BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1922
Februar 1922

Mittwoch, den 15. Februar 1922


Zephanja 1,12.13

Nicht weniger als über die anderen Sünder wird Gottes Gerichtsheimsuchung auch über die religiös Gleichgültigen und über die Genußsüchtigen ergehen. Gott wird sie zu finden wissen, die „auf ihren Hefen liegen“*) und in ihrem Herzen sprechen: „Der Herr tut nichts Gutes und nichts Böses.“ Sie leben in Selbstsucht und fleischlicher Sicherheit dahin, und wenn sie auch das Dasein Gottes nicht geradezu leugnen, so achten sie doch Ihn, den Heiligen, Lebendigen, Allmächtigen gleich den toten Götzen, die weder Böses noch Gutes tun! (Vgl. Jes. 41,21-24; Jer. 10,1-16.) - All diesen gleichgültigen, ungläubigen Diesseitsmenschen wird der Herr Sich in erschreckender Weise als der Weltherrscher und Weltrichter erweisen, wenn Er ihr aufgesammeltes Vermögen, ihr so sehr geliebtes Hab und Gut der Plünderung durch die Feinde oder sonstiger Vernichtung anheimgibt! Das Wort des Jakobus wird sich an ihnen erfüllen: „Wohlan nun, ihr Reichen, weinet und heulet über euer Elend, das über euch kommt! Euer Reichtum ist verfault und eure Kleider sind mottenfressig geworden. Euer Gold und Silber ist verrostet und ihr Rost wird zum Zeugnis sein wider euch und euer Fleisch fressen wie Feuer!“ Sie werden also nur zu empfindbar am eigenen Leibe die Wahrheit der göttlichen Gerichtsdrohungen zu spüren bekommen - Drohungen, welche allen Verächtern Seines Namens und Seiner Wahrheit gelten! (Vgl. 3. Mos. 26,30-32; 5. Mos. 28,30-33; Amos 5,11; Mich. 6,14.15.) Die schönen Häuser, die sie - ohne an ihr Ende zu denken, sich gebaut haben, werden sie nicht bewohnen. Den Ertrag der Weinberge, die sie für zukünftige Jahre des Genusses angelegt haben, werden sie nicht genießen! - Uns Kindern Gottes wird gesagt: Liebet nicht die Welt, noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt liebt, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm; … Und die Welt vergeht und ihre Lust; wer aber den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit!

*) Das Bild ist von altem Wein entlehnt, der auf seinen Hefen, d. h. seinem Bodensatz belassen, nicht abgezapft oder umgeleert worden ist und daher seinen Geschmack behalten und seinen Geruch nicht geändert hat. (Jer. 48,11.) - Guter Wein, wenn er lange auf seinen Hefen bleibt, wird besser - geringer oder schlechter Wein aber wird immer herber und ungenießbarer.

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