BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1926
Juli 1926

Sonnabend, den 10. Juli 1926


4. Mose 19,16-19; [Matthäus 23,27.28]

Den Pharisäern ruft der Herr Jesus zu: „Wehe euch! Denn ihr seid wie die Grüfte, die verborgen sind, und die Menschen, die darüber wandeln, wissen es nicht!“ Auch gebraucht Jesus das Bild eines Grabes, um die Heuchelei ans Licht zu stellen. Er redet von „übertünchten Gräbern, die von außen zwar schön scheinen, inwendig aber voll Totengebeine und aller Unreinigkeit sind“. Einem solchen Grabe gleicht ein Herz, welches unter einem schönen äußeren Schein die innere Schlechtigkeit zu verbergen sucht. Die tote Namenchristenheit ist voll unbewußter und bewußter Heuchelei. Aber welches Gotteskind verunreinigt und befleckt sich nie mehr mit dieser Sünde? - Ach, wir wissen es, wie eitel und selbstgefällig auch unser Herz noch sein kann - wie leicht wir die Ehre bei den Menschen suchen und für geistlicher und gereifter gelten wollen, als wir es sind. O, ich will jeder Spur solcher Heuchelei und Verstellung in meinem Wesen und Tun nachgehen und sie unerbittlich ins Gericht bringen. Das Reinigungswasser des Wortes Gottes soll mich gänzlich davon befreien. Herr, mache mich zu einem durch und durch wahren, lauteren Christen, der nie mehr scheinen will, als er ist!

Alle diese Verunreinigungen werden hier aufgezählt, um kundzutun, daß es Reinigung und Befreiung davon gibt! Gott will nicht, daß auch nur ein Glied Seines Volkes in irgend einer Sünde, in irgend einer Verdunkelung und Verunreinigung stecken bleibe! - Was kann uns denn nun reinigen? Das „lebendige Wasser“, welches, wenn ein Fall der Verunreinigung vorlag, neu geschöpft und auf die Reinigungsasche gegossen wurde, ist ein Bild des Wortes Gottes. Der Heilige Geist muß Selbst Worte der Schrift nehmen und sie in ganz neuer, lebendiger Weise der Seele nahebringen. (Lies Ps. 19,7-14; 119,129-135.) Was der Herr Jesus am Kreuz gelitten hat um deiner Sünde willen - aber auch was Er vollbracht hat, indem Er die Sünde völlig und für immer ihrer Macht beraubte, muß dir in ganz neuer Kraft nahegebracht werden, und du mußt es in freudigem Glauben erfassen. [Lies Röm. 6,1-14.] So tief wie nie zuvor erkennst und bereust du, daß du noch an so vielem festgehalten hast, was zum alten Wesen, zur Welt und zur Sünde gehört und was du schon längst hättest in Christi Tod versenken sollen! (Lies Kol. 3,1-4.) - Auf eine ganz neue Stufe praktischer Lösung von Welt, Ichleben und Sünde - praktischer Heiligung und Hingabe für Gott wirst du nun geführt. Jetzt erst wird dein Glaubens- und Heiligungsleben ein normales, der Heiligen Schrift entsprechendes. Jetzt erst kann es von deinem Wandel heißen: „Der Pfad des Gerechten ist wie das glänzende Morgenlicht, das stets heller leuchtet bis zur vollen Tageshöhe!“ [Spr. 4,18; lies Luk. 11,33-36; Joh. 8,12; 11,9.10.]

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