BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1923
September 1923

Mittwoch, den 19. September 1923


4. Mose 15,4-12; 3. Mose 2,1-3 (Das Speisopfer)

Wir lernen hier, daß zu jedem Brand- oder Friedensopfer (diese waren Schlachtopfer!) auch ein Speisopfer dargebracht werden sollte. Dem Wert und der Größe des Schlachtopfers sollte auch der Wert und die Menge des Speisopfers entsprechen. Das Speisopfer war kein Opfertier; hier handelt es sich um kein Blutvergießen; sondern dasselbe bestand aus reinem feinem Weizenmehl mit Öl und Weihrauch. Das Speisopfer trug wie das Brandopfer den köstlichen Namen: „Feueropfer lieblichen Geruchs für Jehova“. Jedoch war es kein Ganzopfer; nur der „Gedächtnisteil“, eine Handvoll davon, wurde auf dem ehernen Altar für Gott geräuchert; das übrige fiel als ein „Hochheiliges“ den Priestern zu.

Das Speisopfer ist ein kostbares Bild von dem reinen heiligen Leben des Herrn Jesu als Mensch hier in der Welt. Jesus Selbst nennt Sich ja „das Weizenkorn“ und auch „das Brot Gottes“ und spricht: „Schlachtopfer und Speisopfer hast Du, Gott, nicht gewollt; einen Leib hast Du Mir bereitet!“ (Joh. 6,33; 12,24; Hebr. 10,5.) Diese Hinweise genügen, um ein geistlich gesinntes, den Herrn liebendes Herz zu aufmerksamer, mit Gebet begleiteter Betrachtung dieses Opfers anzuspornen. Denn die reine, vollkommene Menschheit unseres hochgelobten Herrn ist ein Gegenstand, der die Aufmerksamkeit jedes wahren Christen fesseln muß! Das Öl, mit welchem das Speisopfer sowohl gemengt als übergossen wurde, weist hin auf den heiligen Geist, durch welchen Jesus als Mensch im Mutterleibe der Jungfrau Maria empfangen und erfüllt - mit welchem Er bei Seiner Taufe am Jordan gesalbt wurde und in dessen Kraft Er ununterbrochen lebte und wandelte. (Lies Luk. 1,34.35; Matth. 1,20; Mark. 1,10; Apgesch. 10,38.) - Das Speisopfer bestand also aus feingemahlenem Weizenmehl. Nicht ein einziges grobes Körnlein, nicht ein Klumpen war darin. Nichts war uneben, nichts hart oder rauh bei der Berührung. Welcher Druck auch von außen kam, stets blieb die Außenseite glatt. Keine unangenehmen Umstände, keine Verwickelungen schwierigster Art vermochten je den Herrn Jesum aus der Fassung zu bringen. Er brauchte nie einen Schritt rückgängig zu machen, ein ausgesprochenes Wort zu widerrufen, wie wir so manches Mal! Ja, unser Heiland war der einzig vollkommene Mensch, der je auf Erden gewandelt ist. Auf Ihn konnte Gott mit völligem Wohlgefallen herniederblicken; Er hat in allem Gott völlig geehrt und erfreut! (Lies Luk. 3,21.22; Joh. 17,4.5.) - Er verband Gnade mit Wahrheit, Heiligkeit mit Barmherzigkeit, Demut mit Hoheit, Gehorsam gegen Gott mit Hingebung für die Menschen und unzählige andere herrliche Eigenschaften in vollkommener Harmonie miteinander. Ganz neue kostbare Herzenserkenntnis tut sich uns auf, wenn wir unseren teuren Heiland, den „Sohn Gottes“ und „Menschensohn“ in Seinem Erdenwandel, wie die Evangelien Ihn uns zeigen, sinnend und anbetend betrachten!

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