BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 062 (ZEHNTE Plage: Der HERR schlägt alle Erstgeburt in Ägyptenland.)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
B. GERICHT über Ägypten und RETTUNG Israels (2. Mose 7-14)

14. ZEHNTE Plage: Der HERR schlägt alle Erstgeburt in Ägyptenland. (2. Mose 12,29-34)


2. MOSE 12,29-34

29 Und zur Mitternacht schlug der HERR alle Erstgeburt in Ägyptenland von dem ersten Sohn Pharaos an, der auf seinem Stuhl saß, bis auf den ersten Sohn des Gefangenen im Gefängnis und alle Erstgeburt des Viehs. 30 Da stand Pharao auf und alle seine Knechte in derselben Nacht und alle Ägypter, und ward ein großes Geschrei in Ägypten; denn es war kein Haus, darin nicht ein Toter war. 31 Und er forderte Moses und Aaron in der Nacht und sprach: Macht euch auf und ziehet aus von meinem Volk, ihr und die Kinder Israel; gehet hin und dienet dem HERRN, wie ihr gesagt habt. 32 Nehmet auch mit euch eure Schafe und Rinder, wie ihr gesagt habt; gehet hin und segnet mich auch. 33 Und die Ägypter drängten das Volk, daß sie es eilend aus dem Lande trieben; denn sie sprachen: Wir sind alle des Todes. 34 Und das Volk trug den rohen Teig, ehe denn er versäuert war, zu ihrer Speise, gebunden in ihren Kleidern, auf ihren Achseln.

Um Mitternacht, als ganz Ägypten in tiefem Schlafe lag, kam Gottes letzter und schwerster Gerichtsschlag über das ganze Land. [Vgl. Matt. 25,6-13.]

Matthäus 25,6-13 -- 6 Zur Mitternacht aber ward ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam kommt; geht aus ihm entgegen! 7 Da standen diese Jungfrauen alle auf und schmückten ihre Lampen. 8 Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsere Lampen verlöschen. 9 Da antworteten die klugen und sprachen: Nicht also, auf daß nicht uns und euch gebreche; geht aber hin zu den Krämern und kauft für euch selbst. 10 Und da sie hingingen, zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür ward verschlossen. 11 Zuletzt kamen auch die anderen Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu uns auf! 12 Er antwortete aber und sprach: Wahrlich ich sage euch: Ich kenne euch nicht. 13 Darum wachet; denn ihr wisset weder Tag noch Stunde, in welcher des Menschen Sohn kommen wird.

Ägypten mußte die strafende Allmacht Jehovas, des Gottes Israels, erleben. In jedem Hause sank der erstgeborene Sohn tödlich getroffen zu Boden und verschied. Es gab keinen Unterschied: Der Erstgeborene des Pharao mußte ebenso sterben wie der erstgeborene Sohn des gefangenen Ägypters im Kerker; ebenso wurde alle Erstgeburt des Viehs dahingerafft. Es war kein Haus in Ägypten, darin nicht ein Toter war! Voll Schrecken stand der Pharao von seinem Lager auf, ebenso alle seine Großen und Hofleute, ja, sein ganzes Volk. Ein furchtbarer Jammer brach aus im ganzen Lande! – Jetzt war Pharaos Trotz gebrochen. Im Dunkel der Nacht ließ er, der vor wenigen Stunden zu Mose gesprochen hatte: „Hüte dich und sieh mein Angesicht nicht wieder, sonst wirst du getötet werden!“ jetzt Mose und Aaron herführen und forderte sie zum sofortigen Abzug auf. Er legt dem Volke nichts mehr in den Weg: „Gehet hin und dienet eurem Gott, so wie ihr gesagt habt, ihr und eure Kinder. Auch euer Vieh nehmt mit, wie ihr es gefordert habt. Gehet hin und segnet mich auch!“ – Wie hätten Mose und Aaron als Gottes Zeugen denjenigen segnen können, der sich und sein Volk aus eigenem Entschluß zum erbitterten Feind Jehovas gemacht hatte? Er stand ja unter dem Fluch! Es mußte an Pharao erfüllt werden, was Gott dem Samen Abrahams verheißen hatte: „Die dich segnen, sind gesegnet, und die dich verfluchen, sind verflucht!“ – Jetzt drängte sogar das ganze ägyptische Volk die Israeliten eilends aus dem Lande, indem sie sagten: „Wir sind ja sonst alle noch des Todes!“ – Ja, Gott brauchte nur Seine Hand auszustrecken, um die größte Wendung herbeizuführen. Welch herrliche Befreiung bewirkte Gott für Sein geliebtes Volk Israel, das bisher unter der Gewalttat Pharaos geknechtet war! (Vgl. Esth. 9,1; [2. Chron. 14,9-15].)

