BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1927
Februar 1927

Freitag, den 11. Februar 1927


4. Mose 28,1.2; Philipper 3,3

Die Kapitel 28 und 29 bilden zusammen ein Ganzes. Dicht vor dem Einzug nach Kanaan stehend, werden die Vorschriften über die darzubringenden Opfer erneuert. Dies war um so nötiger, als während der 38 jährigen Strafwanderung in der Wüste der geordnete Gottesdienst und Opferdienst vielfach notgelitten hatte! (Vgl. Apgesch. 7,37-43.) - Unsere Kapitel sind aber keine eintönige Wiederholung der früheren Opfer- und Festvorschriften, vielmehr eine Vervollständigung! Besonders sollte man mit 3. Mose 23 vergleichen, wo die sieben Hauptfeste Israels nach ihrer besonderen Bedeutung dargestellt sind, während sie hier nach der Menge und Art ihrer Opfer gesehen werden. Wir hören hier also von den Festtagen und Festzeiten, welche Israel im Lande Kanaan alljährlich feiern sollte. Es waren genau festgesetzte Zeitpunkte, an welchen Jehova Sein erlöstes Volk in Heiligkeit und Freude zu Seiner Wohnung hin versammelt sehen wollte, um sie Seiner Gegenwart und Seiner Segnungen teilhaftig zu machen! - Gott liebte Sein Volk und wollte innige Verbindung mit demselben haben. Es sollte Ihn in Seiner Liebe und Macht, in Seiner Gnade und Herrlichkeit erkennen und anbeten; es sollte in dieser Erkenntnis und Gemeinschaft seines Gottes Heil und Leben, und nicht nur das, auch die reichste Segnung und seligste Freude finden! - Als Christen stehen wir nicht unter dem Gesetz und haben die jüdischen Feste nicht zu feiern. (Lies Gal. 4,4-11; 5,1-6; [Kol. 2,16 - 3,4].) Aber wir werden im Laufe unserer Betrachtung erkennen, daß Gott uns in diesen Festen Abschattungen und Bilder gegeben hat von Seinen großen Heilstaten und Segensbeschlüssen für uns! Diese hat Er Sich von Ewigkeit her vorgesetzt in Christo und hat sie auch durch Ihn zur Ausführung gebracht. Diese Heilstaten und Segensbeschlüsse werden ihre Erfüllung und Vollendung finden in Gottes ewiger, himmlischer Herrlichkeit.

Ja, zur ewigen Herrlichkeit beruft, bereitet und bringt unser Gott alle, die in Wahrheit Seinem Evangelium glauben! Sie dürfen und sollen schon in dieser Zeit Ihn erkennen und anbeten, an Ihm ihre Freude und mit Ihm Gemeinschaft haben. Und bald sollen sie ewiglich Seine Herrlichkeit und Seligkeit teilen! [Lies Ps. 16,11; 1. Kor. 1,9; Offenb. 19,9.] - Die Feste zeigen uns aber auch, daß wir, wenn wir errettet sind, Gott dienen dürfen. Die alttestamentlichen Opferordnungen gestalteten und heiligten das ganze Gemeindeleben Israels zu einem fortgesetzten Gottesdienst! - Uns wird zugerufen: „Ich ermahne euch nun, Brüder (und Schwestern), durch die Erbarmungen Gottes, eure Leiber darzustellen als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Schlachtopfer, welches euer vernünftiger Gottesdienst ist!“ „Die Stunde ist jetzt, da die wahrhaftigen Anbeter den Vater im Geist und in Wahrheit anbeten; denn der Vater sucht solche als Seine Anbeter! Gott ist ein Geist; und die Ihn anbeten, müssen Ihn im Geist und in Wahrheit anbeten!“ „Ihr habt euch zu Gott bekehrt, um Ihm, dem lebendigen und wahren Gott, zu dienen und Seinen Sohn aus den Himmeln zu erwarten, den Er aus den Toten auferweckt hat - Jesum, der uns errettet von dem kommenden Zorn!“

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