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JAHRGANG 1934
Januar 1934

Sonnabend, den 27. Januar 1934


2. Mose 5,22 - 6,1

Mose ist in seinem langen Leben demütig und vorsichtig genug geworden, auf solche Vorwürfe, wie die Israeliten sie ihm machten, zunächst gar nicht zu antworten. Ihm selbst geht ja der vermehrte Druck und Jammer seiner Brüder aufs tiefste zu Herzen! Er nimmt einzig und allein seine Zuflucht zu seinem Gott, den er in Seiner Handlungsweise allerdings in diesem Augenblick noch nicht verstehen kann. Denn auch Moses Herz muß noch tiefer geschmolzen werden; er muß noch viele Lektionen lernen, um aus der Herzenshärtigkeit der Menschen die weise und ernste Behandlungs- und Erziehungsweise Gottes verstehen zu lernen. Es gab keinen anderen Weg, die Nachkommen Abrahams für die große, ihnen zugedachte Rettung zuzubereiten, als diese furchtbare Not im Schmelzofen Ägyptens! – Mose kann es nicht begreifen, daß Gott es dem von ihm doch so sehr geliebten Volke so übel macht. Und warum hat Gott ihn selbst überhaupt berufen und zu Israel gesandt, wenn dadurch das Volk nur tiefer ins Unglück gerät? Seitdem Mose im Auftrag Gottes vor Pharao getreten ist, geht es ja dem israelitischen Volke viel schlechter als vorher, und statt Rettung ist um so tiefere Not ihr Teil! – Wir wollen das Wort unseres Herrn Jesu zu Herzen nehmen: „Was Ich tue, verstehst du jetzt nicht, du wirst es aber hernach erfahren.“ (Lies Jer. 32,16-27.) – Der Herr schilt Seinen Knecht nicht, läßt ihn aber doch empfinden, wie kurzsichtig er noch ist! Gottes mächtiges Eingreifen sollte die ganze Lage wenden. Der Pharao, welcher so trotzig, gewalttätig und grausam auftrat – Gott vermochte ihn zu zwingen! Denn was ist die größte Macht und Gewalttat des Menschen gegenüber der Gewalt des Allmächtigen? „Nun sollst du sehen, was Ich dem Pharao tun werde; denn durch eine starke Hand gezwungen, soll er Israel ziehen lassen; ja, durch eine starke Hand gezwungen, wird er sie sogar aus seinem Lande wegtreiben!“ – Wie wenig ist uns noch aufgegangen von der unendlichen Größe, Macht und Erhabenheit unseres herrlichen Gottes! Vielleicht können Blicke in die Unendlichkeit und wunderbare Mannigfaltigkeit der Schöpfung uns mehr als bisher die Allmacht und Weisheit, die Fülle der Hilfsquellen ahnen lassen, aus welchen heraus unser Gott Sich derer annimmt, die sich in tiefer Beugung und Demut Ihm anvertrauen.[Lies Ps. 104,19-29.]

Gott kann!

Mag der Sturm auch toben –
Gott kann, und er schweigt;
Mitten in den Wogen
Seine Macht Er zeigt.
Gott kann, Gott kann! Nichts ist Ihm zu wunderbar,
Gott kann, Gott kann! O vertrau Ihm ganz!

Gott kann, und es fallen
Mauern über Nacht
Gott kann, und zertreten
Ist des Feindes Macht.
Gott kann, Gott kann! Nichts usw.

Ist ein Ding unmöglich?
Gott erhört Gebet!
Ist kein Ausweg möglich?
Gott kann, und es geht.
Gott kann, Gott kann! Nichts usw.

Trotz der Hölle Rachen,
Gott führt unsern Krieg.
Trotz dem großen Drachen,
Gottes ist der Sieg.
Gott kann, Gott kann! Nichts usw.

Bist du am Ermatten?
Gott gibt neue Kraft.
In des Kreuzes Schatten
Seine Allmacht schafft.
Gott kann, Gott kann! Nichts usw.

Will der Druck nicht weichen?
Gott kann und du wirst frei
In des Kreuzes Zeichen
Macht Er alles neu.
Gott kann, Gott kann! Nichts usw.

Kannst den Weg nicht sehen
Gott kann und es wird licht.
Kannst du nicht verstehen?
Glaub‘ was Er verspricht!
Gott kann, Gott kann! Nichts usw.

Bist du arm und elend?
Gott kann, du wirst reich.
Auch am bösen Tage
Bleibt Er immer gleich.
Gott kann, Gott kann! Nichts usw.

Und wenn Gott dein Leben
Ruft und brauchen will,
O so kann Er geben
Seiner Gaben füll.
Gott kann, Gott kann! Nichts usw.
(Aus: „Lieder von Kampf und Herrlichkeit“ von H.-E. Alexander.)

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