BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1934
April 1934

Donnerstag, den 19. April 1934


2. Mose 16,1-3; [Micha 6,1-4]

In Elim wunderbar gestärkt und erquickt, brachen die Kinder Israel auf und kamen in die Wüste Sin. Sechs Wochen waren verflossen seit ihrem Auszuge aus dem Lande Ägypten. Ihre Lebensmittelvorräte waren aufgebraucht. Statt nun zu ihrem herrlichen Gott betend und vertrauensvoll aufzublicken, beginnen sie, sobald sie den Mangel wahrnehmen, gegen ihre Führer, Mose und Aaron, zu murren! Es gilt ihnen hier das Wort : „Ihr erlangt nichts, weil ihr nicht betet; oder aber ihr betet und empfangt doch nichts, weil ihr in böser Absicht betet - nämlich um das Erbetenen euren Lüsten wieder zu vergeuden!“ - In seinem Unmut wünscht Israel, lieber in Ägypten bei den vom Herrn verhängten Plagen umgekommen zu sein, als hier in der Wüste vor Hunger langsam hinzusterben. Die Fleischtöpfe Ägyptens stehen verlockend vor ihnen, während sie ganz vergessen haben, wie peinvoll und hart ihr Sklavendienst dort täglich und stündlich auf ihnen gelastet hatte. Wäre es möglich, daß Gott sie mit so großer Liebe und Macht, mit Wundern und Zeichen aus der Sklaverei Ägyptens erlöst hätte, um sie nun in der Wüste eine Beute des Hungers werden zu lassen? - In ihrer Unreife und Verbitterung vergessen sie ganz, wer ihr allmächtiger und gnädiger Befreier ist, und machen ihren Führern den schweren Vorwurf: „Ihr habt uns in diese Wüste herausgeführt, um diese ganze Gemeinde Hungers sterben zu lassen!“ - In Wirklichkeit hatte ihnen bis zu dieser Stunde ja noch nichts gemangelt; und es sollte ihnen auch nichts mangeln, denn Jehova war ihr Hirte! Die Schrift sagt: „Fürchtet den Herrn, ihr, Seine Heiligen; denn keinen Mangel haben, die Ihn fürchten. Junge Löwen darben und leiden Hunger; aber wer den Herrn suchet, der entbehrt nichts Gutes!“ (Lies Luk. 12,22-32; Röm. 8,32; Phil. 4,19,20!) - Ist es dir bewußt, Kind Gottes, daß Sorgen Sünde ist - daß Bitterkeit und Unzufriedenheit Majestätsbeleidigung deines Gottes bedeutet? – In Ps. 106 heißt es im Blick auf das Volk Israel: „Schnell vergaßen sie des Herrn Wundertaten, warteten nicht auf Seinen Rat. Sie gaben sich ihren Gelüsten hin in der Wüste und versuchten Gott in der Einöde.“ Gott wollte sie ja nur von den Speisen Ägyptens entwöhnen, damit sie das Manna, das Er ihnen zu geben beabsichtigte, schätzen und genießen sollten. In Wahrheit waren sie noch nicht wirklich hungrig, sondern vielmehr lüstern! - Alles Murren, alle Auflehnung und Unzufriedenheit kommt aus einem unzerbrochenen und undankbaren Herzen. Seinen geliebten Philippern schreibt Paulus: „Tut alles ohne Murren und ohne zweifelnde Überlegungen, damit ihr tadellos und lauter seid - Kinder Gottes ohne Fehl inmitten eines verkehrten und entarteten Geschlechts! In dieser Umgebung dürft ihr leuchten als Himmelslichter (Sterne) und dürft durch euer Verhalten darstellen das Wort des Lebens. Dies dient mir, der ich euer geistlicher Vater bin und euch so sehr liebe, zum Ruhm auf den großen Tag Christi!“ - Von den Menschen der letzten Tage sagt der Apostel Judas: „Diese Leute murren und sind mit ihrem Los unzufrieden, während sie nach ihren Lüsten wandeln und ihr Mund stolze Worte redet!“ - Wenn wir in Wahrheit Kinder Gottes sind, so sollen wir verstehen lernen, was es heißt „im Geiste wandeln!“ - „Wenn ihr nach dem Sinn eures natürlichen Menschen lebet, so werdet ihr sterben. Wenn ihr dagegen durch den Geist die sündlichen Triebe ertötet, so werdet ihr in Wahrheit leben! Denn alle, die sich durch den Geist Gottes leiten lassen, die sind wahre Kinder Gottes! Bemühet euch nicht um die vergängliche Speise, sondern um die Speise, die bis ins ewige Leben vorhält - die des Menschen Sohn euch gibt.“ - Viele Menschen, auch Kinder Gottes, legen noch so großes Gewicht auf Essen und Trinken und denken nicht daran, daß ihr innerer Mensch Nahrung aus dem Himmel braucht! [Jer. 15,16; Ps. 19,10.11 (Luth. 11.12); 119,97-104.]

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