Stimme hörst und alles tust, was Ich sagen werde, so werde Ich deine Feinde befeinden und deine Dränger bedrängen!“ Nichts ist zu vergleichen mit dem tiefen innerlichen Gehorsam, mit dem eifrigen Lauschen auf die Stimme unseres erhöhten Herrn. Wunderbare Segnung und herrlicher Sieg begleiten das gehorsame Kind Gottes überall, wohin es geht! (Lies Jos. 1,1-9.) - Israel hatte hier seinen Weg durch die Geschichte der Welt noch vor sich. Wie unaussprechlich schön hätte dieser Weg sich gestalten können! Aber Gott muß später klagen: „Mein Volk hat nicht auf Meine Stimme gehört; Israel ist nicht willig gegen Mich gewesen! Da gab Ich sie dahin der Verstocktheit ihres Herzens; sie wandelten nach ihren eigenen Plänen. - O daß Mein Volk auf Mich gehört hätte - daß Israel gewandelt wäre in Meinen Wegen! Bald hätte Ich ihre Feinde gebeugt und Meine Hand gewendet gegen ihre Bedränger. Die Feinde des Herrn würden sich Israel schmeichelnd unterworfen haben, und Meines Volkes Bestand wäre ewig gewesen. Mit dem Mark des Weizens hätte Ich Mein Volk gespeist - mit Honig aus dem Felsen dich gesättigt!“ [Ps. 81,8-16 (Luth. 9-17).] - Ist es nicht eine furchtbare Torheit - abgesehen davon, daß es die größte Sünde ist! - wenn so wenige Kinder Gottes den Weg fortschreitenden, vertrauensvollen Gehorsams kennen und gehen, der doch so einfach und so tief beglückend ist!? - Der Herr Jesus sagt zu Seinen Jüngern: „Ihr seid Meine Freunde, wenn ihr alles tut, was Ich euch gebiete!“ - Welches sind denn nun für uns die Feinde und Bedränger, über welche uns völliger Sieg zugesagt wird, wenn wir fleißig auf die Stimme unseres Herrn hören? Es ist der Teufel und seine bösen Geister, welche beständig darauf aus sind, gerade die entschlossenen Jünger des Herrn zu schädigen und sie unfähig zu machen für den heiligen Kampf! Es sind „die geistlichen Mächte der Bosheit in den Himmelswelten“, die uns auf Schritt und Tritt umlauern und uns das siegreiche Vorwärtsdringen unmöglich machen wollen. Es handelt sich hier um einen Kampf des Geistes. Ja, es gilt, unentwegt zu kämpfen gegen diese furchtbaren geistlichen Feinde in der Kraft des Heiligen Geistes! Wir müssen uns darauf einstellen, diesen Feind kennenzulernen, um seine Machenschaften zu durchschauen und zu durchkreuzen. - Im Kriege kommt es darauf an, die Ziele, die der Feind sich gesteckt hat, zu erkennen, sowie dessen Kampfesweise und Kampfmittel. Der Teufel ist sehr praktisch, und auch wir müssen es werden! - Nur die Erleuchtung von Oben wird uns den vollen Durchblick gewähren. Wenn es nötig ist - und es wird nötig sein - müssen wir willig sein, gänzlich umdenken zu lernen und all die menschlichen, engen Begriffe, die kraftlosen frommen Theorien, die wir dem Gebäude unseres inneren Lebens eingefügt hatten, fahren zu lassen! Wir müssen willig sein, zu erkennen - und sei es durch furchtbares Feuer hindurch - welcher Art Satans Pläne und Machtbefugnisse sind und wie wir ihnen begegnen sollen! Das ist „Erziehung im Geiste“; sie muß ebenso geduldig erworben werden wie irgendeine andere Ausrüstung zum Dienst! Ja, wir müssen einverstanden sein damit, zur Zeit nur einen Schritt vorwärts zu gehen, unser Herz jeder göttlichen Wahrheit zu öffnen und es gegen jeden Irrtum zu verschließen. - Herr, lehre mich um jeden Preis, was ich wissen muß, um in diesem heißen Kampf siegreich sein zu können! [Lies Luk. 10,1-3.16-19.]

Einen Namen kenn' ich in der Herrlichkeit,
Heil der Gotteskinder, Sieg in Kampf und Streit.
In der Himmel Himmel funkelt hell sein Glanz,
Seine Gnade leitet und umgibt uns ganz.

Innerhalb des Vorhangs auf dem Gnadenthron,
Wo der Gottheit Fülle offenbar im Sohn,
Dahin ruft uns Jesus, müde, todeswund,
Tut uns Seinen Namen und Sein Herze kund.

Hier ruht unser Glaube, und die Seele legt
Still die Sorgen nieder, die sie sonst bewegt.
Unsre Herzen lernen dort den Siegeston,
Preisend Gott für alles, was Er gab im Sohn.

Wenn der Feind im Dunkeln seine Netze spinnt,
Ist es dieser Name, der uns Deckung bringt;
Anker unsrer Seele, feste, sichre Ruh,
Vor Dir bebt die Hölle, Wehr und Schild bist Du.

Herr, vor deinem Namen beugt sich jedes Knie
Wunderbare Gabe, wer ergründet sie?
Unsrer Herzen Liebe, unser Lob allzeit,
Dir und Deinem Namen, Herr der Herrlichkeit
(Aus „Lieder von Kampf und Herrlichkeit“ von H.-E. Alexander.)

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