BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 206 (Opferbestimmungen: Tierblut, Sauerteig, Tierfett, Erstlingsfrüchte, Böcklein und Ziegenmilch)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
D. GESETZ 1: Das Bundesbuch (2. Mose 20-24)

15. Opferbestimmungen: Tierblut, Sauerteig, Tierfett, Erstlingsfrüchte, Böcklein und Ziegenmilch (2. Mose 23,18-19a)


2. MOSE 23,18

18 Du sollst das Blut meines Opfers nicht neben dem Sauerteig opfern, und das Fett von meinem Fest soll nicht bleiben bis auf morgen.

Hinsichtlich des Passahfestes wird noch einmal hier betont, daß nichts Gesäuertes mit dem Blut dieses heiligen Opfers verbunden werden durfte. Der Sauerteig, das Bild der Sünde und des Bösen, steht in unvereinbarem Gegensatz zu dem Blut des Opfers, denn letzteres sucht und bewirkt die Vergebung der Schuld und die Versöhnung mit Gott. Ich kann nicht zugleich Verlangen nach Gnade und Verlangen nach der Sünde haben! - Gott fordert bei denen, die Ihn wollen und suchen, Trennung von allem, was Ihm entgegen ist. Paulus ruft den Gläubigen zu: „Sollen wir etwa in der Sünde verharren, damit die Gnade überströme? Das sei ferne! Wir, die wir der Sünde gestorben sind, wie sollten wir noch in ihr leben? Wißt ihr nicht, daß wir, die wir auf Christus Jesus getauft sind, auf Seinen Tod getauft worden sind? So sind wir nun mit Ihm begraben worden durch die Taufe auf den Tod, damit, wie Christus von den Toten Auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters, also auch wir in einem ganz neuen Leben Schritte tun!“ [Lies Eph. 2,1-10.]

Epheser 2,1-10 -- 1 Und auch euch, da ihr tot waret durch Übertretungen und Sünden, 2 in welchen ihr weiland gewandelt habt nach dem Lauf dieser Welt und nach dem Fürsten, der in der Luft herrscht, nämlich nach dem Geist, der zu dieser Zeit sein Werk hat in den Kindern des Unglaubens, 3 unter welchen auch wir alle weiland unsern Wandel gehabt haben in den Lüsten unsers Fleisches und taten den Willen des Fleisches und der Vernunft und waren auch Kinder des Zorns von Natur, gleichwie auch die andern; 4 Aber Gott, der da reich ist an Barmherzigkeit, durch seine große Liebe, damit er uns geliebt hat, 5 da wir tot waren in den Sünden, hat er uns samt Christo lebendig gemacht (denn aus Gnade seid ihr selig geworden) 6 und hat uns samt ihm auferweckt und samt ihm in das himmlische Wesen gesetzt in Christo Jesu, 7 auf daß er erzeigte in den zukünftigen Zeiten den überschwenglichen Reichtum seiner Gnade durch seine Güte gegen uns in Christo Jesu. 8 Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch den Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, 9 nicht aus den Werken, auf daß sich nicht jemand rühme. 10 Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christo Jesu zu guten Werken, zu welchen Gott uns zuvor bereitet hat, daß wir darin wandeln sollen.

Sagt nicht unser Herr Jesus Selbst: „Niemand kann zwei Herren dienen!“? - Als Josua, dieser leuchtende Führer Israels, vor seinem Abscheiden das Volk noch einmal versammelte und ihnen zum Herzen redete, da stellte er sie vor die Entscheidung: „Entscheidet euch heute, wem ihr dienen wollt! Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen!“ - Ist es nicht etwas ganz Undenkbares, nach beiden Seiten zu hinken - nach beiden Seiten unentschieden zu sein? [Lies 1. Kön. 18,21; vgl. Offenb. 2,15.16.]

1. Könige 18,21 -- Da trat Elia zu allem Volk und sprach: Wie lange hinkt ihr auf beide Seiten? Ist der HERR Gott, so wandelt ihm nach; ist's aber Baal, so wandelt ihm nach. Und das Volk antwortete ihm nichts. / Offenbarung 2,15.16 -- 15 Also hast du auch, die an der Lehre der Nikolaiten halten: das hasse ich. 16 Tue Buße; wo aber nicht, so werde ich dir bald kommen und mit ihnen kriegen durch das Schwert meines Mundes.

