BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

(www.wol-blz.net)

Suchen nach:
Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 162 (Gebot 2: Mache dir kein Bildnis und bete sie nicht an)
Diese BLZ Andacht: -- Im Original -- ERWEITERT

Vorige Andacht -- Nächste Andacht

DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
D. GESETZ 1: Das Bundesbuch (2. Mose 20-24)

2. Die Zehn Gebote (2. Mose 20,1-17)

b) Gebot 2: Mache dir kein Bildnis und bete sie nicht an (2. Mose 20,4-6)


2. MOSE 20,5-6

5 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Väter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied, die mich hassen; 6 und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich liebhaben und meine Gebote halten.

2. MOSE 34,5-7

5 Da kam der HERR hernieder in einer Wolke und trat daselbst zu ihm und rief aus des HERRN Namen. 6 Und der HERR ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: HERR, HERR, GOTT, barmherzig und gnädig und geduldig und von großer Gnade und Treue! 7 der da bewahrt Gnade in tausend Glieder und vergibt Missetat, Übertretung und Sünde, und vor welchem niemand unschuldig ist; der die Missetat der Väter heimsucht auf Kinder und Kindeskinder bis ins dritte und vierte Glied.

In Seinem heiligen Eifer für Seine Ehre und für das Wohl Seines erlösten Volkes muß Gott die Sünde hassen und strafen, ja, sie ganz verbannen aus Seinem Reich! Seinem göttlich liebenden Herzen ist das Richten und Strafen ein schweres Werk - ein fremdes Werk; „denn nicht von Herzen plagt und betrübt Er die Menschenkinder“! (Klagel. 3,31-33; vgl. Jes. 28,21; [Luk. 19,12-24].)

Klagelieder 3,31-33 -- 31 Denn der HERR verstößt nicht ewiglich; 32 sondern er betrübt wohl, und erbarmt sich wieder nach seiner Güte. 33 Denn er nicht von Herzen die Menschen plagt und betrübt. / Jesaja 28,21 -- Denn der HERR wird sich aufmachen wie auf dem Berge Perazim und zürnen wie im Tal Gibeon, daß er sein Werk vollbringe auf eine fremde Weise und daß er seine Arbeit tue auf seltsame Weise. / Lukas 19,12-24 -- 12 und sprach: Ein Edler zog ferne in ein Land, daß er ein Reich einnähme und dann wiederkäme. 13 Dieser forderte zehn seiner Knechte und gab ihnen zehn Pfund und sprach zu ihnen: Handelt, bis daß ich wiederkomme! 14 Seine Bürger aber waren ihm feind und schickten Botschaft ihm nach und ließen sagen: Wir wollen nicht, daß dieser über uns herrsche. 15 Und es begab sich, da er wiederkam, nachdem er das Reich eingenommen hatte, hieß dieselben Knechte fordern, welchen er das Geld gegeben hatte, daß er wüßte, was ein jeglicher gehandelt hätte. 16 Da trat herzu der erste und sprach: Herr, dein Pfund hat zehn Pfund erworben. 17 Und er sprach zu ihm: Ei, du frommer Knecht, dieweil du bist im Geringsten treu gewesen, sollst du Macht haben über zehn Städte. 18 Der andere kam und sprach: Herr dein Pfund hat fünf Pfund getragen. 19 Zu dem sprach er auch: Du sollst sein über fünf Städte. 20 Und der dritte kam und sprach: Herr, siehe da, hier ist dein Pfund, welches ich habe im Schweißtuch behalten; 21 ich fürchtete mich vor dir, denn du bist ein harter Mann: du nimmst, was du nicht hingelegt hast, und erntest, was du nicht gesät hast. 22 Er sprach zu ihm: Aus deinem Munde richte ich dich, du Schalk. Wußtest Du, daß ich ein harter Mann bin, nehme, was ich nicht hingelegt habe, und ernte, was ich nicht gesät habe? 23 Warum hast du denn mein Geld nicht in die Wechselbank gegeben? Und wenn ich gekommen wäre, hätte ich's mit Zinsen erfordert. 24 Und er sprach zu denen, die dabeistanden: Nehmt das Pfund von ihm und gebt es dem, der zehn Pfund hat.

