BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1922
Februar 1922

Sonntag, den 19. Februar 1922


Zephanja 1,17.18

Die entsetzliche innere Angst, mit der die ungeretteten Menschen den großen Gerichtstag Gottes hereinbrechen sehen werden, läßt sich nicht beschreiben. Sie werden „einhergehen wie die Blinden“, d. h. einen Ausweg aus der Drangsal suchen und ihn nicht finden. (Lies 5. Mos. 28,28.29.) - Und was ist der Grund - die Ursache all dieses Jammers und eines so schrecklichen Endgerichts? Die Sünde der Menschen: „weil sie gegen den Herrn gesündigt haben“. Ja, die Sünde, diese furchtbare finstere Macht ist es, die die Menschen ins Unglück - ins zeitliche und ewige Verderben stürzt. „Die Sünde ist der Leute Verderben und der Völker Schande.“ (Spr. 14,34.) Deshalb wird auch Gottes Heimsuchung so furchtbar sein: „Der Menschen Blut wird verschüttet werden wie Staub und ihr Fleisch wird zertreten werden wie Kot“ -, d. h. das Menschenleben wird am großen Gerichtstage wie nichts geachtet werden; die Menschen werden zu Hunderten und Tausenden von Gottes Zorn dahingerafft werden! (Lies Jer. 9,17-26; Offenb. 6,4.8; 8,11; 11,13; 14,17-20; 16,21; 19,11-18.) - Bisher war es meistens so, daß die Reichen sich in Zeiten der Not durch ihr Geld manche Erleichterung verschaffen konnten. Aber am großen Gerichtstage Gottes hilft alles Silber und Gold nichts! Und schon in der von Zephanja zunächst geweissagten Bedrängnis durch Nebukadnezar ist es gerade den Angesehenen und Reichen besonders schlimm ergangen. (Vgl. 2. Kön. 24,10-16; Jer. 4,19-31.) - „Ein Ende, ja, ein plötzliches Ende“, sagt Gott hier allen Bewohnern des Landes an, d. h. allen, die nicht in Glauben und Ehrfurcht ihrem Gott ergeben waren, und das waren viele! (Vergl. Kap. 3,12.13.) - Wie wird’s mit deinem Ende sein, mein Leser? Weißt du, daß auch deiner „ein plötzliches Ende“ warten kann? Wohin geht deine unsterbliche Seele, wenn dich ein langsamer oder ganz plötzlicher Tod ergreift oder wenn der Herr Jesus heute wiederkommt, um Seine Erlösten heimzuholen in den Himmel und dann die Tür des Heils verschlossen wird, um sich nie mehr zu öffnen?

Wer weiß, wie nahe mir mein Ende!
Hin eilt die Zeit - her kommt der Tod,
Ach wie geschwinde und behende
Kann kommen meine Todesnot!

Und sieh, es genügt nicht zu bitten: „Mein Gott, ich bitt’ durch Christi Blut, mach’s nur mit meinem Ende gut!“ Nein, man muß zu der Gewißheit kommen: „Gottlob, ich weiß, daß es auf jeden Fall mit meinem Ende gut wird, weil ich alle meine Sünden dem Herrn Jesus bringen durfte und Er hat sie getilgt für Zeit und Ewigkeit durch Sein heiliges Blut!“ Nur wer mit dieser Gewißheit lebt, lebt wohl, und nur wer mit dieser Gewißheit stirbt, stirbt wohl.

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