BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1922
September 1922

Montag, den 11. September 1922


Haggai 2,1-4; 2. Korinther 12,9.10

Unsere Verse erinnern auffallend an die Zustände in den letzten Tagen des Paulus. Gleich dem Überrest Israels in den Tagen Haggais stand auch Timotheus, der treue jüngere Mitarbeiter des Apostels, in Gefahr, den Mut zu verlieren und sich durch den Verfall, welcher in der christlichen Gemeinde zunahm, in Furcht setzen zu lassen. Doch Paulus ermutigt ihn, die Gabe Gottes, die in ihm sei, anzufachen und mit heiligem Feuer dem Herrn weiter zu dienen, mochte auch der Glanz und die Herrlichkeit der ersten Pfingstzeit der Gemeinde dahin sein. Er sollte seine Hände beim Bau des Hauses Gottes nicht erschlaffen lassen, mochte es aussehen, wie es wollte! „Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit“, schreibt er ihm und ruft ihm zu: „Du nun, mein Kind, sei stark in der Gnade!“ Ähnliches finden wir hier: „Seid stark und arbeitet!“ Ebenso schreibt Paulus den Korinthern: „Meine geliebten Brüder, seid fest, unbeweglich, allezeit überströmend in dem Werke des Herrn, da ihr wisset, daß eure Mühe nicht vergeblich ist in dem Herrn! Gott sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesum Christum!“ Nichts will der Feind so gerne stören und hindern, als eine freudige, zielbewußte Arbeit für den Herrn, und Entmutigung ist ihm das liebste Mittel hierzu. Entmutigung aber wird schnell zum Unglauben und Unglaube ist für ein aufrichtiges Herz Sünde. Gerade schwachen Knechten und Mägden des Herrn ruft die Schrift zu: „Seid stark in dem Herrn und in der Macht Seiner Stärke!“ (Lies Ps. 27,1-6. 12-14.)

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