BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1924
April 1924

Sonntag, den 27. April 1924


Sacharja 8,4-8; Jesaja 65,17-25; Hesekiel 36,37.38

Ist das Volk von innen heraus erneuert, so gestaltet sich dementsprechend auch das äußere Volksleben und Volkswohl. Die Menschen werden im Tausendjährigen Reiche wieder ein hohes Alter erreichen, „gleich den Tagen der Bäume“. Und reicher Kindersegen wird das Zeichen göttlichen Segens über Israel sein, wie Gott es schon dem Erzvater Abraham versprochen hat und wie Mose es den Israeliten als Folge des Gehorsams gegen Gottes Gebote in Aussicht stellt. [1. Mos. 22,16-18; 5. Mos. 28,1-4 u. 11; Ps. 127,3-5; 128,1-6.] Ach, daß auch in unserem Land und Volk wieder vernünftige, biblische Ansichten in dieser Hinsicht aufkämen - daß vor allem wenigstens in christlichen und gläubigen Kreisen es geglaubt und anerkannt würde: „Kinder sind eine Gabe des Herrn - Leibesfrucht ist ein Geschenk!“ Es ist furchtbar, wie die Sünde Onans [1. Mos. 38,8-10] unser gesamtes Volksleben durchseucht, Ehe und Familienleben bis in die gläubigen Kreise hinein verdirbt und die Volksgesundheit untergräbt! Vor allem um seiner fleischlichen Sünden willen ist unser Volk so erniedrigt und in Schmach geraten! Und um ihrer fleischlichen Sünden willen fehlt es vielfach den Kindern Gottes so sehr an geistlicher Kraft, an Bekennermut und Freude im Herrn! - Die hier in Aussicht gestellten Segnungen sind so reich, daß die Israeliten der letzten Tage, die denselben durch große Drangsale hindurch [vgl. Jer. 30,7] entgegengeführt werden, an ihre Verwirklichung kaum glauben werden. Dem allmächtigen und ewig reichen Gott aber ist nichts zu hoch und nichts zu schwer: „Ist für den Herrn etwas zu wunderbar? Sollte Ihm etwas unmöglich sein?“ (1. Mos. 18,14; vgl. Jer. 32,17-20 u. 27; 33,2.3; Luk. 1,37.)

Vers 7.8: Wiederum mit Seinem mächtigen Namen es beteuernd, verspricht Jehova von neuem, daß Er in der heute noch zukünftigen Endzeit Sein unter alle Völker zerstreutes, aber mit ewiger Liebe geliebtes Bundesvolk Israel retten und in eins versammeln will: „Höret das Wort Jehovas, ihr Nationen, und meldet es auf den fernen Inseln: Der Israel zerstreuet hat, der wird es wieder sammeln und es hüten wie ein Hirt seine Herde.“ [Ps. 107,1-9; Jes. 11,11.12; 27,12.13; 43,4-7; Jer. 31,1-14.] Dann erst wird Israel in Wahrheit sich seines gesegneten Bundesverhältnisses zu Gott freuen können, wenn es durch den Herrn Jesum Christum und Sein Kreuz in den neuen Bund eingetreten ist, den alle Propheten in Aussicht stellen. [Vgl. Jes. 54,10; Jer. 24,6.7; Hebr. 8,8-12; 9,15; 10,16.17.] „Sie werden Mein Volk sein und Ich will ihr Gott sein in Wahrheit und Gerechtigkeit!“ Wer den Herrn seinen Gott nennen will, der muß sich freudig Seiner Wahrheit und Gerechtigkeit beugen. Uns Kindern Gottes der Jetztzeit ruft Gott zu: „Ich will euch zum Vater sein und ihr sollt Mir zu Söhnen und Töchtern sein!“ Und auch dieser Verheißung geht voran: „Gehet aus aus der Mitte der Weltkinder und heiliget euch, spricht der Herr“ - und Paulus knüpft die Mahnung an: „Da wir nun solche Verheißungen haben, Geliebte, so laßt uns uns selbst reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und des Geistes und die Heiligung vollenden in der Furcht Gottes!“ [2. Kor. 6,14 - 7,1.] Johannes schreibt: „Dies ist die Botschaft, die wir von Ihm gehört haben und euch verkündigen, daß Gott Licht ist und gar keine Finsternis in Ihm ist. Wenn wir sagen, daß wir Gemeinschaft mit Ihm haben und wandeln in der Finsternis, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit. Wenn wir aber im Lichte wandeln, wie Er im Lichte ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu Christi, Seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde.“ [Lies 1. Joh. 1,4-7.]

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