BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1927
Februar 1927

Montag, den 21. Februar 1927


4. Mose 28,3-8; Jesaja 53,1-12

Hier haben wir also das tägliche Brandopfer. Stets mußte es „ein Lamm ohne Fehl“ sein. O, wir wollen heute hinblicken auf den Herrn Jesum, wie Er als „das Lamm“ Seinen Erdenweg ging demütig, liebend, allezeit gehorsam und freudig den Willen des Vaters tuend und das Elend der Menschen auf Sich nehmend: „Fürwahr, Er hat unsere Leiden getragen und unsere Schmerzen hat Er auf Sich genommen!“ (Lies Matth. 8,16.17.) So blickte Johannes der Täufer auf Ihn und rief aus: „Siehe, das Lamm Gottes!“, und es hörten ihn zwei seiner Jünger und sie folgten Jesu nach. Wenn unser Innerstes wirklich von Jesus, dem Lamme Gottes, hingenommen ist, dann werden auch andere durch uns in Seine Nachfolge gezogen werden! (Lies Joh. 1,35-37!) - Ja, der Weg Jesu ging zum Brandopferaltar. Dort gab Er Sich freiwillig in der Menschen Hände und ließ Sich ans Kreuz nageln. Dort gab Er Sich vor allem in die Hände des lebendigen Gottes, mit unserer Schuld beladen - für unsere Sünde die Verantwortung tragend und mußte erfahren: „Es ist furchtbar, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen!“ [Lies Ps. 22,1-21; Matth. 27,45-54.]

O Jesu, teures Gotteslamm!
Du wurdest an des Kreuzes Stamm
Für unsre Sünd’ geschlachtet;
Für uns gingst Du in Not und Tod;
Du opfertest Dich völlig Gott -
Für uns wardst Du verachtet!
Jetzt kann uns nichts verdammen mehr;
Herr Jesu, Dir sei Dank und Ehr!

Ja, das ist kostbar, daß unser Heiland dort im tiefsten Leiden eine völlige Erlösung vollbracht hat für schuldige, verlorene Sünder! „Den, der Sünde nicht kannte, hat Gott für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir Gottes Gerechtigkeit würden in Ihm!“ [Lies 2. Tim. 1,7-10.] - Was Jesus dort am Kreuz für Gott getan hat und für Gott war, davon können wir nur wenig fassen. Aber soviel erkennen wir: Gott ist wunderbar geehrt und verherrlicht worden durch Jesus - gerade da, wo wir Menschen Ihn so tief gekränkt, so schwer beleidigt und verunehrt hatten durch unseren Abfall und Ungehorsam! - „Aber wo die Sünde überströmend geworden ist, da ist jetzt die Gnade noch viel überschwenglicher geworden, damit - gleichwie die Sünde geherrscht hat durch den Tod, also auch die Gnade ihre Königsherrschaft ausübe durch Gerechtigkeit zum ewigen Leben durch Jesus Christus, unseren Herrn! ... Denn der Sold, den die Sünde zahlt, ist der Tod; das Gnadengeschenk Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn!“ -

Deshalb wird auch Jesus, das Lamm Gottes, ewiglich gerühmt und gepriesen werden - ewiglich im Mittelpunkt stehen! Und alles, was im Himmel und auf Erden und unter der Erde ist, muß sich huldigend vor Ihm beugen: „Darum hat Gott Ihn auch hoch erhoben und Ihm einen Namen gegeben, der über alle Namen ist, auf daß in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge der Himmlischen und der Irdischen und der Unterirdischen - und jede Zunge bekenne, daß Er Herr sei, zur Verherrlichung Gottes, des Vaters!“ - Gott blickte von jeher auf Jesus und auf das, was Er am Kreuz leiden und vollbringen sollte. Darum wollte Er in Seinem Heiligtum stets das kostbare Brandopfer vor Sich haben - morgens wurde ein Lamm dargebracht und abends wurde ein Lamm dargebracht! Und das machte Israel angenehm und wohlgefällig vor Ihm! - Lieber Leser, bist du schon bei Gott angenehm und wohlgefällig durch den Herrn Jesus? Oder gehst du noch gleichgültig in deiner Schuld und Sünde auf dem breiten Wege, der zur Verdammnis führt und trittst die Liebe deines Heilandes mit Füßen?

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