BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1926
Juli 1926

Sonnabend, den 3. Juli 1926


4. Mose 19,7-10; Psalm 19,7-14

Die irgendwie mit diesem Sündopfer in Berührung kamen, selbst der Priester, der es schlachten ließ - alle wurden „unrein bis auf den Abend“. Wie zeigt uns dies von neuem die Abscheulichkeit der Sünde. O wie sollten wir vor jeder Berührung mit der Sünde zurückweichen, sie hassen und fliehen: „Die ihr den Herrn liebet, hasset das Böse!“ (Lies Röm. 12,9; Jud. 22.23.) - Wasser war das Reinigungsmittel; so ist es für uns das Wort Gottes. Wir können nichts besseres tun, als immer wieder und oft am Tage ein Wort Gottes unsere Gedankenwelt durchströmen zu lassen. „In meinem Herzen habe ich Dein Wort verwahrt, auf daß ich nicht wider Dich sündige!“ (Lies Joh. 15,3.) - An einem reinen Ort wurde die Asche der roten Kuh aufbewahrt, damit jederzeit das Reinigungswasser hergestellt werden könne. - Wie gut, daß auch für uns jederzeit die reinigende Gnade da ist! [Lies Röm. 5,2; Eph. 3,12; Hebr. 4,14-16.] Wohl sollen wir uns sehr hüten vor aller Befleckung. Und es ist kostbar, daß der Herr uns ohne Straucheln bewahren und uns vor Seiner Herrlichkeit tadellos darstellen kann mit Frohlocken. (Lies Jud. 24.25; Hes. 3,21.) Aber wenn du dich durch irgendeine Sünde befleckt hast, sei es auch nur die kleinste, dann gehe nicht eine Viertelstunde in diesem Zustande weiter, lieber Bruder, liebe Schwester! Sieh, der Herr in Seiner gnadenreichen Vorsorge hat das Reinigungswasser für dich bereit! (Lies 1. Joh. 2,1.2; 3,3.) Du darfst sofort deine Sünde mit Schmerz und Reue Ihm, deinem großen Hohenpriester, bekennen. Und Er redet dann ernst und heilig, gnädig und barmherzig zu dir: „Er sendet Sein Wort und heilt sie.“ (Lies 1. Joh. 1,9.10.)

Du darfst und sollst allezeit deine Bibel bei dir haben. Suche dir - abgesehen von deinem richtigen, gründlichen Bibellesen am Morgen - hie und da mitten in der Tagesarbeit, wenn es auch nur für zwei Minuten wäre, ein stilles Eckchen und schaue in Gottes Wort hinein. Dein Gott wird zu dir reden, und Sein Wort wird deine Seele beschämen, aber auch aufrichten, wird dich strafen, aber auch heilen! - Wie hat doch ein David dies erfahren, als er nach tiefem Fall flehte: „Sei mir gnädig, o Gott, nach Deiner Güte; nach der Größe Deiner Erbarmungen tilge meine Übertretungen. Reinige mich von meiner Sünde! ... Siehe, Du hast Lust an der Wahrheit im Inneren! ... Entsündige mich mit Ysop und ich werde rein sein; wasche mich, und ich werde weißer sein als Schnee!“ [Lies still und betend den ganzen Psalm 51!] - Ja, wie sehr bedürfen wir, selbst wenn wir uns nicht besonderer Verfehlung bewußt sind, der stets erneuten, reinigenden Einwirkung des Wortes Gottes! „Ich habe meinen Mund weit aufgetan und gelechzt; denn ich habe verlangt nach Deinen Geboten!“

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