Esther 9,1 -- Im zwölften Monat, das ist der Monat Adar, am dreizehnten Tag, den des Königs Wort und Gebot bestimmt hatte, daß man's tun sollte, ebendesselben Tages, da die Feinde der Juden hofften, sie zu überwältigen, wandte sich's, daß die Juden ihre Feinde überwältigen sollten. / 2. Chronik 14,9-15 -- 9 Und Asa zog aus ihnen entgegen; und sie rüsteten sich zum Streit im Tal Zephatha bei Maresa. 10 Und Asa rief an den HERRN, seinen Gott, und sprach: HERR, es ist bei dir kein Unterschied, zu helfen unter vielen oder da keine Kraft ist. Hilf uns, HERR, unser Gott; denn wir verlassen uns auf dich, und in deinem Namen sind wir gekommen wider diese Menge. HERR, unser Gott, wider dich vermag kein Mensch etwas. 11 Und der HERR schlug die Mohren vor Asa und vor Juda, daß sie flohen. 12 Und Asa samt dem Volk, das bei ihm war, jagte ihnen nach bis gen Gerar. Und die Mohren fielen, daß ihrer keiner lebendig blieb; sondern sie wurden geschlagen vor dem HERRN und vor seinem Heerlager. Und sie trugen sehr viel Raub davon. 13 Und er schlug alle Städte um Gerar her; denn die Furcht des HERRN kam über sie. Und sie beraubten alle Städte; denn es war viel Raub darin. 14 Auch schlugen sie die Hütten des Viehs und führten weg Schafe die Menge und Kamele und kamen wieder gen Jerusalem.

Der Tod, der Lohn der Sünde, kam über ganz Ägypten. So ist die ganze Welt und Menschheit dem zeitlichen und ewigen Tod verfallen, weil alle gesündigt haben! Nur die durch des Lammes Blut Erlösten gehen frei aus: „Denn Gottes Gnadengeschenk ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn!“ – V. 34: Gottes Eingreifen und der Aufbruch aus Ägypten kam so plötzlich, wie es vielleicht Mose nicht gedacht hatte. Das Gebot, nur ungesäuertes Brot zu essen (V. 15-20), hatte der Führer dem Volke noch gar nicht vermittelt, sondern nur die notwendigsten Vorschriften für die Passahfeier! (Siehe V. 21-28.)

2. Mose 12,15-28 -- 15 Sieben Tage sollt ihr ungesäuertes Brot essen; nämlich am ersten Tage sollt ihr den Sauerteig aus euren Häusern tun. Wer gesäuertes Brot ißt vom ersten Tage an bis auf den siebenten, des Seele soll ausgerottet werden von Israel. 16 Der Tag soll heilig sein, daß ihr zusammenkommt; und der siebente soll auch heilig sein, daß ihr zusammenkommt. Keine Arbeit sollt ihr an dem tun; außer, was zur Speise gehört für allerlei Seelen, das allein mögt ihr für euch tun. 17 Und haltet das ungesäuerte Brot; denn eben an demselben Tage habe ich euer Heer aus Ägyptenland geführt; darum sollt ihr diesen Tag halten, ihr und alle eure Nachkommen, zur ewigen Weise. 18 Am vierzehnten Tage des ersten Monats, des Abends, sollt ihr ungesäuertes Brot essen bis an den einundzwanzigsten Tag des Monats an dem Abend, 19 daß man sieben Tage keinen Sauerteig finde in euren Häusern. Denn wer gesäuertes Brot ißt, des Seele soll ausgerottet werden aus der Gemeinde Israel, es sei ein Fremdling oder Einheimischer im Lande. 20 Darum so esset kein gesäuertes Brot, sondern eitel ungesäuertes Brot in allen euren Wohnungen. 21 Und Mose forderte alle Ältesten in Israel und sprach zu ihnen: Leset aus und nehmet Schafe für euch nach euren Geschlechtern und schlachtet das Passah. 22 Und nehmet ein Büschel Isop und taucht in das Blut in dem Becken und berühret damit die Oberschwelle und die zwei Pfosten. Und gehe kein Mensch zu seiner Haustür heraus bis an den Morgen. 23 Denn der HERR wird umhergehen und die Ägypter plagen. Und wenn er das Blut sehen wird an der Oberschwelle und den zwei Pfosten, wird er an der Tür vorübergehen und den Verderber nicht in eure Häuser kommen lassen, zu plagen. 24 Darum so halte diese Weise für dich und deine Kinder ewiglich. 25 Und wenn ihr in das Land kommt, das euch der HERR geben wird, wie er geredet hat, so haltet diesen Dienst. 26 Und wenn eure Kinder werden zu euch sagen: Was habt ihr da für einen Dienst? 27 sollt ihr sagen: Es ist das Passahopfer des HERRN, der an den Kindern Israel vorüberging in Ägypten, da er die Ägypter plagte und unsere Häuser errettete. Da neigte sich das Volk und betete an. 28 Und die Kinder Israel gingen hin und taten, wie der HERR Mose und Aaron geboten hatte.

Um so bedeutsamer ist es, daß Gott ohne menschliches Zutun es so fügte, daß die Israeliten ihren angelassenen Brotteig, der noch nicht gesäuert war, in größter Eile mitnehmen mußten. [Vgl. 5. Mos. 16,3.]

5. Mose 16,3 -- Du sollst kein Gesäuertes auf das Fest essen, denn mit Furcht bist du aus Ägyptenland gezogen, auf daß du des Tages deines Auszugs aus Ägyptenland gedenkest dein Leben lang.

Wie wunderbar weiß doch unser Gott Seine herrlicher Pläne in kleinen und großen Dingen hinauszuführen! Wir wollen Ihm viel kindlicher vertrauen und gehorchen: „Der Herr hat Wohlgefallen an Seinem Volke; Er schmückt die Demütigen mit Rettung!“ – „Majestät und Pracht ist Sein Tun, und Seine Gerechtigkeit besteht ewiglich. Er läßt Sein Volk erfahren die Kraft Seiner Taten. Er hat Erlösung gesandt Seinem Volke, Seinen Bund verordnet auf ewig. Heilig und furchtbar ist Sein Name!

(Sonntag, 4. März 1934)

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