BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1922
Februar 1922

Montag, den 20. Februar 1922


Zephanja 2,1.2

Der göttliche Gerichtsbeschluß stand dicht vor der Verwirklichung - noch aber war Zeit und Gelegenheit zur Buße! Zephanja muß sein Volk nennen: „Du Nation ohne Scham - du schamloses Volk!“ Furchtbar, wenn es mit einem Volke soweit gekommen ist, daß man ihm diesen Namen beilegen muß. Aber wenn wir auf unsere Straßen und in unsere Häuser blicken, dann erkennen wir mit tiefem Weh, daß auch unser Volk „eine Nation ohne Scham“ geworden ist! - Vor zwanzig und auch vor zehn Jahren wäre bei weitem noch nicht alles möglich gewesen, was heute öffentlich und im Verborgenen, bei hoch und niedrig, unter Kindern und Erwachsenen, am hellen Tage und im Dunkel der Nacht geschieht! Es ist „schändlich, auch nur auszusprechen“, was sich an Sünde und Verbrechen, an Sittenlosigkeit und Herzlosigkeit täglich vollzieht! Welche Zerrüttung, welches Verderben! „O, daß mein Haupt Wasser wäre und mein Auge ein Tränenquell, um Tag und Nacht zu beweinen die (durch die Sünde) Erschlagenen der Tochter meines Volkes! ... Denn sie sind allesamt Ehebrecher - eine Rotte von Treulosen. Sie spannen ihre Zunge wie einen Bogen mit Lüge ... Sie schreiten fort von Bosheit zu Bosheit und Mich kennen sie nicht! spricht der Herr.“ (Jer. 9,1.3.) - Zephanja sieht das Volk dahingleiten auf dem abschüssigen Wege. Er sieht den Zorn Gottes über ihnen hangen wie ein Schwert an einem Faden, das jeden Augenblick sie treffen kann. Und er bittet sie inständig, noch im rechten Augenblick diesem Zorn zu entfliehen! (Vgl. Joh. 12,35.36.) Er bittet sie, in sich zu gehen, klein und still vor Gott zu werden, Buße zu tun. Statt Zerstreuung und Ablenkung zu suchen, sollen sie vielmehr sich sammeln und zur Besinnung kommen über ihr Sündentreiben und über das Ziel ihres Weges! Gilt diese Mahnung nicht auch uns? „Wie Spreu vor dem Winde daherfährt“, so schnell wird der große Gerichtstag Gottes herankommen. So unerwartet und erschreckend „wie ein Dieb in der Nacht“ - ja „wie ein Fallstrick wird dieser Tag kommen über alle, welche auf dem ganzen Erdboden ansässig sind!“ An uns Kinder Gottes ergeht die Mahnung: „Fürchten wir uns nun, daß nicht etwa ... jemand von euch zurückgeblieben zu sein scheine (also nicht einmal scheinbar sollen wir auf dem Glaubensweg zurückbleiben!).“ Jesus ruft uns zu: „Wachet nun, zu aller Zeit betend, auf daß ihr würdig geachtet werdet, diesem allen zu entfliehen, was im Begriff ist, zu geschehen, und vor des Menschen Sohn zu stehen!“ (Luk. 21,35.36; lies Jud. 17-25; 2. Petr. 2,1 - 3,10.)

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