BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

(www.wol-blz.net)

Suchen nach:
Startseite -- Jahrgänge -- 1934 -- 20. Februar
Diese BLZ Andacht: -- IM ORIGINAL – Erweitert

Voriger TagNächster Tag

JAHRGANG 1934
Februar 1934

Dienstag, den 20. Februar 1934


2. Mose 12,3

In 2. Mos. 12,1-14 gibt der Herr Mose die Vorschriften für die Passahfeier, welche in der Nacht vor dem Aufbruch aus Ägypten stattfand. In V. 15-20 wird das unmittelbar an das Passahfest angeschlossene Fest der ungesäuerten Brote beschrieben, welches die Kinder Israel auf ihrer Wanderung in der Wüste und später im Lande Kanaan feiern sollten. In V. 21-27 eröffnet Mose den Volksältesten Israels die Hauptbestimmungen für die erstmalige Feier in der Passahnacht. In dieser Nacht offenbarte Sich Gott als der mächtige Richter über Ägyptenland. Israel aber war nicht weniger sündig vor Gott als die Ägypter, und doch hatte Gott Israel als Nachkommenschaft der von Ihm geliebten und erwählten Erzväter Sich zum Volke ersehen! – In Gnaden gab Er Selbst ihnen das Lamm, das an ihrer Stelle in jener Nacht den Gerichtstod starb und dessen Blut, außen an die Pfosten ihrer Haustür gestrichen, sie vor dem wohlverdienten Strafgericht Gottes schützte. Der Gerichtsengel, welcher in jener Nacht Ägypten schlug, so daß kein Haus in Ägypten war, darin nicht ein Toter lag, ging verschonend an den Häusern der Israeliten vorüber! Hier hatte der Tod an dem Lamm schon sein Werk getan, so daß die Israeliten, begnadigt und erlöst, sich um das Lamm scharen und ihren liebenden Gott preisen konnten. Er war es ja, der ihnen das Lamm gegeben und die wunderbare Rettung bereitet hatte. (Lies. 1. Petr. 1,13-19; Hebr. 9,11-14.) – Die Israeliten wurden also in jener Nacht in doppeltem Sinne befreit: erstens von der wohlverdienten Strafe Gottes wegen ihrer Sünden, zweitens aus der Sklaverei Pharaos! – So verdanken auch wir, wenn wir an den Herrn Jesus gläubig und Ihm gehorsam geworden sind, Ihm, unserem großen Retter, eine doppelte Rettung. Er hat am Kreuz für uns den Zorn Gottes getragen, den wir mit unserer Sünde verdient hatten. Gleichzeitig hat Er uns losgekauft aus der Sklaverei Satans und der Sünde, der wir andernfalls für immer anheimgefallen wären: „Unser großer Gott, an Erbarmen reich, hat in Seiner wunderbaren Liebe, mit der Er uns geliebt, auch uns, die wir tot waren in unseren Übertretungen, gleichzeitig mit unserem Herrn Jesus lebendig gemacht. Durch Gnade sind wir gerettet! – Ja, Gott hat uns mit Jesus auferweckt und läßt uns in Ihm schon jetzt mitthronen in den himmlischen Welten. Auf diese wunderbare Weise will Er jetzt und in der Zukunft den überschwenglichen Reichtum Seiner Gnade erweisen und kundmachen – nämlich durch die Wohltat und Güte, die Er in Christus Jesus an uns entfaltet! Aus Gnaden seid ihr ja gerettet, mittelst des in eurem Herzen gewirkten Vertrauens. Das stammt nicht aus euch, sondern es ist Gottes Gnadengeschenk. Nicht durch euer Tun und Bemühen habt ihr es erlangt. Es kann also niemand sich selbst deswegen rühmen! Wir sind als Erlöste einfach ganz und gar eine Neuschöpfung Gottes. In Christus Jesus hat Er uns gebildet und zum Tun des Guten fähig gemacht! – Jede gute Tat hat Gott zuvor bereitet und an unseren Weg gelegt, damit wir nun darin wandeln sollen.“ [Eph. 2,4-10; vgl. 1. Tess. 1,2-10.] – Die Israeliten erwählte und rettete Gott also nicht, weil sie etwa besser gewesen wären als die Ägypter, nein, es war reine, unverdiente Gnade! Gott gedachte Seines Gnadenbundes mit Abraham, Isaak und Jakob. Aus Gnaden schenkte Er nun ihren Nachkommen das Lamm, dessen Blut sie errettete. Wie vieler Gnade und Einwirkung des Geistes Gottes bedarf es doch, damit wir die uns im Herrn Jesus geschenkte ewige Gnade doch stets als Gnade, als etwas ganz Unverdientes und Herrliches empfinden und preisen!

www.WoL-BLZ.net

Zuletzt geändert am 17.03.2014 11:51 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)