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JAHRGANG 1934
April 1934

Mittwoch, den 18. April 1934


2. Mose 15,27; Psalm 23,1-3

Der liebliche Schatten der Palmbäume und die erfrischenden Wasser der Quellen Elims - sie waren allerdings noch nicht Kanaan, sondern nur eine vorübergehende Erquickung, ein Vorgeschmack jenes glücklichen Landes, das Gott für Seine Auserwählten jenseits der Wüste bereitet hatte, damit sie dort auf immer ihre Heimat fänden. Doch wie notwendig und wohltuend war auch die nur vorübergehende Erquickung für das ermattete Volk Gottes! Hier mangelte ihm nichts, denn der Herr, sein Hirte, lagerte Israel „auf grüner Aue und an stillen Wassern. Er erquickte die Seele Seines Volkes, damit sie hernach gestärkt an Leib und Seele voranschreiten könnten auf Pfaden der Gerechtigkeit, auf welchen Er sie leitete um Seines Namens willen!“ (Lies 5. Mos. 2,7; Ps. 63,1-8 [Luth. 2-9].) - Die 12 Wasserquellen und die 70 Palmbäume deuten wohl hin auf die Erquickung und den Schutz, welche Gott Seinem Volke zuteil werden läßt durch Werkzeuge Seines Geistes. Wir hören im Epheserbrief: „Christus, das erhöhte Haupt, hat die einen gegeben als Apostel, andere als Propheten, andere als Evangelisten, Hirten und Lehrer, damit Seine Heiligen vollendet werden. Durch sie soll das Werk des Dienstes, die Auferbauung des Leibes Christi geschehen, bis wir alle hingelangen zu einheitlichem Glauben und Erkennen des Sohnes Gottes, zur vollen Reife - damit wir in ganzem Ausmaß die Fülle Christi erfassen können!“ [Lies Eph. 1,15-23; 4,15; 2. Petr. 3,17.18.] Könnten wir nicht die Apostel und Propheten und jeden vom Geiste Christi erfüllten Menschen vergleichen mit einem Palmbaum, in dessen Schatten man ausruhen und sich erquicken kann? In Ps. 92 heißt es: „Der Gerechte wird sprossen wie ein Palmbaum, wie eine Zeder auf dem Libanon wird er emporwachsen. Die gepflanzt sind im Hause des Herrn, werden blühen in den Vorhöfen unseres Gottes. Noch im Greisenalter bringen sie reiche Frucht, sind saftvoll und frisch, um zu verkündigen, daß der Herr gerecht ist!“ [Vgl. Jer. 17,7.8; Ps. 1,1-3.] - Unser Herr Jesus sagt: „Wer so an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leibe - d. h. von dessen praktischem täglichem Leben - werden Ströme lebendigen Wassers fließen! Dies aber sagte Er von dem Geiste, welchen die an Ihn Glaubenden empfangen sollten.“ (Lies auch Joh. 4,14.)

Laß mein Leben werden
Wie ein'n Gartenquell,
Dessen Strom nicht trüget,
Dessen Wasser hell –

Der die Müden tränket,
Durstige beglückt,
Und an dem Dein Auge,
Heiland, sich erquickt!

Es gibt Erquickungen, die wir unmittelbar vom Herrn empfangen. Wir schöpfen ohne menschliche Vermittlung aus Ihm Selbst unsere Kraft, unsere Freude! So tranken hernach die Kinder Israel unmittelbar aus dem Felsen, welcher während der ganzen Wüstenreise stets bei ihnen war. (Vgl. 1. Kor. 10,4.) - Doch gerade am Anfang des Glaubenslebens, wie auch fernerhin, schenkt Gott auch wunderbare Segnungen, innere Hilfe und Schutz durch menschliche Werkzeuge. Paulus schreibt den Römern: „Ich flehe allezeit in meinen Gebeten, ob ich nun endlich einmal durch den Willen Gottes so glücklich sein möchte, zu euch zu kommen, denn mich verlangt sehr euch zu sehen, um euch mit dieser oder jener geistlichen Gnadengabe zu dienen und euch in eurem Glaubensleben zu befestigen! Das bedeutet aber: mit euch getröstet zu werden, wenn ich bei euch bin, ein jeder durch das Vertrauen des anderen.“ (Die Zahlen 12 und 70 sind bedeutungsvoll. Zwölf Apostel hat der Herr Jesus Seiner Gemeinde gegeben. Siebzig Jünger sandte Er aus zum Dienst an den Menschenseelen im jüdischen Lande!)

Hier bin ich, Herr, ja sende, sende mich;
Durch Blut erkauft, bin ich nur da für Dich.

Dein Dienst ist meine Freude ewiglich
O sende mich, ja mich!

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Zuletzt geändert am 17.03.2014 13:13 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)