BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1926
Juli 1926

Sonntag, den 11. Juli 1926


4. Mose 19,14-19; Galater 6,1-5

Sehr bedeutsam ist, daß das Entsündigungswasser durch einen reinen Mann auf den Verunreinigten gesprengt wurde. Wir Gläubige sind berufen, auf dem Wege durch diese dunkle, unreine Welt einander zu dienen - einander zur Reinigung und Bewahrung zu helfen: „Laßt uns aufeinander achthaben zur Anreizung zur Liebe und zu guten Werken ... und das um so mehr, je mehr ihr den Tag herannahen sehet!“ - Als Jesus das Reinigungswasser genommen und den Jüngern die Füße gewaschen hatte, da sprach Er zu ihnen: „Auch ihr seid schuldig einander die Füße zu waschen; denn Ich habe euch ein Beispiel gegeben, auf daß, gleich wie Ich euch getan habe, auch ihr tuet!“ Diese heilige Liebesverpflichtung füreinander ruht auf uns, wenngleich sie viel, viel versäumt wird. Gott fragt ein jedes von uns: „Wo ist dein Bruder?“ „Wie sieht’s um deine Schwester?“ und es wäre die Sprache Kains, wenn jemand antworten wollte: „Ich weiß nicht. Soll ich etwa meines Bruders Hüter sein?“ Ja, das gerade sollen wir sein, indem wir einander lieben, wie Jesus uns liebt. (Lies Matth. 18,12-15; Jak. 5,19.20.) - Nur ein Reiner konnte dem Verunreinigten zu neuer Reinheit helfen. Ach, wo sind die wahrhaft Reinen unter uns? Haben wir vergessen, daß der Stand der Reinheit der normale, gewohnte für ein echtes Kind Gottes ist? Glückselig sind, die reines Herzens sind!

Wie könnten wir unserem fehlenden Mitgläubigen zu einem aufrichtigen Sündenbekenntnis, zu wirklicher Wiederherstellung helfen, wenn unser eigenes Herz uns verurteilt, wenn unser eigener Wandel nicht stimmt? O, es ist etwas Kostbares um solche Reinen und Gereiften, welche wie Johannes der Täufer, unter ihren Mitgläubigen „ein brennendes und leuchtendes Licht“ sind. Zu einem solchen haben alle Vertrauen; einem solchen beugen sie sich gern; von ihm lassen sie sich willig zurechtweisen, strafen, mahnen. Sie fühlen die heilige Liebe und die heilige Wahrheit, die von ihm ausgeht! „Der Gerechte schlage mich: es ist Güte! und er strafe mich: es ist Öl für mein Haupt! Nicht wird mein Haupt sich weigern.“ - In Gal. 6,1 schreibt Paulus: „Brüder! Wenn ein Mensch von einem Fehltritt übereilt würde, so bringet ihr, die Geistlichen, einen solchen zurecht im Geiste der Sanftmut, indem du auf dich selbst siehst, daß nicht auch du versucht werdest!“ (Lies Spr. 9,8.9; 25,12; 28,23; 3. Mos. 19,15-18.)

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