BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 163 (Gebot 2: Mache dir kein Bildnis und bete sie nicht an)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
D. GESETZ 1: Das Bundesbuch (2. Mose 20-24)

2. Die Zehn Gebote (2. Mose 20,1-17)

b) Gebot 2: Mache dir kein Bildnis und bete sie nicht an (2. Mose 20,4-6)


2. MOSE 20,5-6

5 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Väter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied, die mich hassen; 6 und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich liebhaben und meine Gebote halten.

„Gerade wo die Sünde überaus groß geworden ist, da erzeigt sich die göttliche Barmherzigkeit noch viel, viel größer!“ Wenn Gott die Sünde der Väter an den Kindern heimsuchen muß bis ins dritte und vierte Glied bei denen, die Ihn hassen, so läßt Er Seine Gnade bis ins tausendste Glied übergehen bei denen, die Ihn lieben und Seine Gebote halten. Der Segens folgen sind also unendlich mehr in der Welt, als der Sünden folgen, selbst im Leben solcher, die schwer an der vererbten Sünde - an der vererbten Schuld und Strafe ihrer Vorfahren tragen. Die Gnade ist unendlich größer und mächtiger, als alle Sünde in der Welt! [Lies Jes. 54,7-10.]

Jesaja 54,7-10 -- 7 Ich habe dich einen kleinen Augenblick verlassen; aber mit großer Barmherzigkeit will ich dich sammeln. 8 Ich habe mein Angesicht im Augenblick des Zorns ein wenig vor dir verborgen, aber mit ewiger Gnade will ich mich dein erbarmen, spricht der HERR, dein Erlöser. 9 Denn solches soll mir sein wie das Wasser Noahs, da ich schwur, daß die Wasser Noahs sollten nicht mehr über den Erdboden gehen. Also habe ich geschworen, daß ich nicht über dich zürnen noch dich schelten will. 10 Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen; aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HERR, dein Erbarmer.

Ja, der Gott, der Seines ein geborenen Sohnes nicht verschont, sondern Ihn für uns alle hingegeben hat - wie sollte Er uns mit Ihm nicht auch alles schenken? - Willst du teilhaben an all den Freuden und Segnungen, an all den Gnaden und Herrlichkeiten im Königreich Gottes jetzt und ewiglich - o so gliedere dich ganz ein in die Schar der Bußfertigen und Demütigen, welche dem Herrn Jesus huldigen - das ewige Leben schon hier ergreifen und in Seinen Fußtapfen wandeln! (Lies 1. Joh. 4,9-19!)

1. Johannes 4,9-19 -- 9 Daran ist erschienen die Liebe Gottes gegen uns, daß Gott seinen eingeborenen Sohn gesandt hat in die Welt, daß wir durch ihn leben sollen. 10 Darin steht die Liebe: nicht, daß wir Gott geliebt haben, sondern daß er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden. 11 Ihr Lieben, hat uns Gott also geliebt, so sollen wir uns auch untereinander lieben 12 Niemand hat Gott jemals gesehen. So wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist völlig in uns. 13 Daran erkennen wir, daß wir in ihm bleiben und er in uns, daß er uns von seinem Geiste gegeben hat. 14 Und wir haben gesehen und zeugen, daß der Vater den Sohn gesandt hat zum Heiland der Welt. 15 Welcher nun bekennt, daß Jesus Gottes Sohn ist, in dem bleibt Gott und er in Gott. 16 Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat. Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. 17 Darin ist die Liebe völlig bei uns, daß wir eine Freudigkeit haben am Tage des Gerichts; denn gleichwie er ist, so sind auch wir in dieser Welt. 18 Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die völlige Liebe treibt die Furcht aus; denn die Furcht hat Pein. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht völlig in der Liebe. 19 Lasset uns ihn lieben; denn er hat uns zuerst geliebt.

In welcher Weise Gott die verschiedenen Gesetze Seines Handelns und Regierens im Leben der Menschenkinder zu vereinigen weiß - wie Er Barmherzigkeit und Heiligkeit - Seine rettende Macht an der Seele des Menschen mit den Folgen der eigenen Verkehrtheit und Sünde in Einklang zu bringen weiß, das wollen wir in Demut Seiner Weisheit und Barmherzigkeit überlassen ! (Lies Ps. 89,30-34 [Luth. 31-35].)

