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JAHRGANG 1934
Oktober 1934

Dienstag, den 2. Oktober 1934


2. Mose 23,18

Hinsichtlich des Passahfestes wird noch einmal hier betont, daß nichts Gesäuertes mit dem Blut dieses heiligen Opfers verbunden werden durfte. Der Sauerteig, das Bild der Sünde und des Bösen, steht in unvereinbarem Gegensatz zu dem Blut des Opfers, denn letzteres sucht und bewirkt die Vergebung der Schuld und die Versöhnung mit Gott. Ich kann nicht zugleich Verlangen nach Gnade und Verlangen nach der Sünde haben! - Gott fordert bei denen, die Ihn wollen und suchen, Trennung von allem, was Ihm entgegen ist. Paulus ruft den Gläubigen zu: „Sollen wir etwa in der Sünde verharren, damit die Gnade überströme? Das sei ferne! Wir, die wir der Sünde gestorben sind, wie sollten wir noch in ihr leben? Wißt ihr nicht, daß wir, die wir auf Christus Jesus getauft sind, auf Seinen Tod getauft worden sind? So sind wir nun mit Ihm begraben worden durch die Taufe auf den Tod, damit, wie Christus von den Toten Auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters, also auch wir in einem ganz neuen Leben Schritte tun!“ [Lies Eph. 2,1-10.] - Sagt nicht unser Herr Jesus Selbst: „Niemand kann zwei Herren dienen!“? - Als Josua, dieser leuchtende Führer Israels, vor seinem Abscheiden das Volk noch einmal versammelte und ihnen zum Herzen redete, da stellte er sie vor die Entscheidung: „Entscheidet euch heute, wem ihr dienen wollt! Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen!“ - Ist es nicht etwas ganz Undenkbares, nach beiden Seiten zu hinken - nach beiden Seiten unentschieden zu sein? [Lies 1. Kön. 18,21; vgl. Offenb. 2,15.16.] Kannst du, wenn der Herr Jesus dich mit Seinem eigenen Blut losgekauft hat von Welt und Sünde und Ichleben, neben Ihm diesen Sünden noch dienen? Jakobus schreibt den Gläubigen: „Eine Quelle sprudelt doch nicht aus derselben Öffnung süßes und bitteres Wasser hervor! und doch geschieht es bei euch, daß aus einem und demselben Mund Segen und Fluch, Lobpreis und Verwünschung hervorgeht. Liebe Brüder, das sollte nicht so sein!“ - Denken wir auch an unsere Gebete! Wer sich nicht von jeder erkannten Sünde trennt und auf Gottes Seite tritt, kann weder freudig noch erhörlich beten: „Das Opfer derer, die sich nach den göttlichen Geboten nicht richten, ist dem Herrn ein Greuel! Das Gebet der Aufrichtigen dagegen ist Sein Wohlgefallen! - Fern ist Er von denen, die sich von Seinen Vorschriften gelöst haben, aber das Gebet der Gerechten erhört Er!“ [Spr. 15,8.29.] - V. 18b: „Nicht sollt ihr das Fett bei Meinem Feste über Nacht stehen lassen, ehe ihr es Mir darbringt!“ - Das Fett war Gottes Hauptanteil an den Friedensopfern Seines Volkes, und mußte stets zuerst dargebracht werden - ehe der Priester oder das Volk seinen Anteil bekam. (Lies 3. Mos. 3,3-5; 4,8-10.) Deshalb sollte die Darbringung desselben in keiner Weise verzögert werden, denn die Ansprüche Gottes stehen an erster Stelle! (Lies 1. Sam. 2,12-17!) - Wie leicht mißachten wir dies, z. B. bei der Verwendung von Geld und Gut im Kleinen wie im Großen, oder auch bei der Einteilung unserer Zeit! Es ist z. B. eine so große Gnade, daß wir die erste Stunde des Tages unserem Gott weihen dürfen! Tun wir es? - Ein väterlicher Gläubiger sagte oft zu jüngeren Brüdern oder Schwestern: „Ehe du am Morgen das Angesicht eines Menschen siehst, will der Herr Sein Angesicht über dir leuchten lassen und darfst du vor Sein Angesicht kommen!“ - Nicht umsonst ruft uns der Herr Jesus zu: „Trachtet in erster Linie nach der Königsherrschaft Gottes in eurem Leben, dann soll euch alles andere, was ihr braucht, auch zuteil werden!“ - Hier liegt ein Geheimnis wunderbaren Segens für das irdische Leben des Kindes Gottes: dem Herrn den ersten Platz, das erste Anrecht in kleinen und großen Dingen einzuräumen und zuerst an das zu denken, was Ihm zukommt!

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