BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1926
März 1926

Sonntag, den 7. März 1926


Maleachi 3,10; 2. Chronik 31,1-21

Dieser Vers ist Tausenden von Kindern Gottes der Ansporn geworden, von ihrem Verdienst oder Einkommen den zehnten Teil dem Herrn für Seine Reichsarbeit zu geben. Und die, welche diesen Weg beschritten haben, können nicht genug rühmen, wie wunderbar der Segen Gottes im inneren und im äußeren Leben über sie gekommen ist - ja, daß sie nun nicht weniger, sondern weit mehr für den eigenen Gebrauch haben. Ich würde mich freuen, wenn die lieben Bibellesezettel-Leser mir auch ihre Erfahrungen auf diesem Gebiet mitteilen würden zu unser aller Glaubensstärkung! - „Bringet den Zehnten ganz in das Vorratshaus, auf daß Speise in Meinem Hause sei!“ Die Zehntengaben des Volkes waren für die Leviten, die Diener des Herrn, bestimmt. Gott wollte, daß die Diener Seines Heiligtums reichlich versorgt seien, und das Volk Gottes hatte die schöne Aufgabe, hierfür durch seine Gaben Sorge zu tragen! - In der Erweckungszeit unter dem gesegneten König Hiskia fand eine tiefe Reinigung des Volkes statt. Mit Reinigung und innerer Zurechtbringung erwacht auch immer die Freigebigkeit in den Herzen der Kinder Gottes (während Unreinigkeit und Geiz stets Hand in Hand gehen!): „Die Kinder Israel brachten reichlich die Erstlinge vom Getreide, Most und Öl und Honig und von allem Ertrag des Feldes, und den Zehnten von allem brachten sie in Menge ... Und sie brachten das Hebopfer und den Zehnten und die geheiligten Dinge treulich!“ Bringst du deine Gaben auch reichlich und treulich? - Der Herr fordert uns auf, Ihn zu prüfen, Seine Verheißung, Seine Treue auf die Probe zu stellen. Wir sollen einmal dieses wichtige Gebot erfüllen und zusehen, ob Er uns nicht des Himmels Fenster auftun und Segen herabschütten wird in Fülle, ja, bis zum Übermaß! -

Als einst bei der Belagerung Samarias eine große Hungersnot entstand, da wollte Gott Seinem Volke eine wunderbare Rettung schaffen und ließ durch den Propheten Elisa sagen: „So spricht Jehova: Morgen um diese Zeit wird ein Maß Feinmehl nur einen Sekel kosten, und zwei Maß Gerste einen Sekel im Tore von Samaria!“ Das war eine unglaubliche Botschaft, da man seit langem von Feinmehl und Gerste kein Stäubchen mehr gehabt hatte, sondern ein Häufchen Taubenmist oder einen Eselskopf mit viel Silbergeld aufwog. Der Adjutant des Königs rief denn auch ganz ungläubig aus: „Siehe, wenn Jehova auch Fenster am Himmel machte, würde wohl solches geschehen?“ Er hielt es für gänzlich ausgeschlossen. Aber sein Unglaube sollte es erleben. Der Prophet antwortet ihm: „Siehe, du wirst es mit deinen Augen sehen, aber du wirst nicht davon essen!“ Und tatsächlich geschah es so, wie Gott versprochen hatte. Auf diese Worte und diese Begebenheit nimmt Maleachi 500 Jahre später Bezug. (Elisa wirkte um 890 v. Chr., Maleachi um 390 v. Chr.!): „Prüfet Mich doch dadurch (durch reichliches Geben des Zehnten), spricht Jehova der Heerscharen, ob Ich euch nicht die Fenster des Himmels auftun und euch Segen ausgießen werde bis zum Übermaß!“ Probiere es einmal, lieber Leser, mit dem Zehntengeben; gib einmal reichlich für Gottes großes Rettungswerk, für Seine Knechte und Mägde, und siehe zu, ob Gott diese Verheißung nicht an dir wahrmachen wird!

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