BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 050 (Die Ordnung des Passahfests: Das Blut des Lamms an den Türen läßt die letzte Plage vorübergehen.)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
B. GERICHT über Ägypten und RETTUNG Israels (2. Mose 7-14)

11. Die Ordnung des Passahfests: Das Blut des Lamms an den Türen läßt die letzte Plage vorübergehen. (2. Mose 12,1-13)


2. MOSE 12,3

3 Sagt der ganzen Gemeinde Israel und sprecht: Am zehnten Tage dieses Monats nehme ein jeglicher ein Lamm, wo ein Hausvater ist, je ein Lamm zu einem Haus.

In 2. Mos. 12,1-14 gibt der Herr Mose die Vorschriften für die Passahfeier, welche in der Nacht vor dem Aufbruch aus Ägypten stattfand.

2. Mose 12,1-14 -- 1 Der HERR aber sprach zu Mose und Aaron in Ägyptenland: 2 Dieser Monat soll bei euch der erste Monat sein, und von ihm sollt ihr die Monates des Jahres anheben. 3 Sagt der ganzen Gemeinde Israel und sprecht: Am zehnten Tage dieses Monats nehme ein jeglicher ein Lamm, wo ein Hausvater ist, je ein Lamm zu einem Haus. 4 Wo ihrer aber in einem Hause zu einem Lamm zu wenig sind, so nehme er's und sein nächster Nachbar an seinem Hause, bis ihrer so viel wird, daß sie das Lamm aufessen können. 5 Ihr sollt aber ein solches Lamm nehmen, daran kein Fehl ist, ein Männlein und ein Jahr alt; von den Schafen und Ziegen sollt ihr's nehmen 6 und sollt's behalten bis auf den vierzehnten Tag des Monats. Und ein jegliches Häuflein im ganzen Israel soll's schlachten gegen Abend. 7 Und sollt von seinem Blut nehmen und beide Pfosten der Tür und die obere Schwelle damit bestreichen an den Häusern, darin sie es essen. 8 Und sollt also das Fleisch essen in derselben Nacht, am Feuer gebraten, und ungesäuertes Brot, und sollt es mit bitteren Kräutern essen. 9 Ihr sollt's nicht roh essen noch mit Wasser gesotten, sondern am Feuer gebraten, sein Haupt mit seinen Schenkeln und Eingeweiden. 10 Und sollt nichts davon übriglassen bis morgen; wo aber etwas übrigbleibt bis morgen, sollt ihr's mit Feuer verbrennen. 11 Also sollt ihr's aber essen: Um eure Lenden sollt ihr gegürtet sein und eure Schuhe an den Füßen haben und Stäbe in euren Händen, und sollt's essen, als die hinwegeilen; denn es ist des HERRN Passah. 12 Denn ich will in derselben Nacht durch Ägyptenland gehen und alle Erstgeburt schlagen in Ägyptenland, unter den Menschen und unter dem Vieh, und will meine Strafe beweisen an allen Göttern der Ägypter, ich, der HERR. 13 Und das Blut soll euer Zeichen sein an den Häusern, darin ihr seid, daß, wenn ich das Blut sehe, an euch vorübergehe und euch nicht die Plage widerfahre, die euch verderbe, wenn ich Ägyptenland schlage. 14 Ihr sollt diesen Tag haben zum Gedächtnis und sollt ihn feiern dem HERRN zum Fest, ihr und alle eure Nachkommen, zur ewigen Weise.

In V. 15-20 wird das unmittelbar an das Passahfest angeschlossene Fest der ungesäuerten Brote beschrieben, welches die Kinder Israel auf ihrer Wanderung in der Wüste und später im Lande Kanaan feiern sollten. In V. 21-27 eröffnet Mose den Volksältesten Israels die Hauptbestimmungen für die erstmalige Feier in der Passahnacht.

