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JAHRGANG 1934
März 1934

Sonnabend, den 10. März 1934


2. Mose 13,1.2; 22,29b [Luth. 28B]

Auf die vom göttlichen Strafgericht in Ägypten verschonte Erstgeburt Israels macht Gott Anspruch: „Heilige Mir alles Erstgeborene unter den Kindern Israel; es ist Mein!“ – Diese Weihe für Gott kann aber nur geschehen auf dem Wege des Todes für die menschliche Natur, weil diese sündig ist. Der Mensch wird hier auf die gleiche Stufe gestellt mit einem unreinen Tier: Ein erstgeborener Esel (unreines Tier) mußte durch ein stellvertretendes Lamm (reines Tier) gelöst werden. Geschah das nicht, so mußte ihm das Genick gebrochen werden. Ebenso mußte auch jeder erstgeborene Sohn der Israeliten durch ein Lamm gelöst werden! (2. Mos. 13,13.) Dies einzusehen und anzuerkennen war für die Israeliten sehr demütigend und zeigt auch uns, auf welche Stufe unsere Sünde und die Sünde unserer Voreltern uns gebracht hat. – Erlösung durch ein stellvertretendes Opfer ist der einzige Weg zur Rettung! „Christus hat uns losgekauft vom Fluch, indem Er an unserer Stelle ein Fluch geworden ist! Denn es steht geschrieben: Verflucht ist jeder, der am Holz hängt! – Auf diese Weise konnte der Abraham versprochene Segen auch zu den Nichtjuden kommen, so daß auch wir die von altersher verheißene Segnung – den Heiligen Geist – empfangen haben!“ [Gal.3,13.14.] Da die Erstgeborenen eines Volkes das ganze Volk darstellen, so ging diese Anordnung das ganze Israel an und sagte ihnen, daß sie von Natur alle Sünder und Gott mißfällig seien und nur durch ein stellvertretendes, reines Opfer dem göttlichen Gericht entrinnen konnten. [2. Mos. 4,22.] – Wie groß ist doch die Herablassung unseres Herrn Jesu, daß Er, welcher Gott von Ewigkeit war, ein Kindlein in der Krippe wurde – daß Er es sich gefallen ließ, daß Seine Eltern Ihn 33 Tage nach der Geburt [3. Mos. 12,1-8] nach Jerusalem brachten und Ihn Gott weihten im Tempel. Von keinem Kindlein konnte es je in diesem Sinn und Maß heißen: Heilig dem Herrn! wie von dem Jesuskindlein. [Lies Luk. 2,22-24.] - Wir alle sind durch die Sünde unreine Menschen und daher Gott mißfällig: „Es gibt da keinen Unterschied – alle haben gesündigt und können so, wie sie sind, die Herrlichkeit Gottes nicht erreichen!Jesus aber, das Lamm Gottes, hat Sich an unserer Stelle geopfert. Wer sich persönlich in tiefer Reue von der Sünde weg zu Gott bekehrt und sich im Glauben den Opfertod Christi aneignet, der entrinnt dem wohlverdienten, göttlichen Zorn. Er findet Gnade und Annahme bei Gott, ja, er ist von diesem Augenblick an wohlgefällig und angenehm bei Gott durch Jesus, der für uns starb und auferstand und der Gottes Wonne ist. In dieser neuen, herrlichen Gnadenstellung darf und soll jeder Erlöste sich Gott weihen und Ihm geheiligt sein! (Lies Röm. 5,19 - 6,11.) – Ist es nicht köstlich, daß es nun für uns, die Erlösten, heißt: „Ihr seid ja nicht gekommen zu dem irdischen Berge Sinai, der in Feuersglut brannte, nicht in die Finsternis, das Dunkel und den schrecklichen Sturm, auch nicht in den erschreckenden Posaunenhall und zu den Donnerworten, bei deren Schall die Hörer baten, es möge nicht weiter zu ihnen geredet werden, denn sie konnten es nicht ertragen! Ja, die Erscheinung war so schrecklich, daß selbst Mose ausrief: „Ich bin voll Furcht und Zittern!“ Nein, ihr seid gekommen zu dem Berge Zion – zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem – zu der Festversammlung der vielen Tausende von Engeln – zu der Gemeinde der Erstgeborenen, deren Namen in den himmlischen Welten eigetragen sind – vor allem zu dem Herrn Jesus, der uns eine ganz neue Gottesstiftung vermittelt hat!“

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