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JAHRGANG 1934
Juni 1934

Sonnabend, den 30. Juni 1934


2. Mose 20,13

Sehr beachtenswert ist, daß das Verbot ganz allgemein gehalten ist, so daß nicht nur das Töten des Nebenmenschen, sondern auch der Selbstmord untersagt ist! - Unser Herr Jesus hat in der Bergpredigt zu diesem Gebot eine Auslegung gegeben. (Lies Matth. 5,21.22.) - Dort erkennen wir den himmelweiten Unterschied zwischen den göttlichen und den menschlichen Gedanken über Schuld und Sünde! Auf der Waage des Heiligtums gewogen, ist schon ein liebloses Wort, ein liebloser Blick eine Versündigung gegen dieses Verbot. Jesus sagt, daß jeder, der dem andern ein Wort der Verachtung oder des Hasses zuruft, der Feuerhölle verfallen ist! Also jeder Ärger, jedes bittere Wort, jeder haßerfüllte Gedanke fällt unter dieses nur aus vier Worten bestehende göttliche Verbot: „Du sollst nicht töten!“ - Wollen wir demselben gerecht werden, so gehört auch alles das dazu, was wir anderen schulden, um ihnen Leben und Gesundheit zu erhalten. Habe ich wirklich getan, was ich vermochte, um meinen Angehörigen, Vorgesetzten oder Untergebenen, kurz allen, mit denen ich zu tun habe, die Gesundheit zu erhalten - sie vor Schaden zu bewahren - ihnen, wenn sie krank oder schwächlich waren, zur Genesung zu helfen? - Viele, die gewiß vor Menschen des Totschlages nicht schuldig sind, stehen vor dem heiligen Auge Gottes dennoch als Schuldige, sei es durch Zornesworte, sei es durch unterlassene Liebe und Fürsorge! - Wie viele Kinder haben das Leben ihrer Eltern - wie viele Eltern das Leben ihrer Kinder verkürzt durch den Gram, den sie in ihr Leben brachten. [Lies Spr. 10,1; 17,25; Eph. 6,4; Kol. 3,21.] Wie viele Männer bringen durch ihre Härte oder Untreue lebenverzehrendes Leid in das Leben ihrer Frau - wie manche Frauen in das Leben ihres Mannes! [Lies Mal. 2,13-16.] - Brotherren, Vorgesetzte oder Hausfrauen verschulden sich durch übermäßige Arbeitsforderung an der Lebenskraft ihrer Angestellten. Wahrlich, dieses göttliche Verbot hat uns viel zu sagen! [Lies auch 5. Mos. 24,14.15; Jak. 5,1-6.]

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