BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1927
Februar 1927

Sonntag, den 13. Februar 1927


4. Mose 28,1.2; 3. Mose 1,1-9

Von der tiefsten Bedeutung der alttestamentlichen Opfer haben wir jetzt noch nicht geredet. All die verschiedenen Opfer des Alten Bundes sind ja ein klarer Hinweis auf den Herrn Jesus - besonders auf Sein versöhnendes Leiden und Sterben. Gott nennt die Opfer „Meine Opfergabe - Meine Speise“. Werden wir da nicht lebhaft daran erinnert, daß unser Heiland Sich Selbst „das Brot Gottes“ nennt und sagt, daß Er Tag für Tag „Gottes Wonne“ sei? (Spr. 8,30; Joh. 6,33.) Hat sich nicht über Ihm, als Er auf Erden war, der Himmel aufgetan? Der Heilige Geist kam in Gestalt einer Taube versiegelnd und anerkennend auf Ihn herab und des Vaters Stimme ertönte: „Du bist Mein geliebter Sohn; an Dir habe Ich Wohlgefallen gefunden!“ [Lies Mark. 1,9-11.]

Hier ist zunächst nicht von Sünd- und Schuldopfern die Rede, sondern von „Feueropfern zum lieblichen Geruch“, d. h. von den Opfern, die Christum in Seiner Kostbarkeit und Wohlannehmlichkeit darstellen - wie Er Sich für uns hingegeben hat „als Darbringung und Schlachtopfer, Gott zu einem duftenden Wohlgeruch!“ [Eph. 5,1.2; vgl. Hebr. 9,14.] - Welches waren denn nun im Alten Bunde die „Feueropfer lieblichen Geruchs“? Das Brandopfer, das Speisopfer und das Friedensopfer. [3. Mos. 1,9; 2,1.2; 3,1-5.16.] - Alle Anordnungen Gottes im Alten Bunde waren nicht nur von Bedeutung für das Volk Israel, sondern der Heilige Geist hat zugleich kostbare, geistliche Bedeutung für uns hineingelegt. So besonders in die Opfer; ja, sie sind wunderbare Vorbilder auf den Herrn Jesus und Sein Opfer auf Golgatha. [Siehe Hebr. 10,5-10!] Wie wichtig doch für jedes Kind Gottes, dies zu verstehen! „Wer weise ist, der wird dieses verstehen; wer verständig ist, der wird es erkennen!“ - Von höchster Art war das Brandopfer, es war ein Ganzopfer, vom heiligem Feuer auf dem Altar verzehrt, und stieg „als lieblicher Geruch“ zu Gott empor. Weder der Darbringende noch der Priester bekamen irgend einen Anteil daran; es war ganz und gar für Gott! So hat „Christus uns geliebt und Sich Selbst für uns hingegeben als Darbringung und Schlachtopfer - Gott zu einem duftenden Wohlgeruch!“ (Lies Joh. 19,17-30.) - Das Brandopfer war meist die freiwillige Darbringung eines dankbaren Herzens, das Gott zu ehren begehrte. Anbetung und Hingebung für Gott fanden im Brandopfer ihren Ausdruck. Der Israelit, indem er seine Hand auf das Opfer legte, machte sich vor Gottes Angesicht im Glauben eins mit der Vortrefflichkeit und Wohlannehmlichkeit des Opfers! Dann wurde dasselbe geschlachtet und der diensttuende Priester sprengte das Blut ringsum an den Altar. - Liebes Herz, weißt du, was das für vormals schuldige, unreine Sünder bedeutet, wenn es heißt: „Durch ein Opfer hat Er auf immerdar vollkommen gemacht, die geheiligt werden!“? Hast du schon deine Glaubenshand auf Jesus gelegt und Ihn angenommen als Den, der allein dich Gott angenehm machen kann? Hast du persönlich Zuflucht genommen zu Seiner Versöhnungstat - zu Seinem Blut, das auch dich rein macht von aller Sünde? (Lies Joh. 6,51-58!)

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