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JAHRGANG 1934
März 1934

Montag, den 5. März 1934


2. Mose 12,35-37

V.- 35.36: Wie schon in Kapitel 11,2.3 angeordnet worden war, geschah es jetzt. Von den eingeschüchterten Ägyptern forderte jeder Israelit, jede Israelitin silberne und goldene Geräte, und ohne Zaudern wurde diese Forderung erfüllt! Die Israeliten zogen mit solchen Schätzen aus, daß selbst die Kinder tragen helfen mußten. Als das Heer des Herrn, des Allerhöchsten, ja als ein Siegervolk verließ Israel Ägypten und trug die geraubten Schätze als den gerechten Lohn seiner jahrzehntelangen Sklavenarbeit davon, wie Gott schon dem Erzvater Abraham vorausgesagt hatte. [1. Mos. 15,14.] – O daß auch die Kinder Gottes in unseren Tagen allezeit den herrlichen Sieg Christi in ihrem Alltag glaubten und verwirklichten! Wie stark und siegreich wären sie. (Lies Röm. 8,37; 2. Kor. 2,14; 2. Kor. 12,9.10.) Im Raemses hatte sich das ganze Volk gesammelt, um von hier aus zunächst nach Sukkoth, dann weiter nach Etham zu gelangen. (Kap. 13,20.) Von Etham aus wandten sie sich nach Pi-Hachiroth am Schilfmeer. (Kap. 14,2,21.) Die Zahl der waffenfähigen Männer vom 20. Jahr ab beträgt 600 000. Frauen und Kinder, sowie alte Leute sind nicht mitgerechnet, auch nicht die Leviten. Zählt man diese alle hinzu, so mag sich bei dem Kinderreichtum der Israeliten eine Gesamtzahl von 2-3 Millionen ergeben. Welch eine Aufgabe für Moses, den Führer, ein solch großes Volk zu leiten und die ganze Verantwortung für dasselbe zu tragen. – Die Befreiung Israels aus der Sklaverei, ein unvergleichliches Ereignis, bildete fortan für alle kommenden Geschlechter Israels ein herrliches Zeugnis von der Macht und Größe ihres Gottes. Immer wieder wird darauf zurückgegriffen. [Vgl. z. B. Neh. 9,9-15 u.v.a.] – In den ersten Tagen war für ihre Ernährung reichlich gesorgt. (Abgesehen davon, daß sie ihr ganzes Vieh mit sich führten, bereiteten sie sich aus dem mitgenommenen Teig ungesäuerte Kuchen. Wie man die Ziegel im Morgenland nicht in Öfen brennt, sondern an der Sonne trocknet, so wird auch der Brotteig vielfach auf von der Sonne erhitzten Steinen gebacken!) – Jubel und Lobgesang erfüllte das Volk bei seiner Befreiung. 430 Jahre hatten sie in Ägypten zugebracht*; nun waren sie das befreite Volk des Allerhöchsten. Welch ein Wunder der göttlichen Gnade: „Er führte Sein Volk heraus mit Freuden, mit Jubel Seine Auserwählten!“ – Das alljährlich wiederkehrende Passahfest sollte die Erinnerung an diese wunderbare Befreiung immer neu aufleben lassen. Deshalb wird eine Verordnung über das Passahfest hier unmittelbar angefügt. (V. 43-49.)

* Der „Samaritanische Pentateuch“ liest 2. Mos. 12,40: die Wohnzeit der Väter (Abraham, Isaak und Jakob) in Kanaan und der Kinder Israel in Ägypten betrug zusammen 430 Jahre“ Denselben Text hat die Alexandrinische Abschrift der Septuaginta. Und Paulus, der schriftgelehrte Mann rechnet ebenso in Gal. 3,17. Wir glauben, daß dies die richtige Berechnung ist; denn der Aufenthalt der Israeliten in Ägypten kann höchstens 200 – 250 Jahre gedauert haben, wie man an der Geburtsfolge von Lewi bis auf Mose in 2. Mos. 6,16 20 sieht! – Wir führen hier die Zusammenrechnung der 430 Jahre aus:

Abraham ist 75 Jahre alt, als er von Haran nach Kanaan kommt: 1. Mos. 12,4.

Von Abrahams Kommen nach Kanaan bis zu Isaaks Geburt (1. Mos. 21,5) 25 Jahre
Isaaks Alter bei der Geburt Jakobs (1. Mos. 25,24-26) 60 Jahre
Jakobs Alter, als er nach Ägypten kam (1. Mos. 47,9) 130 Jahre
Wenn Levi beim Kommen mit Jakob nach Ägypten 35 Jahre – bei der Geburt Kehats 37 Jahre alt ist,
so vergehen vom Kommen nach Ägypten bis zur Geb. Kehats
2 Jahre
Kehat ist bei der Geburt Amrams vielleicht 68 Jahre
Amram bei der Geburt Moses (2. Mose 6,16-20) vielleicht 65 Jahre
Mose ist beim Auszug aus Ägypten 80 Jahre
Alle diese zusammen   430 Jahre

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