BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1927
Februar 1927

Donnerstag, den 10. Februar 1927


4. Mose 27,18-23

Vor der versammelten Gemeinde Israels und dem Hohenpriester vollzog Mose feierlich die Amtsübertragung auf Josua, indem er durch Handauflegung seine eigene Würde und Hoheit auf ihn legte. (Selbstverständlich trat Josuas Ernennung erst mit Moses Tod in Kraft!) - Wie die Kinder Israel bisher Mose gehorcht hatten, so sollten sie fortan Josua gehorchen. Und da Josua ein Mann des Geistes, ein Mann vorbildlichen und geheiligten Wandels war, so gehorchte das Volk ihm willig, wie sie Mose gehorcht hatten. (Vgl. 5. Mos. 34,9; Jos. 1,16-18!) - Die Autoritätsfrage ist eine Frage nach dem Charakter und Wandel, nach dem inneren Wert und Gewicht, nach der göttlichen Berufung und der praktischen Heiligung des Führers, handle es sich nun um welches Amt es wolle - Elternamt, Erzieheramt, Vorgesetztenamt im Geschäfts- und Beamtenleben, Lehramt, geistliches Amt oder was es sei! - Wer wirklich vor Gott steht und wandelt, dem werden auch die Menschen gern folgen und sich unterordnen, wenn ja gewiß auch Schwierigkeiten auf diesem Gebiet nicht ausbleiben mögen, so wenig sie Mose, dem Manne Gottes, erspart blieben! - Menschen, denen es an geheiligtem Charakter, an Demut und Gottesfurcht fehlt, werden sich schwerlich Respekt verschaffen; höchstens folgt man ihnen aus Furcht, aus Angst vor ihren Wutausbrüchen oder sonstigen schlimmen Folgen! - So unmittelbar, wie Mose alle Weisung und Leitung von Gott Selbst empfing, so daß er selbst über dem von Gott verordneten Priestertum Aarons stand, war allerdings Josuas Stellung nicht. Rat und Weisung vom Herrn in besonderen Fällen sollte er durch den Hohenpriester Eleasar nachsuchen, der als Amtsausrüstung „die Urim und Thummim“ (d. h. Lichter und Vollkommenheiten) besaß. -

Dieselben waren in dem edelsteingeschmückten „Brustschild des Gerichtes“, einer viereckigen Tasche, welche zur hohenpriesterlichen Kleidung gehörte. Worin diese Urim und Thummim bestanden, sagt die Schrift nicht. Sie waren das Mittel, durch welches der Hohepriester auf Befragen wichtige Entscheidungen, Antworten oder Aufklärungen von Gott für das Volk empfing. [Vgl. 2. Mos. 28,15-30.] Auch wir dürfen immer wieder bitten: „Herr, sende Dein Licht und Deine Wahrheit, daß sie mich leiten - mich bringen zu Deinem heiligen Berge und zu Deinen Wohnungen!“ (Lies Spr. 4,1-9; 8,8-11; Ps. 25,12-15.) Und der Herr verspricht: „Ich will dich unterweisen und dich lehren den Weg, den du wandeln sollst; Ich will dich mit Meinen Augen leiten!“ - „Nach seinem Munde“, d. h. nach dem Ausspruch, welchen der Hohepriester infolge dieser Erleuchtung von oben empfing, sollten Josua und die ganze Gemeinde sich richten! Fürs tägliche Leben jedoch und für die täglichen hohen Anforderungen, die sein Amt an ihn stellte, hatte Josua die Heilige Schrift, die damals aus den fünf Büchern Mose bestand. „Dieses Buch des Gesetzes“ hatte er täglich und stündlich zur Hand; es sollte nicht von seinem Munde weichen (die Alten lasen stets laut!), denn es war „seines Fußes Leuchte und das Licht für seinen Pfad!“ und verbürgte ihm „Gelingen überall, wohin er ging!“ [Lies Jos. 1,1-9!]

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