BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1926
November 1926

Montag, den 15. November 1926


4. Mose 23,23.24; Jesaja 54,11-17

„Denn da ist keine Zauberei wider Jakob und keine Wahrsagerei wider Jakob!“ Da Israel seinen Gott in seiner Mitte hatte und durch Ihn so wunderbar geschirmt wurde, so konnte man mit Zauberei und Wahrsagerei ihm nichts anhaben. Das mußte Bileam dem König ganz klar hier aussprechen. Gott sagt Seinem Ihm geweihten Volke: „Keiner Waffe, die wider dich gebildet wird, soll es gelingen; und jede Zunge, die vor Gericht wider dich aufsteht, wirst du schuldig sprechen! Das ist das Erbteil der Knechte des Herrn und ihre Gerechtigkeit von Mir aus! spricht der Herr.“ (Lies Jes. 41,8-16.) - Sagt nicht auch Jesus Seinen Jüngern: „Gehet hin! Siehe, Ich sende euch wie Lämmer inmitten von Wölfen! ... Wer euch hört, hört Mich; und wer euch verwirft, verwirft Mich! ... Siehe, Ich gebe euch Gewalt, auf Schlangen und Skorpionen zu treten und über die ganze Kraft des Feindes; und nichts soll euch irgendwie beschädigen!“ (Vgl. Matth. 10,28-31; Apg. 18,10.) - Man kann diese Stelle auch übersetzen: „Da ist keine Zauberei in Jakob und keine Wahrsagerei in Israel“. Dieses glückliche Volk bedarf dieser dunklen, unsicheren und trügerischen Mittel nicht! Es erfreut sich in allen seinen Angelegenheiten der unmittelbaren Offenbarungen seines Gottes! Dessen klares, untrügliches Wort gibt ihm Rat und Weisung in allen Dingen. (Lies 5. Mos. 18,14-19!) - Wie trifft dies doch auch heute für das Volk Gottes zu! Wahrsagerei und Zeichendeuterei, Zauberei und Bannsprecherei herrschen rings um uns her in den verschiedensten Formen - in der Stadt und auf dem Lande, bei den Geringen und in den höchsten Kreisen. Unser armes Volk liegt im Banne der finsteren Macht des Teufels auf alle Weise! Die echten Kinder Gottes aber stehen von all diesem abgeschieden. Sie bedürfen solch dunkler, irreführender Mittel nicht - weder um zu wissen, was ihnen die Zukunft bringt noch zur Hilfe in allerlei Krankheiten und Nöten. Nein, sie haben eine bessere Zuflucht: „Gott ist unsere Zuflucht und Stärke, eine Hilfe, reichlich gefunden in Drangsalen“, und „Sein Wort ist ihres Fußes Leuchte und das Licht auf ihrem Wege!“

Gott offenbart Sich in Wundern und Machttaten zum Heil Seines erlösten Volkes: „Um diese Zeit (oder: zur gegebenen Zeit) wird von Israel gesagt werden: Wie hat doch Gott gewirkt!“ „Dann wird unser Mund voll Lachens und unsere Zunge voll Jubels sein - dann wird man unter den Nationen sagen: „Der Herr hat Großes an diesen getan! Der Herr hat Großes an uns getan, des sind wir fröhlich!“ Ja, Herr, „wie groß ist Deine Güte, welche Du aufbewahrt hast denen, die Dich fürchten - gewirkt für die, die auf Dich trauen angesichts der Menschenkinder!“ (Vgl. Ps. 64,9; [Luk. 10].) Durch seinen Gott ist Israel unüberwindlich für seine Feinde. Das spricht schon der Patriarch Jakob, durch Gottes Geist erleuchtet, über Juda aus [1. Mos. 49,8.9; 4. Mos. 24,9] und das war zu allen Zeiten der Fall, wenn Israel mit seinem Gott wandelte und Ihm gehorchte! Das zeigen uns auch die wunderbaren Siege, die Israel unter den gottesfürchtigen Königen erfocht. - In der Zukunft wird es vor allem so sein. Im Blick auf die Macht und List des größten Feindes - im Kampf mit den geistlichen Mächten der Bosheit, ist es kostbar, daß es auch für uns heißt: „Die Gerechten sind getrost gleich einem jungen Löwen.“ Der Löwe ist ja „der Held unter den Tieren und der vor nichts zurückweicht!“ (Spr. 30,30.) - Warst du heute durch den Glauben solch ein „Löwe“, solch ein „Held“, mein Bruder, meine Schwester?

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