2. Mose 12, 15-27 -- 15 Sieben Tage sollt ihr ungesäuertes Brot essen; nämlich am ersten Tage sollt ihr den Sauerteig aus euren Häusern tun. Wer gesäuertes Brot ißt vom ersten Tage an bis auf den siebenten, des Seele soll ausgerottet werden von Israel. 16 Der Tag soll heilig sein, daß ihr zusammenkommt; und der siebente soll auch heilig sein, daß ihr zusammenkommt. Keine Arbeit sollt ihr an dem tun; außer, was zur Speise gehört für allerlei Seelen, das allein mögt ihr für euch tun. 17 Und haltet das ungesäuerte Brot; denn eben an demselben Tage habe ich euer Heer aus Ägyptenland geführt; darum sollt ihr diesen Tag halten, ihr und alle eure Nachkommen, zur ewigen Weise. 18 Am vierzehnten Tage des ersten Monats, des Abends, sollt ihr ungesäuertes Brot essen bis an den einundzwanzigsten Tag des Monats an dem Abend, 19 daß man sieben Tage keinen Sauerteig finde in euren Häusern. Denn wer gesäuertes Brot ißt, des Seele soll ausgerottet werden aus der Gemeinde Israel, es sei ein Fremdling oder Einheimischer im Lande. 20 Darum so esset kein gesäuertes Brot, sondern eitel ungesäuertes Brot in allen euren Wohnungen. 21 Und Mose forderte alle Ältesten in Israel und sprach zu ihnen: Leset aus und nehmet Schafe für euch nach euren Geschlechtern und schlachtet das Passah. 22 Und nehmet ein Büschel Isop und taucht in das Blut in dem Becken und berühret damit die Oberschwelle und die zwei Pfosten. Und gehe kein Mensch zu seiner Haustür heraus bis an den Morgen. 23 Denn der HERR wird umhergehen und die Ägypter plagen. Und wenn er das Blut sehen wird an der Oberschwelle und den zwei Pfosten, wird er an der Tür vorübergehen und den Verderber nicht in eure Häuser kommen lassen, zu plagen. 24 Darum so halte diese Weise für dich und deine Kinder ewiglich. 25 Und wenn ihr in das Land kommt, das euch der HERR geben wird, wie er geredet hat, so haltet diesen Dienst. 26 Und wenn eure Kinder werden zu euch sagen: Was habt ihr da für einen Dienst? 27 sollt ihr sagen: Es ist das Passahopfer des HERRN, der an den Kindern Israel vorüberging in Ägypten, da er die Ägypter plagte und unsere Häuser errettete. Da neigte sich das Volk und betete an.

In dieser Nacht offenbarte Sich Gott als der mächtige Richter über Ägyptenland. Israel aber war nicht weniger sündig vor Gott als die Ägypter, und doch hatte Gott Israel als Nachkommenschaft der von Ihm geliebten und erwählten Erzväter Sich zum Volke ersehen! – In Gnaden gab Er Selbst ihnen das Lamm, das an ihrer Stelle in jener Nacht den Gerichtstod starb und dessen Blut, außen an die Pfosten ihrer Haustür gestrichen, sie vor dem wohlverdienten Strafgericht Gottes schützte. Der Gerichtsengel, welcher in jener Nacht Ägypten schlug, so daß kein Haus in Ägypten war, darin nicht ein Toter lag, ging verschonend an den Häusern der Israeliten vorüber! Hier hatte der Tod an dem Lamm schon sein Werk getan, so daß die Israeliten, begnadigt und erlöst, sich um das Lamm scharen und ihren liebenden Gott preisen konnten. Er war es ja, der ihnen das Lamm gegeben und die wunderbare Rettung bereitet hatte. (Lies. 1. Petr. 1,13-19; Hebr. 9,11-14.)

1. Petrus 1,13-19 -- 13 Darum so begürtet die Lenden eures Gemütes, seid nüchtern und setzet eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch angeboten wird durch die Offenbarung Jesu Christi, 14 als gehorsame Kinder, und stellt euch nicht gleichwie vormals, da ihr in Unwissenheit nach den Lüsten lebtet; 15 sondern nach dem, der euch berufen hat und heilig ist, seid auch ihr heilig in allem eurem Wandel. 16 Denn es steht geschrieben: "Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig." 17 Und sintemal ihr den zum Vater anruft, der ohne Ansehen der Person richtet nach eines jeglichen Werk, so führt euren Wandel, solange ihr hier wallt, mit Furcht 18 und wisset, daß ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid von eurem eitlen Wandel nach väterlicher Weise, 19 sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes / Hebräer 9,11-14 -- 11 Christus aber ist gekommen, daß er sei ein Hoherpriester der zukünftigen Güter, und ist durch eine größere und vollkommenere Hütte, die nicht mit der Hand gemacht, das ist, die nicht von dieser Schöpfung ist, 12 auch nicht der Böcke oder Kälber Blut, sondern sein eigen Blut einmal in das Heilige eingegangen und hat eine ewige Erlösung erfunden. 13 Denn so der Ochsen und der Böcke Blut und die Asche von der Kuh, gesprengt, heiligt die Unreinen zu der leiblichen Reinigkeit, 14 wie viel mehr wird das Blut Christi, der sich selbst ohne allen Fehl durch den ewigen Geist Gott geopfert hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!

