BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1927
Februar 1927

Mittwoch, den 2. Februar 1927


4. Mose 25,10-13; Psalm 106,30.31

Ähnlich wie einst über die Söhne Levis, die in heiliger Rücksichtslosigkeit eingriffen, als die Ehre Jehovas durch die Anbetung des goldenen Kalbes so sehr herabgewürdigt war (5. Mos. 33,8-11; vgl. 2. Mos. 32,26-29!), spricht der Herr hier über Pinehas eine hohe Anerkennung aus und stiftet ihm einen besonderen Friedensbund, indem Er ihm und seinen Nachkommen ein ewiges Priestertum verleiht. Tatsächlich sind es die direkten Nachkommen des Pinehas, welche die hohepriesterliche Linie gebildet haben. [Lies 1. Chron. 6,1-15; bes. V. 4 (Luther 5,27-41; bes. V. 30!).] - Unter seinen Nachkommen zeichnet sich besonders der Hohepriester Zadok*) aus; er lebte unter der Regierung Davids und Salomos, und ist in seiner Entschiedenheit und Weihe für Gott seinem Ahnen sehr ähnlich. - Gott rechnet also dem Pinehas seine Eifertat zur Gerechtigkeit und belohnt sie mit hoher Anerkennung. „Denn des Herrn Augen durchlaufen die ganze Erde, um sich mächtig zu erweisen an denen, deren Herz ungeteilt auf Ihn gerichtet ist!“ - Kennst du, mein lieber Bruder - meine teure Schwester, etwas von diesem brennenden Eifer für Gott, für Seine Ehre und Seine Sache auf Erden? - Gott Selbst eifert mit großem Eifer für Sein geliebtes Volk, für Seine Ehre, für Sein Reich auf Erden. [Vgl. Sach. 1,14; 8,2; Jes. 26,11.] Hast du mit Ihm Gemeinschaft? - Ein David konnte sagen: „Der Eifer um Dein Haus, Herr, verzehrt mich!“ „Verzehrt hat mich mein Eifer, denn meine Bedränger haben Deine Worte vergessen!“ - Und Paulus, dieser feurige Charakter, der einst in blindem Eifer für Gott die wahren Kinder Gottes verfolgt hatte, war hernach als Christi Diener nicht etwa kühl und gemessen! O nein, ein heiliger Eifer brannte nun in ihm; die 'Liebe Christi drängte ihn vorwärts auf dem Wege des Dienstes und der Leiden. Alle Drangsale, Ärgernisse und Hindernisse auf seinem Wege waren nur Brennmaterial für seinen Eifer für Christum! [Lies 2. Kor. 11,16-31; bes. V. 23-29!] Er ertrug alles, glaubte alles, hoffte alles, erduldete alles, wenn nur Christus hocherhoben wurde - wenn nur Seine Gnade und Herrlichkeit der Welt verkündigt wurde - wenn nur Menschenseelen als Lohn Seiner Schmerzen hereingerettet wurden in Sein Reich!

Und wie lag ihm die Verherrlichung Seines Meisters durch die Erlösten am Herzen: „Meine Kindlein, um die ich abermals Geburtswehen habe, bis daß Christus in euch Gestalt gewinne!“ „Ich eifere um euch mit Gottes Eifer! denn ich habe euch einem Manne - Christo! verlobt, um euch als eine keusche Jungfrau Ihm darzustellen. Ich fürchte aber, daß etwa, gleich wie die Schlange Eva verführte durch ihre List, also auch euer Sinn verderbt und abgewandt werde von der Einfalt gegen Christum!“

*) Während Zadoks Mitpriester, Ahimelech (aus Ithamars Geschlecht), aus dem Priestertum verstoßen wird [lies 1. Kön. 2,26.27.35], wird dem Zadok, als Nachkomme Eleasars (und Nachkomme Pinehas’) für sich und seine Nachkommen unter Salomo von neuem das Hohepriestertum zugesprochen! [1. Kön. 2,35.] Und nicht nur das - Gott bleibt Seinen Verheißungen ewiglich getreu: Zadoks (damit also auch Pinehas’) Nachkommen werden im zukünftigen Tausendjährigen Reiche das heilige Priestertum Gottes in Jerusalem bilden, wenn der neue Tempel errichtet ist und der jüdische Gottesdienst in neuer, gehobener Form dort wieder eingerichtet wird, wie es uns Hesekiel in seinen letzten acht Kapiteln beschreibt - während die übrigen Nachkommen Levis nur Levitendienste tun dürfen! (Lies Hes. 44,10-16.)

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