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JAHRGANG 1934
Juni 1934

Mittwoch, den 20. Juni 1934


2. Mose 20,7

Das dritte Gebot lautet: „Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht zu Eitlem (oder zur Lüge, 3. Mos. 19,11.12) aussprechen; denn der Herr wird den nicht für schuldlos halten, der Seinen Namen mißbraucht!“ In Seinen heiligen Namen hat Gott alles, was Er ist, hineingelegt, Seine ganze Herrlichkeit und Größe, Macht und Barmherzigkeit, Liebe und Heiligkeit. Darum ist Sein Name allen, die Ihn kennen und ehren, unaussprechlich heilig und teuer! - Unser Herr Jesus lehrte die Jünger beten: „Vater, geheiligt werde Dein Name!“ [Luk. 11,2.] David sagt: „Unsere Seele wartet auf den Herrn, unsere Hilfe und unser Schild ist Er, denn in Ihm wird unser Herz sich freuen, weil wir Seinem heiligen Namen vertraut haben!“ Er ruft aus: „Jehova, unser Herr, wie herrlich ist Dein Name auf der ganzen Erde, der Du Deine Majestät gestellt hast über die Himmel.“ (Lies Jes. 25,1; 52,6; 57,15; [Jer. 10,6.7a]; Apgesch. 3,16; 5,40-42.)

Ist es nicht ganz unbegreiflich, daß der gefallene Mensch dazu gekommen ist, den hohen Namen Gottes zu mißbrauchen - nicht nur zu falschem, lügenhaftem Schwören vor Gericht, sondern auch beim alltäglichsten Gespräch um nichts und wieder nichts - zu Verwünschungen, zur Zauberei und Wahrsagerei? Viele Menschen in der Christenheit sind so unwissend, daß sie gar meinen, etwas Frommes zu tun, wenn sie zur Wahrsagerin, zum Wahrsager oder Zauberer gehen, weil hier die „drei höchsten Namen“ angerufen oder niedergeschrieben werden, oder drei Kreuze auf ein Papier gemalt werden. (Lies [5. Mos. 18,9-14; Mal. 3,5]; Apgesch. 19,13-17.) O arme, betrogene und verblendete Namenchristenheit! - Die traurige Gewohnheit, den Namen Gottes oder des Herrn Jesu leichtfertig auszusprechen, liegt dem natürlichen Menschenherzen merkwürdig nahe und geht durch die ganze Namenchristenheit. Vielleicht ist sie im deutschen Volke am meisten verbreitet als eine von Geschlecht zu Geschlecht vererbte Sünde! - Bedenke, o Mensch, du wirst in deiner Sterbestunde keinen anderen Namen wissen, den du anrufen könntest, als nur den heilbringenden Namen des Sohnes Gottes, des Herrn Jesu. (Lies Apgesch. 4,12.) Kein Mensch würde es sich gefallen lassen, wenn man seinen Namen bei ganz gleichgültigen Dingen und ohne jeden Zusammenhang ausrufen würde. Aber Gott gegenüber gestatten sich die Menschen dies ungescheut! - Der gesegnete Missionar Hebich in Indien befand sich, wie so oft, eines Tages im Kreise der englischen Offiziere. Mitten im Gespräch wiederholte er immer wieder und ohne Grund den Namen eines der Anwesenden. Dieser erregte sich sehr. Und der treue Zeuge des Herrn konnte nun allen Tischgenossen zeigen, wie sie, ohne sich dessen überhaupt bewußt zu werden, beständig Gott beleidigten durch den Mißbrauch Seines Namens! - Gott sagt hier, daß Er dies als eine große Sünde ansieht und den nicht ungestraft lassen wird, der Seinen Namen unnötig ausspricht. [Vgl. 3. Mos. 24,10-16.] Sollte es unter unseren Lesern noch den einen oder anderen geben, welcher diese Sünde tut? - Und wie stellst du dich dazu, wenn andere den Namen Gottes und des Herrn Jesu zu eitlen, alltäglichen Dingen aussprechen? Wir sind den Menschen schuldig, ihnen warnend und liebend zu sagen, was sie damit tun. Welche ungeheure Last von Schuld ist auf diesem Gebiet im Leben vieler Menschen aufgehäuft durch die Länge der Jahre! In den Büchern Gottes wird jede Mißachtung Seiner göttlichen Majestät gebucht, und die Menschen werden gerichtet werden nach dem, was in den Büchern geschrieben steht! Der Herr Jesus spricht: „Ich sage euch aber, daß die Menschen von jedem unnützen Wort, das sie reden, Rechenschaft geben müssen am Tage des Gerichts! Denn aus deinen Worten wirst du gerechtfertigt werden, und aus deinen Worten wirst du verdammt werden!

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