BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1926
März 1926

Freitag, den 5. März 1926


Maleachi 3,3-6; Hesekiel 34,11-22

Geläuterte Herzen können Gott auch wohlgefällige Opfer darbringen; aber „das Opfer der Gesetzlosen ist ein Greuel!“ Der 51. Psalm ist solch ein Opfer eines zerbrochenen Herzens. (Vgl. Ps. 119,107.108.) Wie frei und leicht kann sich eine aufrichtige gedemütigte Seele zu ihrem Gott erheben! [Ps. 69,29-33.] - Wenn dereinst der Überrest des Volkes Israel gereinigt aus der großen Drangsal hervorgehen wird, „dann wird die Opfergabe Judas und Jerusalems dem Herrn angenehm sein!“ (Jes. 56,7; Hes. 20,39-42; 43,26.27.) - Liebes Kind Gottes, frage dich: Ist mein Leben ein dem Herrn wohlgefälliges Opfer? Sind die Reden meines Mundes und das Sinnen meines Herzens meinem Gott angenehm? Gefallen Ihm meine Wege und Lebensgewohnheiten wohl? - Die „Tage vor alters“ und „die Jahre der Vorzeit“, wo Israels Gottesdienst dem Herrn wohlgefällig war, sind etwa die Zeiten, wo Mose das Volk leitete (2. Mos. 24,9-11) oder Josua sie zum Sieg führte; man kann auch an die Tage einzelner frommer Könige denken, in welchen Israel in gesegneter Weise seinem Gott diente. (Vgl. z. B. 2. Chron. 29, wo wohlgefällige Opfer Gott dargebracht wurden, nachdem eine tiefe Beugung und Reinigung stattgefunden hatte!) - V. 5: Gott kündigt also Sein strafendes, Gerechte und Gottlose voneinander scheidendes Gericht an. Er ist sehr langmütig, aber wenn Er eingreift, geschieht es plötzlich! Deshalb ist auch der Adler häufig das Bild des Gerichts Gottes, der sich so pfeilschnell aus größter Höhe auf sein Opfer stürzt. - Jehova ist hier nicht nur Richter, sondern zugleich auch Zeuge wider Sein Volk. Ob wir es wohl immer bedenken, daß der heilige, allwissende und allsehende Gott Zeuge ist von jedem Wort, das wir sprechen - von jedem Gedanken, den wir denken? - Zauberei, Ehebruch, falscher Eid, Unterdrückung der Schwachen und Elenden - sind das nicht lauter Sünden, an denen auch unser Volk krankt und dahinstirbt - ja, die bis in die gläubigen Kreise hinein das äußere und innere Leben der Menschen verfinstern, unglücklich machen und unter Gottes Zorn bringen? Die Schrift sagt kurz, aber scharf: „Die solches tun, werden das Reich Gottes nicht ererben“ - erst recht nicht, wenn sie sich „gläubig“ nennen! (Vgl. 1. Kor. 6,9.10; Gal. 5,19-21; Eph. 5,3-5.)

Alle Sünde hat ihre Ursache darin, daß es dem Täter an der Ehrfurcht vor Gott fehlt! Wo irgend Ungerechtigkeit und Missetat in die Erscheinung tritt, da bekundet sie: „Es ist keine Furcht Gottes vor ihren (der Sündigenden) Augen!“ „Jeder, der sündigt, hat Ihn nicht gesehen, noch Ihn erkannt!“ V. 6: Jehova betont Seine Unveränderlichkeit; Er bleibt bei Seinen ein für allemal ausgesprochenen heiligen Grundsätzen; wenn wir denselben untreu werden, so ist dies unser großer, ewiger Schade; Er bleibt Sich Selbst und Seinen Reichsgrundgesetzen treu! Weil nun Israel als Gottes irdisches Bundesvolk nicht untergehen soll, so wird Jehova alle Ungerechtigkeit durch Gericht ausrotten, um Sein Volk zu läutern und seiner endgültigen Bestimmung entsprechend zu heiligen. „Denn die Gnadengaben und die Berufung Gottes sind unbereubar!“ [4. Mos. 23,19; 1. Thess. 5,23.24.]

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