BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

(www.wol-blz.net)

Suchen nach:
Startseite -- Jahrgänge -- 1926 -- 2. März 1926
Diese BLZ Andacht: -- IM ORIGINAL -- Erweitert?

Voriger Tag -- Nächster Tag

JAHRGANG 1926
März 1926

Dienstag, den 2. März 1926


Maleachi 2,17 - 3,1; Lukas 22,34-36

Der Glaube an Gottes richtende Gerechtigkeit war im Volke allgemein untergraben. Da sie an kein Strafgericht glaubten, taten sie ungezügelt alles Böse. Wie sehr reizten sie damit Gott und forderten Sein Eingreifen heraus. Er mußte sagen: „Ich bin des Bereuens (d. h. des immer wieder Vergebens!) müde!“ (Vgl. Jes. 43,24; Jer. 15,6.) Ja, Er kündigt Sein plötzliches Kommen zum Gericht an. Dieser Tag aber wird furchtbar sein. Das Volk war so gar nicht bereit auf denselben! Stehen wir still und fragen uns: Was wird mit mir, wenn heute der Herr Jesus kommt? Ist alles klar und geordnet? Oder muß ich erschrecken vor Dem, dessen Augen gleich Feuerflammen sind? Gott will in Seiner großen Gnade einen Wegbereiter vor Sich her senden, der durch eine letzte Aufforderung zur Buße und Reinigung das Volk Israel noch vor dem drohenden Gericht retten und für Seinen Empfang bereitmachen soll. In Kap. 4,5.6 [Luther 3,23.24] wird dieser „Bote“ oder Wegbereiter „Elia, der Prophet“, genannt. Ein solcher wird also für Israel noch kommen, ehe der Herr Jesus Sein herrliches Tausendjähriges Reich aufrichtet. (Lies Jes. 40,1-8.) - Als Jesus in Niedrigkeit kam, sandte Er ja auch solch einen Boten vor Seinem Angesicht her, der Ihm den Weg in den Herzen Seines Volkes Israel bahnen sollte. Als der Engel dem Zacharias die Geburt Johannes des Täufers ankündigt, sagt er: „Er wird groß sein vor dem Herrn und schon von Mutterleibe an mit Heiligem Geiste erfüllt werden. Viele der Söhne Israels wird er zu dem Herrn, ihrem Gott, bekehren; er wird vor Ihm hergehen in dem Geist und der Kraft des Elias!“ (Lies Luk. 1,5-17.) Und Jesus Selbst wendet die Prophezeihung des Maleachi auf Johannes den Täufer an und sagt zur Volksmenge: „Wenn ihr es annehmen wollt: er ist Elias, der kommen soll!“ [Lies Matth. 11,7-19.] - O wie wichtig, daß doch in meinem und deinem Herzen - in meinem und deinem Leben „gebahnte Wege“ seien für den Herrn - für alles, was Er zu uns reden und an uns wirken will durch Seinen Geist! Ist noch Höckerichtes da, das weggeräumt werden muß, liebes Kind Gottes, wenn dein Leben eine Offenbarung der Herrlichkeit des Herrn für deine Umgebung sein soll? Sind noch „Höhen“ da, die sich erheben wider Christi Königsherrschaft in deinem Herzen - Hindernisse, die Ihm im Wege stehen? Sieh, auch von dir soll es heißen: „Glückselig der Mensch, in dessen Herzen gebahnte Wege sind!“ Solche glückseligen Menschen kann Gott dann auch gebrauchen, um Seine Wegbereiter in den Herzen anderer zu sein!

www.WoL-BLZ.net

Zuletzt geändert am 29.06.2019 10:22 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.140)