BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 026 (Mose macht dem HERRN Vorwürfe. Der verheißt ihm Gerichte über den Pharao)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
A. Die NOT Israels in Ägypten (2. Mose 1-6)

18. Mose macht dem HERRN Vorwürfe. Der verheißt ihm Gerichte über den Pharao (2. Mose 5,22 - 6,1)


2. MOSE 5,22 - 6,1

22 Mose aber kam wieder zu dem HERRN und sprach: HERR, warum tust du so übel an diesem Volk? Warum hast du mich hergesandt? 23 Denn seit dem, daß ich hineingegangen bin zu Pharao, mit ihm zu reden in deinem Namen, hat er das Volk noch härter geplagt, und du hast dein Volk nicht errettet. 6,1 Der HERR sprach zu Mose: Nun sollst du sehen, was ich Pharao tun werde; denn durch eine starke Hand muß er sie lassen ziehen, er muß sie noch durch eine starke Hand aus seinem Lande von sich treiben.

Mose ist in seinem langen Leben demütig und vorsichtig genug geworden, auf solche Vorwürfe, wie die Israeliten sie ihm machten, zunächst gar nicht zu antworten. Ihm selbst geht ja der vermehrte Druck und Jammer seiner Brüder aufs tiefste zu Herzen! Er nimmt einzig und allein seine Zuflucht zu seinem Gott, den er in Seiner Handlungsweise allerdings in diesem Augenblick noch nicht verstehen kann. Denn auch Moses Herz muß noch tiefer geschmolzen werden; er muß noch viele Lektionen lernen, um aus der Herzenshärtigkeit der Menschen die weise und ernste Behandlungs- und Erziehungsweise Gottes verstehen zu lernen. Es gab keinen anderen Weg, die Nachkommen Abrahams für die große, ihnen zugedachte Rettung zuzubereiten, als diese furchtbare Not im Schmelzofen Ägyptens! – Mose kann es nicht begreifen, daß Gott es dem von ihm doch so sehr geliebten Volke so übel macht. Und warum hat Gott ihn selbst überhaupt berufen und zu Israel gesandt, wenn dadurch das Volk nur tiefer ins Unglück gerät? Seitdem Mose im Auftrag Gottes vor Pharao getreten ist, geht es ja dem israelitischen Volke viel schlechter als vorher, und statt Rettung ist um so tiefere Not ihr Teil! – Wir wollen das Wort unseres Herrn Jesu zu Herzen nehmen: „Was Ich tue, verstehst du jetzt nicht, du wirst es aber hernach erfahren.“ (Lies Jer. 32,16-27.)

Jeremia 32,16-27 -- 16 Und da ich den Kaufbrief hatte Baruch, dem Sohn Nerias, gegeben, betete ich zum HERRN und sprach: 17 Ach Herr, HERR, siehe, du hast Himmel und Erde gemacht durch deine große Kraft und durch deinen ausgestreckten Arm, und ist kein Ding vor dir unmöglich; 18 der du wohltust vielen Tausenden und vergiltst die Missetat der Väter in den Busen ihrer Kinder nach ihnen, du großer und starker Gott; HERR Zebaoth ist dein Name; 19 groß von Rat und mächtig von Tat, und deine Augen stehen offen über alle Wege der Menschenkinder, daß du einem jeglichen gibst nach seinem Wandel und nach der Frucht seines Wesens; 20 der du in Ägyptenland hast Zeichen und Wunder getan bis auf diesen Tag, an Israel und den Menschen, und hast dir einen Namen gemacht, wie er heutigestages ist; 21 und hast dein Volk Israel aus Ägyptenland geführt durch Zeichen und Wunder, durch deine mächtige Hand, durch ausgestrecktem Arm und durch großen Schrecken; 22 und hast ihnen dies Land gegeben, welches du ihren Vätern geschworen hattest, daß du es ihnen geben wolltest, ein Land, darin Milch und Honig fließt: 23 und da sie hineinkamen und es besaßen, gehorchten sie deiner Stimme nicht, wandelten auch nicht nach deinem Gesetz; und alles, was du ihnen gebotest, daß sie es tun sollten, das ließen sie; darum du auch ihnen all dies Unglück ließest widerfahren; 24 siehe, diese Stadt ist belagert, daß sie gewonnen und vor Schwert, Hunger und Pestilenz in der Chaldäer Hände, welche wider sie streiten, gegeben werden muß; und wie du geredet hast, so geht es, das siehest du, 25 und du sprichst zu mir, Herr, HERR: "Kaufe du einen Acker um Geld und nimm Zeugen dazu", so doch die Stadt in der Chaldäer Hände gegeben wird. 26 Und des HERRN Wort geschah zu Jeremia und sprach: 27 Siehe, ich, der HERR, bin ein Gott alles Fleisches; sollte mir etwas unmöglich sein?