Psalm 89,31-35 -- 31 Wo aber seine Kinder mein Gesetz verlassen und in meinen Rechten nicht wandeln, 32 so sie meine Ordnungen entheiligen und meine Gebote nicht halten, 33 so will ich ihre Sünde mit der Rute heimsuchen und ihre Missetat mit Plagen; 34 aber meine Gnade will ich nicht von ihm wenden und meine Wahrheit nicht lassen trügen. 35 Ich will meinen Bund nicht entheiligen, und nicht ändern, was aus meinem Munde gegangen ist

Für uns, die wir Gott kennen, ist es nur wichtig, daß wir fortfahren uns zu reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und des Geistes und daß wir unsere praktische Heiligung und Weihe für Gott vollenden in tiefer Ehrfurcht vor Ihm! - Auch ist es unsere heilige Pflicht und köstliche Aufgabe, uns unserer Mitmenschen in göttlicher Liebe anzunehmen. Wir können wesentlich dazu beitragen, daß Menschenkinder aus Not und Schuld, aus Elend und Herzeleid herausgeführt und noch rechtzeitig zur Erkenntnis des großen Heils und des großen Heilandes gebracht werden. Durch Seine Drohungen und Strafen will Gott erreichen, daß die Menschen sich fürchten lernen vor der Sünde. Doch hinter dem Wolkendunkel mit Donner, Blitz und Posaunenschall lag schon verborgen der Zugang zur Gnade - zum Herzen des Gottes, der die Liebe ist! [Lies Gal. 3,11-14.21-28!]

Galater 3,11-14.21-28 -- 11 Daß aber durchs Gesetz niemand gerecht wird vor Gott, ist offenbar; denn "der Gerechte wird seines Glaubens leben." 12 Das Gesetz aber ist nicht des Glaubens; sondern "der Mensch, der es tut, wird dadurch leben." 13 Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er ward ein Fluch für uns (denn es steht geschrieben: "Verflucht ist jedermann, der am Holz hängt!"), 14 auf daß der Segen Abrahams unter die Heiden käme in Christo Jesu und wir also den verheißenen Geist empfingen durch den Glauben. ... 21 Wie? Ist denn das Gesetz wider Gottes Verheißungen? Das sei ferne! Wenn aber ein Gesetz gegeben wäre, das da könnte lebendig machen, so käme die Gerechtigkeit wahrhaftig aus dem Gesetz. 22 Aber die Schrift hat alles beschlossen unter die Sünde, auf daß die Verheißung käme durch den Glauben an Jesum Christum, gegeben denen, die da glauben. 23 Ehe denn aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Gesetz verwahrt und verschlossen auf den Glauben, der da sollte offenbart werden. 24 Also ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christum, daß wir durch den Glauben gerecht würden. 25 Nun aber der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeister. 26 Denn ihr seid alle Gottes Kinder durch den Glauben an Christum Jesum. 27 Denn wieviel euer auf Christum getauft sind, die haben Christum angezogen. 28 Hier ist kein Jude noch Grieche, hier ist kein Knecht noch Freier, hier ist kein Mann noch Weib; denn ihr seid allzumal einer in Christo Jesu.

Der Anfang zu jeder Verbindung zwischen Gott und dem Sünder ist die Furcht des Herrn: „Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit!“ - Jeder Aufrichtige, der die zehn Gebote als Forderung des heiligen Gottes in Demut anerkennt, wird unbedingt von seiner Schuld überführt - von der gewaltigen Scheidewand, die er durch seine Sünden zwischen sich und seinem Gott aufgerichtet hat! Alsdann wird die Frage wach: „Gibt es für mich noch eine Rettung? Gibt es Gnade und Heil bei Gott für einen solchen Sünder?“ - So ist also das Gesetz der ernste Erzieher und Zuchtmeister für die Menschen, der ihnen ihre Schuld und ihr Verlorensein zeigt und sie zu dem Herrn Jesus, dem großen Retter und Erlöser, hinführen soll. Derselbe Gott, dessen Heiligkeit und Gerechtigkeit sich am Sinai in so erschütternder Weise offenbarte, ist es, der am Kreuze von Golgatha den eigenen, eingeborenen Sohn leiden und sterben ließ an Stelle der schuldigen Sünder! - Und nun ist für jeden, der sich in seiner Schuld und Gebundenheit erkennt, der Weg der Rettung aufgetan, ein Weg, den der Einfältigste betreten kann – der Weg der tiefen Buße und Reue, der Weg des Vertrauens zu Jesus, dem Sohne Gottes, und zu Seinem vollbrachten Erlösungswerk!

(Dienstag, 19. Juni 1934)

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