BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1934
März 1934

Sonntag, den 4. März 1934


2. Mose 12,29-34

Um Mitternacht, als ganz Ägypten in tiefem Schlafe lag, kam Gottes letzter und schwerster Gerichtsschlag über das ganze Land. [Vgl. Matt. 25,6-13.] – Ägypten mußte die strafende Allmacht Jehovas, des Gottes Israels, erleben. In jedem Hause sank der erstgeborene Sohn tödlich getroffen zu Boden und verschied. Es gab keinen Unterschied: Der Erstgeborene des Pharao mußte ebenso sterben wie der erstgeborene Sohn des gefangenen Ägypters im Kerker; ebenso wurde alle Erstgeburt des Viehs dahingerafft. Es war kein Haus in Ägypten, darin nicht ein Toter war! Voll Schrecken stand der Pharao von seinem Lager auf, ebenso alle seine Großen und Hofleute, ja, sein ganzes Volk. Ein furchtbarer Jammer brach aus im ganzen Lande! – Jetzt war Pharaos Trotz gebrochen. Im Dunkel der Nacht ließ er, der vor wenigen Stunden zu Mose gesprochen hatte: „Hüte dich und sieh mein Angesicht nicht wieder, sonst wirst du getötet werden!“ jetzt Mose und Aaron herführen und forderte sie zum sofortigen Abzug auf. Er legt dem Volke nichts mehr in den Weg: „Gehet hin und dienet eurem Gott, so wie ihr gesagt habt, ihr und eure Kinder. Auch euer Vieh nehmt mit, wie ihr es gefordert habt. Gehet hin und segnet mich auch!“ – Wie hätten Mose und Aaron als Gottes Zeugen denjenigen segnen können, der sich und sein Volk aus eigenem Entschluß zum erbitterten Feind Jehovas gemacht hatte? Er stand ja unter dem Fluch! Es mußte an Pharao erfüllt werden, was Gott dem Samen Abrahams verheißen hatte: „Die dich segnen, sind gesegnet, und die dich verfluchen, sind verflucht!“ – Jetzt drängte sogar das ganze ägyptische Volk die Israeliten eilends aus dem Lande, indem sie sagten: „Wir sind ja sonst alle noch des Todes!“ – Ja, Gott brauchte nur Seine Hand auszustrecken, um die größte Wendung herbeizuführen. Welch herrliche Befreiung bewirkte Gott für Sein geliebtes Volk Israel, das bisher unter der Gewalttat Pharaos geknechtet war! (Vgl. Esth. 9,1; [2. Chron. 14,9-15].) – Der Tod, der Lohn der Sünde, kam über ganz Ägypten. So ist die ganze Welt und Menschheit dem zeitlichen und ewigen Tod verfallen, weil alle gesündigt haben! Nur die durch des Lammes Blut Erlösten gehen frei aus: „Denn Gottes Gnadengeschenk ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn!“ – V. 34: Gottes Eingreifen und der Aufbruch aus Ägypten kam so plötzlich, wie es vielleicht Mose nicht gedacht hatte. Das Gebot, nur ungesäuertes Brot zu essen (V. 15-20), hatte der Führer dem Volke noch gar nicht vermittelt, sondern nur die notwendigsten Vorschriften für die Passahfeier! (Siehe V. 21-28.) – Um so bedeutsamer ist es, daß Gott ohne menschliches Zutun es so fügte, daß die Israeliten ihren angelassenen Brotteig, der noch nicht gesäuert war, in größter Eile mitnehmen mußten. [Vgl. 5. Mos. 16,3.] – Wie wunderbar weiß doch unser Gott Seine herrlicher Pläne in kleinen und großen Dingen hinauszuführen! Wir wollen Ihm viel kindlicher vertrauen und gehorchen: „Der Herr hat Wohlgefallen an Seinem Volke; Er schmückt die Demütigen mit Rettung!“ – „Majestät und Pracht ist Sein Tun, und Seine Gerechtigkeit besteht ewiglich. Er läßt Sein Volk erfahren die Kraft Seiner Taten. Er hat Erlösung gesandt Seinem Volke, Seinen Bund verordnet auf ewig. Heilig und furchtbar ist Sein Name!

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