Der Herr schilt Seinen Knecht nicht, läßt ihn aber doch empfinden, wie kurzsichtig er noch ist! Gottes mächtiges Eingreifen sollte die ganze Lage wenden. Der Pharao, welcher so trotzig, gewalttätig und grausam auftrat – Gott vermochte ihn zu zwingen! Denn was ist die größte Macht und Gewalttat des Menschen gegenüber der Gewalt des Allmächtigen? „Nun sollst du sehen, was Ich dem Pharao tun werde; denn durch eine starke Hand gezwungen, soll er Israel ziehen lassen; ja, durch eine starke Hand gezwungen, wird er sie sogar aus seinem Lande wegtreiben!“ – Wie wenig ist uns noch aufgegangen von der unendlichen Größe, Macht und Erhabenheit unseres herrlichen Gottes! Vielleicht können Blicke in die Unendlichkeit und wunderbare Mannigfaltigkeit der Schöpfung uns mehr als bisher die Allmacht und Weisheit, die Fülle der Hilfsquellen ahnen lassen, aus welchen heraus unser Gott Sich derer annimmt, die sich in tiefer Beugung und Demut Ihm anvertrauen.[Lies Ps. 104,19-29.]

Psalm 104,19-29 -- 19 Du hast den Mond gemacht, das Jahr darnach zu teilen; die Sonne weiß ihren Niedergang. 20 Du machst Finsternis, daß es Nacht wird; da regen sich alle wilden Tiere, 21 die jungen Löwen, die da brüllen nach dem Raub und ihre Speise suchen von Gott. 22 Wenn aber die Sonne aufgeht, heben sie sich davon und legen sich in ihre Höhlen. 23 So geht dann der Mensch aus an seine Arbeit und an sein Ackerwerk bis an den Abend. 24 HERR, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weislich geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter. 25 Das Meer, das so groß und weit ist, da wimmelt's ohne Zahl, große und kleine Tiere. 26 Daselbst gehen die Schiffe; da sind Walfische, die du gemacht hast, daß sie darin spielen. 27 Es wartet alles auf dich, daß du ihnen Speise gebest zu seiner Zeit. 28 Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gut gesättigt. 29 Verbirgst du dein Angesicht, so erschrecken sie; du nimmst weg ihren Odem, so vergehen sie und werden wieder zu Staub.
Gott kann!

Mag der Sturm auch toben –
Gott kann, und er schweigt;
Mitten in den Wogen
Seine Macht Er zeigt.
Gott kann, Gott kann! Nichts ist Ihm zu wunderbar,
Gott kann, Gott kann! O vertrau Ihm ganz!

Gott kann, und es fallen
Mauern über Nacht
Gott kann, und zertreten
Ist des Feindes Macht.
Gott kann, Gott kann! Nichts usw.

Ist ein Ding unmöglich?
Gott erhört Gebet!
Ist kein Ausweg möglich?
Gott kann, und es geht.
Gott kann, Gott kann! Nichts usw.

Trotz der Hölle Rachen,
Gott führt unsern Krieg.
Trotz dem großen Drachen,
Gottes ist der Sieg.
Gott kann, Gott kann! Nichts usw.

Bist du am Ermatten?
Gott gibt neue Kraft.
In des Kreuzes Schatten
Seine Allmacht schafft.
Gott kann, Gott kann! Nichts usw.

Will der Druck nicht weichen?
Gott kann und du wirst frei
In des Kreuzes Zeichen
Macht Er alles neu.
Gott kann, Gott kann! Nichts usw.

Kannst den Weg nicht sehen
Gott kann und es wird licht.
Kannst du nicht verstehen?
Glaub‘ was Er verspricht!
Gott kann, Gott kann! Nichts usw.

Bist du arm und elend?
Gott kann, du wirst reich.
Auch am bösen Tage
Bleibt Er immer gleich.
Gott kann, Gott kann! Nichts usw.

Und wenn Gott dein Leben
Ruft und brauchen will,
O so kann Er geben
Seiner Gaben füll.
Gott kann, Gott kann! Nichts usw.
(Aus: „Lieder von Kampf und Herrlichkeit“ von H.-E. Alexander.)

(Sonnabend, 27. Januar 1934)

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