BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1924
August 1924

Montag, den 11. August 1924


Sacharja 10,1-3

In erster Linie handelt es sich hier um die fruchtbringenden natürlichen Regenzeiten, die der Herr dem Lande Palästina wieder geben will, wenn die Juden in tiefer Buße zu Ihm umgekehrt sind. [Vgl. Hes. 34,26.27; Joel 2,21-27; 3,18-21.] - Es ist auch heute im Leben des Einzelnen wie der Völker so: wo man die viele Sünde, Auflehnung und Missetat in Reue und Buße hinwegräumt und dem Herrn das Leben huldigend zu Füßen legt - Ihm von Herzen gehorsam wird, da beginnt Er wunderbar zu segnen und da darf man auch kindlich und freimütig um alle äußere Segnung bitten, deren man bedarf: „Bittet, und es wird euch gegeben werden!“ - Lange hatten die Israeliten sich mit ihren Bitten um Regen an die Götzen gewandt*) und trotz Gottes strengem Verbot (3. Mos. 19,31; 5. Mos. 18,11) die Wahrsager aufgesucht. Aber sie waren bitter betrogen worden; die Wahrsager hatten Lüge geschaut und geredet; mit Nichtigkeiten und Dunst waren die Suchenden getröstet - mit Träumen des Truges abgespeist worden! An treuen Hirten, die das Volk mit Gottes Wort geweidet und unterwiesen hätten, fehlte es. Und um all der Greuel - um des Götzendienstes, der Wahrsagerei und aller anderen Sünden willen waren die Kinder Israel in die Gefangenschaft weggeführt - von den Heiden bedrückt worden wie eine Herde, die in die Wüste geführt wird. Gott aber, der Sein Volk liebt und der innerlich bewegt ist über die geplagten hirtenlosen Schafe, wendet sich voll heiligen Zornes wider diejenigen, welche den Namen „Hirten“ tragen und doch keine Hirten sind! - Sehen wir nicht auch unser armes Volk im großen und ganzen wie eine Herde, der die wahren Hirten fehlen? Muß Gott nicht auch heute schwer zürnen über die, welche Hirten genannt werden und dem armen Volke nicht heraushelfen aus seinem Finsternis- und Sündendienst, aus Zauberei und Wahrsagerei, aus Hurerei und Sittenverderben, aus Mammonsdienst und Teufelsbann?

Der Herr macht einen Unterschied zwischen Schafen und Böcken (Matth. 25,31-46), zwischen Verführten und Verführern (Matth. 18,6.7), zwischen solchen, die über ihre Sünde leidtragen und sich von ihr abwenden, und solchen, die die Sünde und die Finsternis lieben und von ihr nicht lassen wollen! - Die eigenwilligen, im Widerspruch und im Bösen verharrenden „Böcke“ wird Gottes Gericht ereilen - der armen Schafe, die begehren, auf den rechten Weg zu kommen, will Er, der große Erzhirte, Selbst Sich annehmen! (Lies Hes. 34,1-22!) - Auch du darfst ganz persönlich zu Ihm kommen, wie du bist. Aber du sollst dann nicht bleiben, wie du bist! Der Herr Jesus will dich zu einem ganz neuen Menschen machen, der Ihm folgt und dient, der Ihm ähnlich ist und Ihm Frucht bringt - den Er brauchen und an dem Er Wohlgefallen haben kann! - So verspricht Gott hier auch, an den bußfertigen Israeliten der Zukunft zu handeln. Das „Haus Juda“, d. h. das erlöste Israel der Zukunft will Er machen „wie Sein Prachtroß im Streite“, indem Er alle Feinde vor ihm weichen und zu Boden fallen läßt. Die Verheißung völligen Sieges über alle Widersacher (vgl. Kap. 9,8-17) wird also wiederholt. Es ist eine schöne Aufgabe für eifrige Bibelleser, mit oder ohne Hilfe einer Konkordanz Bibelstellen herauszusuchen und sich aufzuschreiben, die uns sagen, was der Herr aus denen machen will, die sich Ihm von Herzen anvertrauen.

*) Die „Teraphim“ oder Hausgötter waren in Israel leider sehr verbreitet (vgl. 1. Mos. 31,19.34; 35,1-5; 1. Sam. 7,3); sie galten als Spender und Schützer irdischen Glückes und Gedeihens. Hast du vielleicht auch „Teraphim“ moderner Art im Hause?

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