BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1921
August 1921

Mittwoch, den 10. August 1921


Habakuk 2,2.3

Einem aufrichtigen Herzen antwortet der Herr stets, selbst wenn es Fehler gemacht hat und sich beugen muß! Von dem Unaufrichtigen aber wendet Er Sich schweigend ab. (Vgl. David und Saul, 1. Sam. 23,2-4. 10-12; 28,6; 30,1-8; Luk. 20,1-8; Ps. 34,5; Spr. 1,28; Jes. 30,19; 58,9; 65,24; Jerem. 23,35; 33,3.) Die Antwort war eine gnädige, erleuchtende, tröstende; sie galt nicht nur dem Propheten, sondern allen Getreuen im Volke, die mit ihm betrübt waren. Sie wird ein „Gesicht“ genannt. Gott redete zu den Propheten durch Seinen Geist in lebendigster Weise, in anschaulichen Bildern! Habakuk sollte die göttliche Antwort deutlich niederschreiben, so daß sie geläufig zu lesen war.*) (V. 3.) - Die göttliche Mitteilung bezieht sich auf die ferne Zukunft, ja auf die heute noch zukünftige Endzeit der Weltgeschichte. Deshalb sollten Habakuks Aufzeichnungen deutlich sein und wir sehen: Gott hat über ihnen, wie über all den heiligen Schriften gewacht und sie uns bis auf den heutigen Tag aufbewahrt - nun schon mehr als 2500 Jahre. - Wenn Gottes Ankündigungen auch in weite Ferne reichen und ihre Erfüllung lange auf sich warten läßt, so sind sie doch göttliche Wahrheit! Wer mit ihnen rechnet und auf sie vertraut, wird nicht nur nicht zuschanden - nein, er tut das einzig Weise und Zweckmäßige! Das prophetische Licht, das er für die Zukunft besitzt, leitet seinen Sinn und sein Verhalten auch für die Gegenwart in den rechten Bahnen; es tröstet und erquickt sein Herz. Wer sein Leben nach Gottes Wort einrichtet, geht den einzigen guten und sicheren Weg, den es in aller Verwirrung und Versuchung der gegenwärtigen bösen Weltzeit gibt und der zu einem herrlichen Endziel führt! - „Nicht ein Mensch ist Gott, daß Er lüge, noch ein Menschensohn, daß Er bereue. Sollte Er gesprochen haben und es nicht tun, und geredet haben und es nicht aufrecht erhalten?“ (4. Mos. 23,19; 1. Sam. 15,29; Ps. 33,4; Röm. 11,29; Tit. 1,2; Hebr. 6,13-20.)

*) Man schrieb zu jenen Zeiten mit hartem Stift in weiche Tontafeln, die dann trocken wurden, so daß das Eingeschriebene dauernd blieb. Bei den Ausgrabungen im Morgenland haben die modernen Gelehrten vielfach solche Tontafeln und -zilinder aus alter und ältester Zeit aufgefunden, die für die Geschichtsforschung und für die Bestätigung der Bibel von unschätzbarem Wert sind!

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