BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1927
Februar 1927

Mittwoch, den 9. Februar 1927


4. Mose 27,18-23; 1. Timotheus 3,1-16

Und nun bestimmt der Herr klar und unmißverständlich Josua, den Sohn Nuns, zum Nachfolger des Mose! „Nicht ein Neuling“ durfte es sein; eine gründliche Bewährung in der Demut und im Dienste, im Gehorsam und in der Tüchtigkeit war vorangegangen. „Laß sie aber zuerst erprobt werden, dann laß sie dienen, wenn sie untadelig sind!“ sagt Paulus im Blick auf solche, die das schöne Werk eines Hirten begehren! Mose selbst hatte der Herr vierzig Jahre in der Einsamkeit Seiner Schule „hinter der Wüste“ bei den Schafen behalten. Alle Weisheit und Gelehrsamkeit der Ägypter, in welcher er bewandert war und die ihm hernach sehr nützlich war, machte ihn noch nicht tauglich; auch aller Eifer für Gottes Sache nicht, denn es war noch viel „Fleisch“ darinnen. (Vgl. Apgesch. 7,22-36.) - Aber dann, nachdem Gott Sich Sein Werkzeug in aller Stille zubereitet hatte! - dann war Mose der tatkräftige, geheiligte und sanftmütige Führer für Israel geworden, den Gott so „großer Herrlichkeit“ würdigte - der „treu war in Gottes ganzem Hause“, mit dem Er von Angesicht zu Angesicht redete, wie ein Mann mit seinem Freunde redet! - Und nun wurde Josua sein Nachfolger. Fast vierzig Jahre hatte er „unter Mose“ gedient. In 2. Mos. 17,9 hören wir zum ersten Male von ihm als dem glaubenskühnen, jungen Anführer des „Heeres Jehovas“. - Wie Samuel dem Herrn diente „vor Eli“, wie Elisa „Wasser goß auf die Hände des Elia“ - d. h. ihn bediente und ihn bis zuletzt seinen Herrn Elia nannte [2. Kön. 2,3.12] - wie Timotheus als ein „geliebtes und treues Kind“ dem Apostel Paulus erst die äußeren Dienste tat und hernach mit ihm diente am Evangelium, so war Josua während der vierzig Jahre Wüstenwanderung der Diener und bald auch der Mitarbeiter des Mose gewesen. [Vgl. 2. Mose 24,13.14; 33,11 u. a.] - Und nun spricht der Herr zu Mose: „Nimm dir Josua, den Sohn Nuns, einen Mann, in welchem der Geist ist, und lege deine Hand auf ihn!“ - Ja, Geistesmenschen braucht Gottes Volk zu Führern - aus dem Geist Geborene, vom Geist Erzogene und Durchdrungene, durch den Geist Erleuchtete und Geleitete - das sind die einzigen, die wirklich zu Führern und Hirten, zu Lehrern und Regenten der Gemeinde Gottes taugen.

„Lege deine Hände auf ihn.“ Diese Handauflegung bedeutet Segnung, Amtsübertragung, besondere Geistesmitteilung für das neue Amt! - Beides ist außerordentlich beachtenswert: Josua mußte, schon ehe er zu seinem hohen Dienst berufen wurde, ein Mann sein, in welchem der Geist (d. h. der Heilige Geist) war. Und für diesen Dienst bedurfte er neue und vermehrte Kraft des Heiligen Geistes! - Nur wer selbst gesalbt und legitimiert ist vom Heiligen Geiste, wird anderen die Gabe des Heiligen Geistes vermitteln können!

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