Darum hat Gott auch in Seiner Liebe einen Weg gefunden, die schuldigen Menschenkinder zu erlösen, sie zu retten und selig zu machen, statt sie zu verderben, wie sie es verdient haben! Dieser Weg zur Errettung der Welt hat Gott alles gekostet: „So sehr hat Gott die ganze Menschheit geliebt, daß Er Seinen eingeborenen Sohn opferte, damit jeder, der auf Ihn (den Herrn Jesus) sein Vertrauen setzt, nicht verlorengehe, sondern schon jetzt und für immer das ewige Leben habe!“ - Nun braucht niemand mehr unter der Last und dem Fluch seiner Sünde zu bleiben. Jedem Menschen steht die Zuflucht zu dem großen Erbarmen Gottes und zu Seinem Heil in Jesus offen. Ja, die göttliche Liebe bittet und beschwört den Sünder, seinen verkehrten Weg zu verlassen und rechtzeitig Heil zu suchen und zu finden in dem vollbrachten Erlösungswerk Jesu Christi. - Doch wehe denen, die es wagen, mit unvergebener Sünde weiterzulaufen! Sie häufen sich Zorn auf, auf den großen Tag des Zornes, an welchem das gerechte Gericht Gottes offenbar werden und Er einem jeden vergelten wird nach seinen Werken. - Man verachtet den Reichtum der göttlichen Gütigkeit und Geduld und Langmut, wenn man sich nicht durch Seine Güte zur Buße und zur Abkehr von der Sünde leiten läßt. Und nicht nur das - man bringt auch seine Mitmenschen durch Sünde und Unbußfertigkeit ins Unglück: Gott sucht die Ungerechtigkeit der Väter heim an ihren Kindern und Kindeskindern! - Es schließt eine große Verantwortung in sich, Kindern das Leben zu geben, denn mit dem Leben vererben wir ihnen auch unsere ganze Sündhaftigkeit. Schon um ihrer Kinder willen sollten Eltern ihre Zuflucht zu der herrlichen Erlösung nehmen, die uns in Jesus angeboten wird. - Sünde und Ungerechtigkeit bringt ihre Folgen auf Kinder und Kindeskinder. Die menschliche Familie ist ein lebendiger Organismus, in welchem sich die Sünde und das Übel als Fluch und Strafe und Gebundenheit weiterpflanzt! Wie die Kinder von ihren Eltern Natur und Wesen empfangen, so haben sie auch an deren Schuld zu tragen und zu büßen. (Lies [2. Sam. 21,1-6]; 1. Kön. 21,20-26.)

2. Samuel 21,1-6 -- 1 Es war auch eine Teuerung zu Davids Zeiten drei Jahre aneinander. Und David suchte das Angesicht des HERRN; und der HERR sprach: Um Sauls willen und um des Bluthauses willen, daß er die Gibeoniter getötet hat. 2 Da ließ der König die Gibeoniter rufen und sprach zu ihnen. (Die Gibeoniter aber waren nicht von den Kindern Israel, sondern übrig von den Amoritern; aber die Kinder Israel hatten ihnen geschworen, und Saul suchte sie zu schlagen in seinem Eifer für die Kinder Israel und Juda.) 3 So sprach nun David zu den Gibeonitern: Was soll ich euch tun? und womit soll ich sühnen, daß ihr das Erbteil des HERRN segnet? 4 Die Gibeoniter sprachen zu ihm: Es ist uns nicht um Gold noch Silber zu tun an Saul und seinem Hause und steht uns nicht zu, jemand zu töten in Israel. Er sprach: Was sprecht ihr denn, daß ich euch tun soll? 5 Sie sprachen zum König: Den Mann, der uns verderbt und zunichte gemacht hat, sollen wir vertilgen, daß ihm nichts bleibe in allen Grenzen Israels. 6 Gebt uns sieben Männer aus seinem Hause, daß wir sie aufhängen dem HERRN zu Gibea Sauls, des Erwählten des HERRN. Der König sprach: Ich will sie geben. / 1. Könige 21,20-26 -- 20 Und Ahab sprach zu Elia: Hast du mich gefunden, mein Feind? Er aber sprach: Ja, ich habe dich gefunden, darum daß du dich verkauft hast, nur Übles zu tun vor dem HERRN. 21 Siehe, ich will Unglück über dich bringen und deine Nachkommen wegnehmen und will von Ahab ausrotten, was männlich ist, den der verschlossen und übriggelassen ist in Israel, 22 und will dein Haus machen wie das Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats, und wie das Haus Baesas, des Sohnes Ahias, um des Reizens willen, durch das du mich erzürnt und Israel sündigen gemacht hast. 23 Und über Isebel redete der HERR auch und sprach: Die Hunde sollen Isebel fressen an der Mauer Jesreels. 24 Wer von Ahab stirbt in der Stadt, den sollen die Hunde fressen; und wer auf dem Felde stirbt, den sollen die Vögel unter dem Himmel fressen. 25 (Also war niemand, der sich so gar verkauft hätte, übel zu tun vor dem HERRN, wie Ahab; denn sein Weib Isebel überredete ihn also. 26 Und er machte sich zum großen Greuel, daß er den Götzen nachwandelte allerdinge, wie die Amoriter getan hatten, die der HERR vor den Kindern Israel vertrieben hatte.)

Diese Wahrheit hat sich aus vielfacher Lebenserfahrung selbst denkenden Heiden aufgedrungen. Doch ist sie nicht ein undurchbrechbares Naturgesetz. Gott, der Licht und Liebe ist, regiert die Welt, und Er hemmt den Lauf Seines Strafgerichts, sobald der Sünder sich durch die Strafe zur Besinnung und Buße bringen läßt und auf die Stimme Gottes hört! - Ja, Gott ist reich an Barmherzigkeit und Vergebung; Er vergibt Sünde und Missetaten und findet Seine Wonne im Begnadigen und im Segnen. - Wir Kinder Gottes müssen im Rückblick erkennen: „Wir waren Kinder des Ungehorsams, taten wie die anderen den Willen des Fleisches und unserer Gedanken und waren von Natur Kinder des Zornes wie alle übrigen! Aber Gott, der so wunderbar reich ist an Barmherzigkeit, hat in Seiner großen Liebe, mit der Er uns geliebt hat, auch uns, da wir in unseren Missetaten tot waren, mit dem Herrn Jesus lebendig gemacht und hat uns mit Ihm auferweckt!

(Montag, 18. Juni 1934)

www.WoL-BLZ.net

Zuletzt geändert am 07.09.2015 10:15 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)