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JAHRGANG 1924
August 1924

Sonntag, den 10. August 1924


Sacharja 10,1; Jesaja 44,1-5

Kapitel 10 bildet eine erweiterte Ausführung des vorhergehenden Abschnittes. Um die Fruchtbarkeit des Landes, welche in Kap. 9,17b verheißen wurde, sollen die bekehrten Israeliten bitten. Unser gnadenreicher Gott will segnen, aber Er will auch, daß wir Ihn vertrauensvoll bitten und daß wir uns ausstrecken nach den Segnungen, die Er für uns bereit hat! - Wenn das erneuerte Israel der Zukunft hier angewiesen wird, um äußeren Segensregen zu bitten, so wollen wir uns nach dem geistlichen Segensregen sehnen und ausstrecken!

Herr, ich hör’ von gnäd’gen Regen,
Die Du ausgieß’st mildiglich -
Regen, die das Land bewegen; -
Sende Tropfen auch auf mich!
Auch auf mich, auch auf mich -
Sende Tropfen auch auf mich!
Herr, Du segnest ja so gerne;
Binde mich nur fest an Dich!
Herr, Du segnest nah und ferne,
Segne mich, Dein Kind, auch mich!
Ja, auch mich, ja, auch mich -
Segne mich, Dein Kind, auch mich!

Und wir wollen daran denken, daß der Herr gesagt hat: „Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein!“ Man kann auch im inneren Leben und in Gebeten um geistliche Segnungen sehr selbstsüchtig sein! Wir wollen uns selbst reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und des Geistes, damit wir Gott nicht im Wege stehen, wenn Er Seine Gemeinde - wenn Er unsere Umgebung - wenn Er Sein Werk in der ganzen Welt segnen will! Wir wollen uns heiligen lassen zu priesterlichen Betern, die Segnungen für andere herabflehen von Gott in Übereinstimmung mit Seinen herrlichen Gnadenabsichten und Verheißungen.

Wasserströme will Ich gießen,
Spricht der Herr, auf dürres Land!
Kühlend sollen Quellen fließen
In der Wüste heißem Sand;
Wo jetzt Wandrer schmachtend ziehn,
Soll ein Gottesgarten blühn!
Ja, es wird das Wort des Treuen
Herrlich in Erfüllung gehn;
Jauchzend werden sich dann freuen,
Die jetzt still mit Tränen sä’n,
Wenn der Segensstrom des Herrn
Alles füllet nah und fern!
Darum mutig, Schwestern, Brüder,
Eilet dem Verlornen nach!
Sucht des Volkes Gottes Glieder
Liebend auf in ihrer Schmach!
Ladet sie von Berg und Tal
Zu des Königs Hochzeitsmahl!

Dieses vorstehende Lied wurde vor allem im Blick auf das alte Bundesvolk, auf Israel, gedichtet; wir dürfen es für die Jetztzeit, für uns und die Dürstenden unserer Zeit betend singen - wir wollen uns aber auch ein brennendes Herz für das geliebte Volk Israel schenken lassen, aus welchem unser Herr Jesus stammt und die ganze Schar der Apostel, und welchem eine nahe herrliche Zukunft in Aussicht gestellt ist. Unser Gott spricht: „Ich will Wasser gießen auf das Durstige und Bäche auf das Trockene; Ich will Meinen Geist ausgießen auf deinen Samen und Meinen Segen auf deine Sprößlinge!“ O wir wollen uns diese herrliche Verheißung betend und flehend zunutze machen und im Glauben aneignen für uns selbst ganz persönlich, für unsere Häuser und Familien, für die Kreise und Gemeinschaften der Kinder Gottes, für unser armes in Sünde untergehendes Volk, für die ganze Menschheit! Wir wollen Beter - geheiligte Beter - glaubensstarke, freudige Beter werden - Beter, deren ganzes tägliches Leben in der Heiligung hinter ihren Gebeten steht - Beter, die Großes, Herrliches von ihrem Gott erwarten und erlangen: „Wer an Mich glaubt, gleichwie die Schrift sagt, von dessen Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen!“

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