BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 174 (Gebot 6: Nicht töten)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
D. GESETZ 1: Das Bundesbuch (2. Mose 20-24)

2. Die Zehn Gebote (2. Mose 20,1-17)

f) Gebot 6: Nicht töten (2. Mose 20,13)


2. MOSE 20,13

Du sollst nicht töten

Sehr beachtenswert ist, daß das Verbot ganz allgemein gehalten ist, so daß nicht nur das Töten des Nebenmenschen, sondern auch der Selbstmord untersagt ist! - Unser Herr Jesus hat in der Bergpredigt zu diesem Gebot eine Auslegung gegeben. (Lies Matth. 5,21.22.)

Matthäus 5,21.22 -- 21 So sollen ihn steinigen alle Leute der Stadt, daß er sterbe, und sollst also das Böse von dir tun, daß es ganz Israel höre und sich fürchte. 22 Wenn jemand eine Sünde getan hat, die des Todes würdig ist, und wird getötet, und man hängt ihn an ein Holz

Dort erkennen wir den himmelweiten Unterschied zwischen den göttlichen und den menschlichen Gedanken über Schuld und Sünde! Auf der Waage des Heiligtums gewogen, ist schon ein liebloses Wort, ein liebloser Blick eine Versündigung gegen dieses Verbot. Jesus sagt, daß jeder, der dem andern ein Wort der Verachtung oder des Hasses zuruft, der Feuerhölle verfallen ist! Also jeder Ärger, jedes bittere Wort, jeder haß erfüllte Gedanke fällt unter dieses nur aus vier Worten bestehende göttliche Verbot: „Du sollst nicht töten!“ - Wollen wir demselben gerecht werden, so gehört auch alles das dazu, was wir anderen schulden, um ihnen Leben und Gesundheit zu erhalten. Habe ich wirklich getan, was ich vermochte, um meinen Angehörigen, Vorgesetzten oder Untergebenen, kurz allen, mit denen ich zu tun habe, die Gesundheit zu erhalten - sie vor Schaden zu bewahren - ihnen, wenn sie krank oder schwächlich waren, zur Genesung zu helfen? - Viele, die gewiß vor Menschen des Totschlages nicht schuldig sind, stehen vor dem heiligen Auge Gottes dennoch als Schuldige, sei es durch Zornesworte, sei es durch unterlassene Liebe und Fürsorge! - Wie viele Kinder haben das Leben ihrer Eltern - wie viele Eltern das Leben ihrer Kinder verkürzt durch den Gram, den sie in ihr Leben brachten. [Lies Spr. 10,1; 17,25; Eph. 6,4; Kol. 3,21.]

Sprüche 10,1 -- Dies sind die Sprüche Salomos. Ein weiser Sohn ist seines Vaters Freude; aber ein törichter Sohn ist seiner Mutter Grämen. / Sprüche 17,25 -- Ein törichter Sohn ist seines Vaters Trauern und Betrübnis der Mutter, die ihn geboren hat. / Epheser 6,4 -- Und ihr Väter, reizet eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie auf in der Vermahnung zum HERRN. / Kolosser 3,21 -- Ihr Väter, erbittert eure Kinder nicht, auf daß sie nicht scheu werden.

Wie viele Männer bringen durch ihre Härte oder Untreue lebenverzehrendes Leid in das Leben ihrer Frau - wie manche Frauen in das Leben ihres Mannes! [Lies Mal. 2,13-16.]

Maleachi 2,13-16 -- 13 Weiter tut ihr auch das: ihr bedeckt den Altar des HERRN mit Tränen und Weinen und Seufzen, daß ich nicht mehr mag das Speisopfer ansehen noch etwas Angenehmes von euren Händen empfangen. 14 Und so sprecht ihr: "Warum das?" Darum daß der HERR zwischen dir und dem Weibe deiner Jugend Zeuge war, die du verachtest, so sie doch deine Gesellin und ein Weib deines Bundes ist. 15 Also tat der Eine nicht, und war doch großen Geistes. Was tat aber der Eine? Er suchte den Samen, von Gott verheißen. Darum so sehet euch vor vor eurem Geist und verachte keiner das Weib seiner Jugend. 16 Wer ihr aber gram ist und verstößt sie, spricht der HERR, der Gott Israels, der bedeckt mit Frevel sein Kleid, spricht der HERR Zebaoth. Darum so seht euch vor vor eurem Geist und verachtet sie nicht.

Brotherren, Vorgesetzte oder Hausfrauen verschulden sich durch übermäßige Arbeitsforderung an der Lebenskraft ihrer Angestellten. Wahrlich, dieses göttliche Verbot hat uns viel zu sagen! [Lies auch 5. Mos. 24,14.15; Jak. 5,1-6.]

5. Mose 24,14.15 -- 14 Du sollst dem Dürftigen und Armen seinen Lohn nicht vorenthalten, er sei von deinen Brüdern oder den Fremdlingen, die in deinem Lande und in deinen Toren sind, 15 sondern sollst ihm seinen Lohn des Tages geben, daß die Sonne nicht darüber untergehe (denn er ist dürftig und erhält seine Seele damit), auf daß er nicht wider dich den HERRN anrufe und es dir Sünde sei. / Jakobus 5,1-6 -- 1 Wohlan nun, ihr Reichen, weinet und heulet über euer Elend, das über euch kommen wird! 2 Euer Reichtum ist verfault, eure Kleider sind mottenfräßig geworden. 3 Euer Gold und Silber ist verrostet, und sein Rost wird euch zum Zeugnis sein und wird euer Fleisch fressen wie ein Feuer. Ihr habt euch Schätze gesammelt in den letzten Tagen. 4 Siehe, der Arbeiter Lohn, die euer Land eingeerntet haben, der von euch abgebrochen ist, der schreit, und das Rufen der Ernter ist gekommen vor die Ohren des HERRN Zebaoth. 5 Ihr habt wohlgelebt auf Erden und eure Wollust gehabt und eure Herzen geweidet am Schlachttag. 6 Ihr habt verurteilt den Gerechten und getötet, und er hat euch nicht widerstanden.

(Samstag, 30. Juni 1934)

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