BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 052 (Die Ordnung des Passahfests: Das Blut des Lamms an den Türen läßt die letzte Plage vorübergehen.)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
B. GERICHT über Ägypten und RETTUNG Israels (2. Mose 7-14)

11. Die Ordnung des Passahfests: Das Blut des Lamms an den Türen läßt die letzte Plage vorübergehen. (2. Mose 12,1-13)


2. MOSE 12,4-5

4 Wo ihrer aber in einem Hause zu einem Lamm zu wenig sind, so nehme er's und sein nächster Nachbar an seinem Hause, bis ihrer so viel wird, daß sie das Lamm aufessen können. 5 Ihr sollt aber ein solches Lamm nehmen, daran kein Fehl ist, ein Männlein und ein Jahr alt; von den Schafen und Ziegen sollt ihr's nehmen

In ihren Häusern sollten also die Israeliten auszugsbereit, sich um den Tisch sammeln und sich stärken an dem Lamm, dessen Blut sie schützte vor dem Würgeengel! Es gab jetzt ein Drinnen und ein Draußen. Innerhalb – hinter der mit Blut bestrichenen Tür des israelitischen Hauses war Friede, Sicherheit und Geborgensein. Draußen herrschte Tod und Gericht über Ägypten. Wäre ein Israelit in jener Nacht außerhalb seines Hauses geblieben, er wäre von dem Unglück Ägyptens mitbetroffen worden, denn Gott sprach: „Ich werde in dieser Nacht durch das Land Ägypten gehen und dort alle Erstgeburt schlagen bei Menschen und Vieh. Ja, Ich werde Gericht üben an allen Göttern Ägyptens! Ich, der Herr, werde dies tun. Euch aber (den Israeliten) soll das Blut zum Zeichen und Schutz sein an euren Häusern. Erblicke Ich das Blut an eurer Tür, so werde Ich im Gericht verschonend an euch vorübergehen. Denn euch soll keine Plage, kein tödliches Verderben treffen, wenn Ich den Schlag gegen das Land Ägypten führe!“ – Diese Sicherheit, dieses Geborgensein der Israeliten in jener Gerichtsnacht in Ägypten stellt uns klar vor Augen, was es heute für alle wahren Glaubenden heißt: Erlöst sein durch das teure Blut Christi – erkauft sein für Gott; durch das Vertrauen auf Jesus und Sein vollbrachtes Erlösungswerk geborgen sein für Zeit und Ewigkeit! Ja, Gott hat uns begnadigt und angenehm gemacht in Jesus, dem Geliebten. In Ihm haben wir die Erlösung durch Sein Blut, die Vergebung unserer Übertretungen – entsprechend dem Reichtum Seiner Gnade!“ [Lies 1. Joh. 1,1-7.]

1. Johannes 1,1-7 -- 1 Das da von Anfang war, das wir gehört haben, das wir gesehen haben mit unsern Augen, das wir beschaut haben und unsre Hände betastet haben, vom Wort des Lebens 2 und das Leben ist erschienen, und wir haben gesehen und bezeugen und verkündigen euch das Leben, das ewig ist, welches war bei dem Vater und ist uns erschienen: 3 was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir euch, auf daß ihr mit uns Gemeinschaft habt; und unsre Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus. 4 Und solches schreiben wir euch, auf daß eure Freude völlig sei. 5 Und das ist die Verkündigung, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen, daß Gott Licht ist und in ihm ist keine Finsternis. 6 So wir sagen, daß wir Gemeinschaft mit ihm haben, und wandeln in der Finsternis, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit. 7 So wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde.

„Ihr sollt auf das Lamm so viele Personen rechnen, wie zum Verzehren erforderlich sind. Einen jeden sollt ihr nach dem Maße seines Essens rechnen auf das Lamm.“ Alle, die durch das Lamm geschützt waren, durften auch von demselben essen. So dürfen auch heute alle, die persönlich ihre Zuflucht zu Jesus und Seinem vollbrachten Erlösungswerk genommen haben, sich erquicken und erfreuen an Ihm, ihrem großen Heiland! Wir lesen schon im Alten Testament: „Die Freude am Herrn ist eure Stärke!“ [Neh. 8,10; vgl. Jes. 12,1-6.]

Nehemia 8,10 -- Darum sprach er zu ihnen: Geht hin und eßt das Fette und trinkt das Süße und sendet denen auch Teile, die nichts für sich bereitet haben; denn dieser Tag ist heilig unserm HERRN. Und bekümmert euch nicht; denn die Freude am HERRN ist eure Stärke. / Jesaja 12,1-6 -- 1 Zu derselben Zeit wirst du sagen: Ich danke dir, HERR, daß du zornig bist gewesen über mich und dein Zorn sich gewendet hat und tröstest mich. 2 Siehe, Gott ist mein Heil, ich bin sicher und fürchte mich nicht; denn Gott der HERR ist meine Stärke und mein Psalm und ist mein Heil. 3 Ihr werdet mit Freuden Wasser schöpfen aus den Heilsbrunnen 4 und werdet sagen zu derselben Zeit: Danket dem HERRN, prediget seinen Namen; machet kund unter den Völkern sein Tun; verkündiget, wie sein Name so hoch ist. 5 Lobsinget dem HERRN, denn er hat sich herrlich bewiesen; solches sei kund in allen Landen. 6 Jauchze und rühme, du Einwohnerin zu Zion; denn der Heilige Israels ist groß bei dir.

