BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1921
Januar 1921

Mittwoch, den 19. Januar 1921


Nahum 1,3-6

Allerdings ist Gott langsam zum Zorn, und das veranlaßt die meisten, zu glauben, Sein Strafgericht komme überhaupt nicht. Deshalb sündigen sie frech darauf los. Wie furchtbar wird einmal ihr Erwachen, ihr Schrecken und ihre Strafe sein! - Nein, Gottes Langmut ist nicht schwächliche Nachsicht, sondern hat ihren Grund in Seinem rettenden Erbarmen: Er will nicht den Tod des Sünders, sondern daß dieser sich bekehre und lebe! (Lies Jes. 55,6.7; 2. Petr. 3,9.) Gottes große Kraft, die hie und da auch unerwartet, plötzlich eingreift und richtet, hat Er von alters her immer wieder erwiesen. (Vgl. 3. Mos. 10,1-3; 4. Mos. 11,1-3; 16,19-35.) Und keineswegs täuscht Er Sich über den Sünder und Seine Schuld, oder könnte Er die Sünde übergehen und handeln, als wäre sie nicht vorhanden - o nein! Selbst Seines eingeborenen Sohnes hat Er nicht geschont, als dieser als Bürge der Sünder vor Ihn trat. Gottes heiliger, furchtbarer Zorn traf Ihn, den Unschuldigen, an Stelle der Schuldigen! Ja, Gottes Gerichtstag ist im Sturmwind, im Gewitter. Damit geht Nahum zur Schilderung der göttlichen Zornesoffenbarungen über. In großen, die Welt erschütternden Völkergerichten sucht Gott je und dann die Gottlosigkeit und den Frevel der abgefallenen Menschheit heim. Das haben wir in dem furchtbaren Weltkrieg erlebt, unter dessen Folgen wir jetzt noch stehen! Die volle Erfüllung dieser Ankündigungen liegt aber noch in der Zukunft, wo Gottes Gerichtswetter in nie dagewesener Furchtbarkeit vom Himmel über die Erde hereinbrechen und dahinbrausen und besonders auch das unbußfertige Volk der Juden in Palästina treffen werden.

Das Schelten des Meeres und seine Trockenlegung spielt an auf die Trockenlegung des Roten Meeres für den Durchzug der Israeliten. (Ps. 106,9.) Basan, Karmel und Libanon werden genannt als fruchtbare und waldreiche Gegenden, deren Gewächse der allmächtige Gott in Seinem Zorn plötzlich welk und dürr machen kann. - Die bisher dagewesenen Erdbeben sind nur eine schwache Andeutung von den Erschütterungen, die der große Gerichtstag für die ganze Welt bringen wird. (Vgl. Jes. 13,13; Jer. 4,23.24; Off. 6,12-17.) Vor solchem göttlichen Zorn, der wie ein verzehrender Feuerstrom sich ergießt und Felsen zerreißt, wird niemand bestehen können! (Lies Jer. 10,10; Mal. 3,2.) Dann werden die Menschen sagen zu den Bergen und zu den Felsen: „Fallet auf uns und verberget uns vor dem Angesichte Dessen, der auf dem Thron sitzt und vor dem Zorn des Lammes! Denn gekommen ist der große Tag Seines Zornes und wer vermag zu bestehen?“

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