Die Israeliten wurden also in jener Nacht in doppeltem Sinne befreit: erstens von der wohlverdienten Strafe Gottes wegen ihrer Sünden, zweitens aus der Sklaverei Pharaos! – So verdanken auch wir, wenn wir an den Herrn Jesus gläubig und Ihm gehorsam geworden sind, Ihm, unserem großen Retter, eine doppelte Rettung. Er hat am Kreuz für uns den Zorn Gottes getragen, den wir mit unserer Sünde verdient hatten. Gleichzeitig hat Er uns losgekauft aus der Sklaverei Satans und der Sünde, der wir andernfalls für immer anheimgefallen wären: „Unser großer Gott, an Erbarmen reich, hat in Seiner wunderbaren Liebe, mit der Er uns geliebt, auch uns, die wir tot waren in unseren Übertretungen, gleichzeitig mit unserem Herrn Jesus lebendig gemacht. Durch Gnade sind wir gerettet! – Ja, Gott hat uns mit Jesus auferweckt und läßt uns in Ihm schon jetzt mitthronen in den himmlischen Welten. Auf diese wunderbare Weise will Er jetzt und in der Zukunft den überschwenglichen Reichtum Seiner Gnade erweisen und kundmachen – nämlich durch die Wohltat und Güte, die Er in Christus Jesus an uns entfaltet! Aus Gnaden seid ihr ja gerettet, mittelst des in eurem Herzen gewirkten Vertrauens. Das stammt nicht aus euch, sondern es ist Gottes Gnadengeschenk. Nicht durch euer Tun und Bemühen habt ihr es erlangt. Es kann also niemand sich selbst deswegen rühmen! Wir sind als Erlöste einfach ganz und gar eine Neuschöpfung Gottes. In Christus Jesus hat Er uns gebildet und zum Tun des Guten fähig gemacht! – Jede gute Tat hat Gott zuvor bereitet und an unseren Weg gelegt, damit wir nun darin wandeln sollen.“ [Eph. 2,4-10; vgl. 1. Tess. 1,2-10.]

Epheser 2,4-10 -- 4 Aber Gott, der da reich ist an Barmherzigkeit, durch seine große Liebe, damit er uns geliebt hat, 5 da wir tot waren in den Sünden, hat er uns samt Christo lebendig gemacht (denn aus Gnade seid ihr selig geworden) 6 und hat uns samt ihm auferweckt und samt ihm in das himmlische Wesen gesetzt in Christo Jesu, 7 auf daß er erzeigte in den zukünftigen Zeiten den überschwenglichen Reichtum seiner Gnade durch seine Güte gegen uns in Christo Jesu. 8 Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch den Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, 9 nicht aus den Werken, auf daß sich nicht jemand rühme. 10 Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christo Jesu zu guten Werken, zu welchen Gott uns zuvor bereitet hat, daß wir darin wandeln sollen. / 1. Thessalonicher 1,2-10 -- 2 Wir danken Gott allezeit für euch alle und gedenken euer im Gebet ohne Unterlaß 3 und denken an euer Werk im Glauben und an eure Arbeit in der Liebe und an eure Geduld in der Hoffnung, welche ist unser HERR Jesus Christus, vor Gott und unserm Vater. 4 Denn, liebe Brüder, von Gott geliebt, wir wissen, wie ihr auserwählt seid, 5 daß unser Evangelium ist bei euch gewesen nicht allein im Wort, sondern auch in der Kraft und in dem heiligen Geist und in großer Gewißheit; wie ihr denn wisset, welcherlei wir gewesen sind unter euch um euretwillen; 6 und ihr seid unsre Nachfolger geworden und des HERRN und habt das Wort aufgenommen unter vielen Trübsalen mit Freuden im heiligen Geist, 7 also daß ihr geworden seid ein Vorbild allen Gläubigen in Mazedonien und Achaja. 8 Denn von euch ist auserschollen das Wort des HERRN; nicht allein in Mazedonien und Achaja, sondern an allen Orten ist auch euer Glaube an Gott bekannt geworden, also daß uns nicht not ist, etwas zu sagen. 9 Denn sie selbst verkündigen von euch, was für einen Eingang wir zu euch gehabt haben und wie ihr bekehrt seid zu Gott von den Abgöttern, zu dienen dem lebendigen und wahren Gott 10 und zu warten auf seinen Sohn vom Himmel, welchen er auferweckt hat von den Toten, Jesum, der uns von dem zukünftigen Zorn erlöst.

Die Israeliten erwählte und rettete Gott also nicht, weil sie etwa besser gewesen wären als die Ägypter, nein, es war reine, unverdiente Gnade! Gott gedachte Seines Gnadenbundes mit Abraham, Isaak und Jakob. Aus Gnaden schenkte Er nun ihren Nachkommen das Lamm, dessen Blut sie errettete. Wie vieler Gnade und Einwirkung des Geistes Gottes bedarf es doch, damit wir die uns im Herrn Jesus geschenkte ewige Gnade doch stets als Gnade, als etwas ganz Unverdientes und Herrliches empfinden und preisen!

(Dienstag, 20. Februar 1934)

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