Es ist von großer Wichtigkeit, daß alle, die zum lebendigen Glauben an den Herrn Jesus gelangt sind, Ihn, ihren Erlöser, nun auch ganz nahe kennenlernen und immer mehr merken, wie herrlich, wie liebevoll Er ist: „Euch, die ihr auf Ihn vertraut, gehört Er in Seiner ganzen Kostbarkeit!“ (Lies 1. Petr. 2,6.7.)

1. Petrus 2,6.7 -- 6 Darum steht in der Schrift: "Siehe da, ich lege einen auserwählten, köstlichen Eckstein in Zion; und wer an ihn glaubt, der soll nicht zu Schanden werden." 7 Euch nun, die ihr glaubet, ist er köstlich; den Ungläubigen aber ist der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der zum Eckstein geworden ist

Es ist die Arbeit und das Bemühen des Geistes Gottes, uns bei unserem täglichen Bibellesen den Herrn Jesus immer völliger zu offenbaren. Wir dürfen im Glauben Ihn anschauen als Den, der einst für uns den Weg durch diese Welt gegangen ist – auf welchem während Seiner ganzen Erdenzeit stets das Wohlgefallen Gottes ruhte. Der Himmel tat sich ja über Ihm auf, und die Stimme des Vaters ertönte: „Dieser ist Mein geliebter Sohn, an welchem Ich Wohlgefallen gefunden habe!“ – Vor allem dürfen wir hinblicken nach Golgatha und dürfen mit dieser Herzensanbetung und Dankbarkeit erkennen: „Christus hat uns geliebt und Sich Selbst für uns dahingegeben als Darbringung und Schlachtopfer, Gott zu einem duftenden Wohlgeruch!“ Dieses dankbare Sich-erfreuen und Sich-erquicken an Jesus, unserem Erlöser und Heiland, nennt die Bibel bildlich „essen von Ihm“. Zu den Juden mußte der Heiland sprechen: „Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes esset und Sein Blut trinket, so habt ihr kein göttliches, neues Leben in euch selbst. Wer dagegen Mein Fleisch isset und Mein Blut trinkt (das heißt: wer im Glauben Meinen Opfertod erfaßt – sich Meine große Heilandsliebe und Meine Erlösertat voll Vertrauen aneignet), der hat (jetzt schon) ewiges Leben, und Ich werde ihn auferwecken am letzten Tage! Das heißt: er gehört zu den Erlösten und hat teil an der herrlichen ersten Auferstehung, der Auferstehung des Lebens!“ (Lies Joh. 5,24-29; Offenb. 20,6.)

Johannes 5,24-29 -- 24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen. 25 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es kommt die Stunde und ist schon jetzt, daß die Toten werden die Stimme des Sohnes Gottes hören; und die sie hören werden, die werden leben. 26 Denn wie der Vater hat das Leben in ihm selber, also hat er dem Sohn gegeben, das Leben zu haben in ihm selber, 27 und hat ihm Macht gegeben, auch das Gericht zu halten, darum daß er des Menschen Sohn ist. 28 Verwundert euch des nicht, denn es kommt die Stunde, in welcher alle, die in den Gräbern sind, werden seine Stimme hören, 29 und werden hervorgehen, die da Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Übles getan haben, zur Auferstehung des Gerichts. / Offenbarung 20,6 -- Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung. Über solche hat der andere Tod keine Macht; sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre.

Es handelt sich in jener Stelle: Joh. 6, 53-58 in keiner Weise um das Abendmahl, sondern um das tiefe innerliche Erfassen der Liebe und des Todesleidens Christi!

Johannes 6,53-58 -- 53 Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Werdet ihr nicht essen das Fleisch des Menschensohnes und trinken sein Blut, so habt ihr kein Leben in euch. 54 Wer mein Fleisch isset und trinket mein Blut, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken. 55 Denn mein Fleisch ist die rechte Speise, und mein Blut ist der rechte Trank. 56 Wer mein Fleisch isset und trinket mein Blut, der bleibt in mir und ich in ihm. 57 Wie mich gesandt hat der lebendige Vater und ich lebe um des Vaters willen, also, wer mich isset, der wird auch leben um meinetwillen. 58 Dies ist das Brot, das vom Himmel gekommen ist; nicht, wie eure Väter haben Manna gegessen und sind gestorben: wer dies Brot isset, der wird leben in Ewigkeit.

(Donnerstag, 22. Februar 1934)

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