BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1921
August 1921

Dienstag, den 9. August 1921


Habakuk 2,1

Der Prophet beschwichtigt nun seine Seele. (Lies Ps. 131,1-3!) Er will stille werden und die göttliche Antwort auf seine Klagen und Fragen erwarten. Wir müssen uns erst innerlich sammeln und in die rechte Stellung Gott gegenüber kommen; dann kann Er uns aufklären, erleuchten, trösten hinsichtlich dessen, was uns beschäftigt und bekümmert! Es gilt, sich vom Weltlichen und Zeitlichen abzuwenden und sich aus aller Unruhe heraus zu Gottes Gegenwart zu erheben, um zu vernehmen, was Er mit uns reden will! (Lies 4. Mose 9,8; 5. Mose 31,12; 1. Sam. 3,9; Psalm 85,8 [Luther 85,9].) Habakuk kann sagen: „Auf meine Warte will ich treten!“ Er kannte schon die gesegnete Stellung des Harrens und Lauschens auf Gottes Stimme! (Lies Spr. 8,34; Ps. 40,1.) Mancher Gläubige kommt deshalb zu keiner Klarheit in seinen Schwierigkeiten, weil er nicht stille wird vor dem Herrn und das Warten auf die göttliche Antwort und Hilfe nicht lernt. Er gleicht dem Kinde, das seinen Vater durch den Fernsprecher anrief und als die Antwort nicht sofort einsetzte, den Hörer wieder anhing und abläutete. Der Vater wollte ihm antworten, aber das Kind selbst hatte es unmöglich gemacht. - Gehöre ich schon zu den „Stillen im Lande“? Kenne und liebe ich das Alleinsein mit Gott? (Lies Ps. 35,20; 37,7; 62,1.5 [Luther 62,2.6]; Jes. 7,4; 30,15.18b; Sach. 2,13 [Luther 2,17]; 1. Thess. 2,2; 4,11; 1. Petr. 3,4.) Manchen Gläubigen muß zu ihrer Beschämung zugerufen werden: „Der Herr hat euch nicht ein Herz gegeben (d. h. geben können!) zu erkennen und Augen, zu sehen und Ohren, zu hören bis auf diesen Tag (d. h. so lange ihr Ihn auch schon kennt)!“ (5. Mos. 29,4.)

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