Kannst du, wenn der Herr Jesus dich mit Seinem eigenen Blut losgekauft hat von Welt und Sünde und Ichleben, neben Ihm diesen Sünden noch dienen? Jakobus schreibt den Gläubigen: „Eine Quelle sprudelt doch nicht aus derselben Öffnung süßes und bitteres Wasser hervor! und doch geschieht es bei euch, daß aus einem und demselben Mund Segen und Fluch, Lobpreis und Verwünschung hervorgeht. Liebe Brüder, das sollte nicht so sein!“ - Denken wir auch an unsere Gebete! Wer sich nicht von jeder erkannten Sünde trennt und auf Gottes Seite tritt, kann weder freudig noch erhörlich beten: „Das Opfer derer, die sich nach den göttlichen Geboten nicht richten, ist dem Herrn ein Greuel! Das Gebet der Aufrichtigen dagegen ist Sein Wohlgefallen! - Fern ist Er von denen, die sich von Seinen Vorschriften gelöst haben, aber das Gebet der Gerechten erhört Er!“ [Spr. 15,8.29.] - V. 18b: „Nicht sollt ihr das Fett bei Meinem Feste über Nacht stehen lassen, ehe ihr es Mir darbringt!“ - Das Fett war Gottes Hauptanteil an den Friedensopfern Seines Volkes, und mußte stets zuerst dargebracht werden - ehe der Priester oder das Volk seinen Anteil bekam. (Lies 3. Mos. 3,3-5; 4,8-10.)

3. Mose 3,3-5 -- 3 Und er soll von dem Dankopfer dem HERRN opfern, nämlich das Fett, welches die Eingeweide bedeckt, und alles Fett am Eingeweide 4 und die zwei Nieren mit dem Fett, das daran ist, an den Lenden, und das Netz um die Leber, an den Nieren abgerissen. 5 Und Aarons Söhne sollen's anzünden auf dem Altar zum Brandopfer, auf dem Holz, das auf dem Feuer liegt. Das ist ein Feuer zum süßen Geruch dem HERRN. / 3. Mose 4,8-10 -- 8 Und alles Fett des Sündopfers soll er abheben, nämlich das Fett, welches das Eingeweide bedeckt, und alles Fett am Eingeweide, 9 die zwei Nieren mit dem Fett, das daran ist, an den Lenden, und das Netz über der Leber, an den Nieren abgerissen, 10 gleichwie er's abhebt vom Ochsen im Dankopfer; und soll es anzünden auf dem Brandopferaltar.

Deshalb sollte die Darbringung desselben in keiner Weise verzögert werden, denn die Ansprüche Gottes stehen an erster Stelle! (Lies 1. Sam. 2,12-17!)

1. Samuel 2,12-17 -- 12 Aber die Söhne Elis waren böse Buben; die fragten nicht nach dem HERRN 13 noch nach dem Recht der Priester an das Volk. Wenn jemand etwas opfern wollte, so kam des Priesters Diener, wenn das Fleisch kochte, und hatte eine Gabel mit drei Zacken in seiner Hand 14 und stieß in den Tiegel oder Kessel oder Pfanne oder Topf; was er mit der Gabel hervorzog, das nahm der Priester davon. Also taten sie dem ganzen Israel, die dahinkamen zu Silo. 15 Desgleichen, ehe denn sie das Fett anzündeten, kam des Priesters Diener und sprach zu dem, der das Opfer brachte: Gib mir das Fleisch, dem Priester zu braten; denn er will nicht gekochtes Fleisch von dir nehmen, sondern rohes. 16 Wenn dann jemand zu ihm sagte: Laß erst das Fett anzünden und nimm darnach, was dein Herz begehrt, so sprach er zu ihm: Du sollst mir's jetzt geben; wo nicht so will ich's mit Gewalt nehmen. 17 Darum war die Sünde der jungen Männer sehr groß vor dem HERRN; denn die Leute lästerten das Opfer des HERRN.

Wie leicht mißachten wir dies, z. B. bei der Verwendung von Geld und Gut im Kleinen wie im Großen, oder auch bei der Einteilung unserer Zeit! Es ist z. B. eine so große Gnade, daß wir die erste Stunde des Tages unserem Gott weihen dürfen! Tun wir es? - Ein väterlicher Gläubiger sagte oft zu jüngeren Brüdern oder Schwestern: „Ehe du am Morgen das Angesicht eines Menschen siehst, will der Herr Sein Angesicht über dir leuchten lassen und darfst du vor Sein Angesicht kommen!“ - Nicht umsonst ruft uns der Herr Jesus zu: „Trachtet in erster Linie nach der Königsherrschaft Gottes in eurem Leben, dann soll euch alles andere, was ihr braucht, auch zuteil werden!“ - Hier liegt ein Geheimnis wunderbaren Segens für das irdische Leben des Kindes Gottes: dem Herrn den ersten Platz, das erste Anrecht in kleinen und großen Dingen einzuräumen und zuerst an das zu denken, was Ihm zukommt!

(Dienstag, 2. Oktober 1934)

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Zuletzt geändert am 06.11.2015 16:17 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)