BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1927
Februar 1927

Montag, den 14. Februar 1927


4. Mose 28,1.2; 1. Petri 2,21-24

Wir sehen also in dem Brandopfer ein klares Vorbild auf die Hingebung unseres Herrn Jesu, „der Sich Selbst ohne Flecken Gott geopfert hat“. Freiwillig gab Er Sich hin für die Ehre Gottes in einer Welt, in welcher Gott tausendfach durch die Sünde der Menschen geschmäht und verunehrt worden ist! [Lies Hebr. 9,14; Joh. 10,18.] - Ja, Jesus war „das Lamm ohne Fehl und ohne Flecken“. Vollkommen war Seine Weihe und Aufopferung für Gott bis in den Tod. Ein duftender Wohlgeruch steigt von Seinem ganzen Leben und von Seinem heiligen Sterben zum Throne Gottes auf in alle Ewigkeit! - Werden wir nicht ewiglich im Himmel jubeln: „Dem, der uns liebt und uns von unseren Sünden gewaschen hat in Seinem Blute und uns gemacht hat zu einem Königtum - zu Priestern Seinem Gott und Vater: Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit!“

Dem geschlachteten Opfertier wurde die Haut abgezogen und es wurde in Stücke zerlegt. Wenn die Hülle unseres äußeren Wesens weggenommen und unser Inneres bloßgelegt wird - ach, wie oft offenbart sich dann Verkehrtes, Böses, Liebloses, Unlauteres - die noch in uns wohnende - alte Natur! [Lies Röm. 6,12-24.] - Je tiefer der heilige Sohn Gottes erprobt wurde, desto mehr offenbarte Sich Seine göttlich-menschliche Vortrefflichkeit, Heiligkeit und Vollkommenheit! (Lies Phil. 2,6-11.) - Jene Waschung mit Wasser machte die vorbildlichen Opfer zu dem, was Christus Seinem innersten Wesen nach war - völlig rein! „Siehe, Mein Knecht, den Ich stütze - Mein Auserwählter, an welchem Meine Seele Wohlgefallen hat!“ - Köstlich sind die Worte „für ihn“ in V. 3 und 4: Der ganze Wert, den Jesus und Sein vollbrachtes Werk von Golgatha vor Gott hat, kommt nun jedem Glaubenden zugut! „Ihm geben alle Propheten Zeugnis, daß jeder, der auf Ihn vertraut, Vergebung der Sünden empfängt durch Seinen Namen!“ [Lies Apgesch. 13,38.39; 1. Joh. 5,13.] - Das Feuer des göttlichen Gerichts verzehrte jenes kostbare Opfer, unseren Herrn Jesum Christum, dort am Kreuze und erprobte Ihn völlig. Nichts fand sich in Ihm, als lauter innere Tugenden und Herrlichkeiten! Das bewies Sein Leben, und das offenbarte Sein Kreuzesleiden und Opfertod völlig! Seine Liebe und Hingebung für den Vater, Seine Demut und Seine Sanftmut, Sein Erbarmen für die Sünder und Seine Geduld mit Seinen Jüngern, Sein williger, völliger Gehorsam und Seine Treue bis in den Tod - wo erkennen wir dies alles besser, als auf Golgatha? (Lies Luk. 22,14-23. [39-46; 23,33-49!]) - Ach, unser Verständnis und unsere Wertschätzung sind ja selbst im besten Fall gering und sehr unvollkommen. Gott allein weiß es völlig zu würdigen, was Jesus ist und was Er getan hat! Aber wenn wir einmal die Hand unseres Glaubens auf dies wunderbare Opfer gelegt haben, so wollen wir nicht mehr zurückblicken auf unsere Sünde und Unvollkommenheit, sondern immer neu und immer inniger danken, bewundern, anbeten angesichts der völligen Sühnung, die Jesus für uns getan und angesichts der völligen Gnade, die wir durch Ihn auf ewig bei Gott erlangt haben: „Christus hat uns geliebt und Sich Selbst an unserer Statt hingegeben - Gott zu einem duftenden Wohlgeruch!“ „Ihr seid angenehm gemacht in Ihm, dem Geliebten!“

Seliges Wissen: Jesus ist mein!
Völligen Frieden bringt es mir ein;
Leben von oben, ewiges Heil,
Völlige Sühnung ward mir zuteil!

Welcher Christ aber möchte sich damit begnügen, Rettung, Segnung und ewige Herrlichkeit durch Jesu heiliges Opfer erlangt zu haben? Drängt Seine Liebe uns nicht, Ihm ähnlich zu werden in der Liebe zu Gott und den Menschen und Ihm nachzufolgen auf dem Wege des Gehorsams und der Selbstaufopferung?

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