BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

(www.wol-blz.net)

Suchen nach:
Startseite -- Jahrgänge -- 1934 -- 22. Februar
Diese BLZ Andacht: -- IM ORIGINAL – Erweitert

Voriger TagNächster Tag

JAHRGANG 1934
Februar 1934

Donnerstag, den 22. Februar 1934


2. Mose 12,4.5

In ihren Häusern sollten also die Israeliten auszugsbereit, sich um den Tisch sammeln und sich stärken an dem Lamm, dessen Blut sie schützte vor dem Würgeengel! Es gab jetzt ein Drinnen und ein Draußen. Innerhalb – hinter der mit Blut bestrichenen Tür des israelitischen Hauses war Friede, Sicherheit und Geborgensein. Draußen herrschte Tod und Gericht über Ägypten. Wäre ein Israelit in jener Nacht außerhalb seines Hauses geblieben, er wäre von dem Unglück Ägyptens mitbetroffen worden, denn Gott sprach: „Ich werde in dieser Nacht durch das Land Ägypten gehen und dort alle Erstgeburt schlagen bei Menschen und Vieh. Ja, Ich werde Gericht üben an allen Göttern Ägyptens! Ich, der Herr, werde dies tun. Euch aber (den Israeliten) soll das Blut zum Zeichen und Schutz sein an euren Häusern. Erblicke Ich das Blut an eurer Tür, so werde Ich im Gericht verschonend an euch vorübergehen. Denn euch soll keine Plage, kein tödliches Verderben treffen, wenn Ich den Schlag gegen das Land Ägypten führe!“ – Diese Sicherheit, dieses Geborgensein der Israeliten in jener Gerichtsnacht in Ägypten stellt uns klar vor Augen, was es heute für alle wahren Glaubenden heißt: Erlöst sein durch das teure Blut Christi – erkauft sein für Gott; durch das Vertrauen auf Jesus und Sein vollbrachtes Erlösungswerk geborgen sein für Zeit und Ewigkeit! Ja, Gott hat uns begnadigt und angenehm gemacht in Jesus, dem Geliebten. In Ihm haben wir die Erlösung durch Sein Blut, die Vergebung unserer Übertretungen – entsprechend dem Reichtum Seiner Gnade!“ [Lies 1. Joh. 1,1-7.] – „Ihr sollt auf das Lamm so viele Personen rechnen, wie zum Verzehren erforderlich sind. Einen jeden sollt ihr nach dem Maße seines Essens rechnen auf das Lamm.“ Alle, die durch das Lamm geschützt waren, durften auch von demselben essen. So dürfen auch heute alle, die persönlich ihre Zuflucht zu Jesus und Seinem vollbrachten Erlösungswerk genommen haben, sich erquicken und erfreuen an Ihm, ihrem großen Heiland! Wir lesen schon im Alten Testament: „Die Freude am Herrn ist eure Stärke!“ [Neh. 8,10; vgl. Jes. 12,1-6.] – Es ist von großer Wichtigkeit, daß alle, die zum lebendigen Glauben an den Herrn Jesus gelangt sind, Ihn, ihren Erlöser, nun auch ganz nahe kennenlernen und immer mehr merken, wie herrlich, wie liebevoll Er ist: „Euch, die ihr auf Ihn vertraut, gehört Er in Seiner ganzen Kostbarkeit!“ (Lies 1. Petr. 2,6.7.) – Es ist die Arbeit und das Bemühen des Geistes Gottes, uns bei unserem täglichen Bibellesen den Herrn Jesus immer völliger zu offenbaren. Wir dürfen im Glauben Ihn anschauen als Den, der einst für uns den Weg durch diese Welt gegangen ist – auf welchem während Seiner ganzen Erdenzeit stets das Wohlgefallen Gottes ruhte. Der Himmel tat sich ja über Ihm auf, und die Stimme des Vaters ertönte: „Dieser ist Mein geliebter Sohn, an welchem Ich Wohlgefallen gefunden habe!“ – Vor allem dürfen wir hinblicken nach Golgatha und dürfen mit dieser Herzensanbetung und Dankbarkeit erkennen: „Christus hat uns geliebt und Sich Selbst für uns dahingegeben als Darbringung und Schlachtopfer, Gott zu einem duftenden Wohlgeruch!“ Dieses dankbare Sich-erfreuen und Sich-erquicken an Jesus, unserem Erlöser und Heiland, nennt die Bibel bildlich „essen von Ihm“. Zu den Juden mußte der Heiland sprechen: „Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes esset und Sein Blut trinket, so habt ihr kein göttliches, neues Leben in euch selbst. Wer dagegen Mein Fleisch isset und Mein Blut trinkt (das heißt: wer im Glauben Meinen Opfertod erfaßt – sich Meine große Heilandsliebe und Meine Erlösertat voll Vertrauen aneignet), der hat (jetzt schon) ewiges Leben, und Ich werde ihn auferwecken am letzten Tage! Das heißt: er gehört zu den Erlösten und hat teil an der herrlichen ersten Auferstehung, der Auferstehung des Lebens!“ (Lies Joh. 5,24-29; Offenb. 20,6.) – Es handelt sich in jener Stelle: Joh. 6, 53-58 in keiner Weise um das Abendmahl, sondern um das tiefe innerliche Erfassen der Liebe und des Todesleidens Christi!

www.WoL-BLZ.net

Zuletzt geändert am 17.03.2014 11:53 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)