BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1926
März 1926

Sonnabend, den 6. März 1926


Maleachi 3,7-12; Jeremia 11,1-8

Von neuem muß Gott das untreue Volk schelten und ihnen den Vorwurf machen, daß sie von alters her ein ungehorsames Volk seien. Ach, wenn es heute doch mehr Kinder Gottes gäbe, welchen der Herr diesen Vorwurf nicht machen müßte! Die wenigen, welche in Wegen des Gehorsams wandeln, haben es schon hier auf Erden unaussprechlich gut: „Glückselig, die im Wege untadelig sind - die da wandeln im Gesetze des Herrn! ... Die auch kein Unrecht tun, in Seinen Wegen wandeln!“ (Lies Luk. 1,5.6.74.75.) - In Seiner großen Güte ruft der Herr die Unfolgsamen noch einmal - zum letztenmal! - zur Umkehr und verspricht ihnen: „Kehret um, so will Ich zu euch umkehren, d. h. Mich euch wieder gnädig zuwenden!“ Ach, wie ist Sein Herz doch so voll Güte und Langmut; wie verblendet und verkehrt aber kann das Menschenherz sein! Ganz selbstgerecht fragt Israel zurück: „Worin sollen wir umkehren?“ - Es ist eine erfahrungsgemäße und erschütternd ernste Tatsache, daß die Fähigkeit zur Buße, zur Selbsterkenntnis und Umkehr mit jedem Male geringer wird, wo man sündigt und ungehorsam ist! Esau hatte so oft Gott verachtet und widerstrebt, daß er, als er schließlich den Segen doch noch ererben wollte, verworfen wurde, obgleich er denselben sehr „mit Tränen suchte!“ Er fand keinen Raum, keine Möglichkeit zur Buße, er konnte nicht mehr Buße tun! - Der Herr muß Israel vorwerfen: „Ihr habt Mich beraubt!“ Und wiederum fragen sie: „Worin haben wir Dich beraubt?“ Im Zehnten und im Hebopfer beraubten sie ihren Gott. Sie brachten wohl Zehnten und Hebopfer, aber nicht vollständig, nicht ganz. Sie glaubten, mehr zu haben, wenn sie dem Herrn nicht soviel gaben. O, wie viele glauben das auch heute! Sie denken: Wenn ich dem Herrn statt der fünf Mark, die Er mich heißt, vier oder nur drei Mark gebe - oder statt der hundert Mark nur fünfzig, dann habe ich den Vorteil - dann bleibt mir doch mehr übrig! Scheinbar - der menschlichen Rechnung nach, haben sie recht! Aber in Wirklichkeit täuschen sie sich. Auf den auf solche Weise „gesparten“ Mark liegt kein Segen, sondern der Fluch: „Da ist einer, der mehr spart, als recht ist, und es gereicht nur zum Mangel!“ (Spr. 11,24.)

Gott etwas geben, das ist wie eine Aussaat, die reiche Früchte bringt - diejenige Kapitalanlage, welche die höchsten Zinsen trägt! Es bedeutet also nur einen Verlust für dich, wenn du deinem Gott nicht reichlich gibst - wenn du Ihm nicht rückhaltlos dich selbst zur Verfügung stellst mit allem, was du bist und was du hast! Im Reich Gottes wie in der Natur gilt das Gesetz: „Wer sparsam säet, der wird auch sparsam ernten; und wer segensreich säet, der wird auch segensreich ernten!“ - O, es ist etwas wunderbar Geheimnisvolles und doch etwas äußerst Praktisches, Tatsächliches um den Segen Gottes: „Der Segen des Herrn macht reich, und Anstrengung fügt neben ihm nichts hinzu!“ - Ein persönliches Zeugnis hierzu lautet: „Dies möchte ich aus meiner persönlichen Erfahrung in einem Leben von mehr als 36 Dienstjahren im Hause meines Gottes freudig und rühmend bezeugen. Ich durfte früh - schon in der Kindheit, erkennen, daß es das Köstlichste ist, ganz dem Herrn zu leben, mit allem Ihm zur Verfügung zu stehen. Und der Herr hat mich durch mein ganzes Leben nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich dabei wunderbar versorgt und gesegnet. ,Mit dem Fett des Weizens‘, d. h. mit dem Allerbesten hat Er mich gespeist und ,mit Honig aus dem Felsen‘ hat Er mich gesättigt! Weder in den Kriegsjahren noch in der Inflationszeit habe ich das Nötige entbehrt und habe mit denen, die mit mir im Werk des Herrn arbeiten, bis auf den heutigen Tag die Wahrheit und Kostbarkeit des Wortes erfahren: ,Trachtet am ersten nach dem Reiche Gottes und nach Seiner Gerechtigkeit, so wird euch das übrige alles hinzugefügt werden!‘ ,Denn Jehova-Gott ist Sonne und Schild; Gnade und Herrlichkeit wird der Herr geben, kein Gutes vorenthalten denen, die in Lauterkeit wandeln. Jehova der Heerscharen, glückselig der Mensch, der auf Dich vertraut!‘“

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